10.12.2010

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Mit 250 Kilowatt Leistung: Das BMW 1er M Coupé

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Beschrieben wird er als Viersitzer mit BMW typischen Coupé-Proportionen mit den unverwechselbaren Designmerkmale eines M Automobils. Angetrieben wird der neue sportliche Kleine von einem Reihensechszylinder-Ottomotor mit M-Twin-Power-Turbo und Benzindirekteinspritzung, der eine Leistung von 250 Kilowatt aufweist. Für die Kraftübertragung auf die Hinterräder kommt ein neuentwickeltes Sechsgang-Handschaltgetriebe zum Einsatz. Das Auto von dem hier die Rede ist: Das neue 1er M Coupè, frisch vorgestellt von BMW. Weltpremiere soll das Fahrzeug auf der Naias in Detroit zelebrieren.

Mit dem 1er M Coupé wird das Modellangebot der BMW M GmbH um einen weiteren Hochleistungssportwagen erweitert. Mit dem Zweitürer verwirklicht BMW M das Konzept einer rennsportorientierten Leistungscharakteristik in einem für den Alltagseinsatz entwickelten Automobil erstmals auch in dieser Fahrzeugklasse, erklärt der bayerische Automobilhersteller. Der 3,0-Liter große Reihensechszylinder-Motor wurde M spezifisch modifiziert, um allen Anforderungen sowohl des Alltagsverkehrs als auch des Einsatzes auf der Rennstrecke gerecht zu werden. Mit der Motorleistung von 250 Kilowatt erreicht das Fahrzeug nahezu exakt das Niveau des BMW M3 der dritten Generation, fahrdynamisch ist der kompakte Top-Athlet dem erst vor wenigen Jahren abgelösten Modell zum Teil deutlich überlegen. Die eingesetzte M-Twin-Power-Turbo-Technologie besteht aus zwei vergleichsweise kleinen Ladern, die aufgrund ihres geringen Trägheitsmoments bereits bei niedrigen Motordrehzahlen aktiv werden und jeweils drei Zylinder mit komprimierter Luft versorgen. Dies führt laut Hersteller zu einem außergewöhnlich spontanen Ansprechverhalten. Die bei herkömmlich aufgeladenen Motoren als Turboloch bekannte Verzögerung bei der Leistungsentfaltung bleibt aus, erklärt der Hersteller, statt dessen stellt der Antrieb bereits bei 1500 1/min sein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern bereit. Die Turboaufladung führt zu einem Leistungsplus, das bei herkömmlichen Saugmotoren nur durch eine Erhöhung der Zylinderzahl und einen Größenzuwachs zu erzielen und daher auch mit einem deutlich höheren Motorgewicht verbunden wäre. Das ebenso kraftvolle wie kompakte Triebwerk des Coupé ist dagegen nicht zuletzt dank eines Aluminium-Kurbelgehäuses besonders leicht und leistet damit einen Beitrag zur harmonischen Achslastverteilung, die das Fahrverhalten fördert.

Darüber hinaus agiert das Aufladesystem über alle Lastbereiche hinweg mit erhöhtem Druck. Das maximale Drehmoment steht daher bis in den Bereich von 4500 1/min zur Verfügung. Es kann zusätzlich mithilfe einer Overboost-Funktion unter Volllast um weitere 50 Newtonmeter angehoben werden. Der Maximalwert von 500 Newtonmetern ermöglicht besonders dynamische Beschleunigungsmanöver, die nach jedem Schaltvorgang erneut zur Verfügung stehende Schubkraft sorgt für einen linearen Zuwachs an Geschwindigkeit. So beschleunigt das Modell 4,9 Sekunden aus dem Stand heraus auf 100 km/h, weitere 12,4 Sekunden später ist die Marke von 200 km/h erreicht. Bei Tempo 250 wird dem Beschleunigungsdrang durch Eingriffe der Motorsteuerung ein Limit gesetzt. Seine Höchstleistung von 250 Kilowatt erreicht das Triebwerk bei 5900 1/min, die anhaltende Drehfreude reicht bis weit über die Marke von 7000 1/min hinaus.

Durch die Verwendung von Turbinen, die aus hochfestem Stahl bestehen und Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius verkraften, kann auf die kühlende Wirkung einer erhöhten Kraftstoffzufuhr verzichtet werden. Vor allem bei hoher Leistungsanforderung erwächst daraus ein erheblicher Verbrauchsvorteil. Darüber hinaus trägt vor allem die präzise dosierte Kraftstoffversorgung mittels Direkteinspritzung zum hohen Wirkungsgrad der Antriebseinheit bei. Mithilfe von Piezo-Injektoren, die im Zylinderkopf jeweils zentral zwischen den Ventilen und damit in unmittelbarer Nähe zur Zündkerze angeordnet sind, gewährleistet die eingesetzte Direkteinspritzung der zweiten Generation eine besonders präzise Dosierung des Kraftstoffs sowie eine saubere Verbrennung. Die nach außen öffnenden Injektoren arbeiten mit einem Einspritzdruck von bis zu 200 bar und verteilen den Kraftstoff kegelförmig im jeweiligen Brennraum. Durch direktes Einspritzen des Kraftstoffs wird zudem eine Kühlwirkung erzielt, die eine höhere Verdichtung erlaubt und so den Wirkungsgrad des Verbrennungsvorgangs optimiert.

Neben dem Wirkungsgrad des Motors tragen auch die im Rahmen der Entwicklungsstrategie Efficient Dynamics konzipierten Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung bei. Serienmäßig ist der Wagen mit einer Bremsenergie-Rückgewinnung ausgestattet. Das System konzentriert die Erzeugung von Strom für das Bordnetz auf die Schub- und Bremsphasen des Fahrzeugs. Im Zugbetrieb wird der Generator dagegen im Regelfall abgekoppelt. Vor allem für Beschleunigungsmanöver steht daher mehr Energie für die Umsetzung in Fahrdynamik zur Verfügung. Zu den weiteren effizienzfördernden Maßnahmen im Motorenumfeld gehören bedarfsgerecht gesteuerte Nebenaggregate, die nur in aktivem Zustand Energie beanspruchen. Der im EU-Testzyklus ermittelte Durchschnittsverbrauch beträgt laut Hersteller 9,6 Liter je 100 Kilometer, der CO2-Wert wird mit 224 Gramm pro Kilometerangegeben.

Das Kühlsystem der Antriebseinheit ist so ausgelegt, dass es sowohl dem Performance-Potenzial als auch den hohen Anforderungen beim dauerhaften Abfordern der Höchstleistung gerecht wird. Ein zusätzlicher ausgelagerter Wasserkühler und eine spezifische Luftführung tragen den gesteigerten thermischen Belastungen Rechnung, die beispielsweise bei besonders sportlicher Fahrweise auf einer Rennstrecke auftreten können. Der hohe Aufwand, der bei der Optimierung von Leistung und Effizienz betrieben wurde, zeigt sich außerdem in einem neu entwickelten Zweimassenschwungrad. Seine Leichtbau-Konstruktion kommt dem Wirkungsgrad der Antriebseinheit zugute, darüber hinaus weist es eine erhöhte Festigkeit auf, die dem hohen Drehmoment des Sechszylinders von bis zu 500 Newtonmetern unter Volllast gerecht wird.

Für die Kraftübertragung auf die Hinterräder kommt im Coupé ein neuentwickeltes Sechsgang-Handschaltgetriebe zum Einsatz. Es wurde speziell für die Kooperation mit drehmomentstarken Motoren konzipiert und zu diesem Zweck mit einem spezifischen Radsatzkonzept sowie mit einer Zwischenlagerung für die Hauptwellen ausgestattet. Die hohe Übertragungsfähigkeit wird mit einer kompakten Bauweise und einem im Vergleich zu herkömmlichen Getrieben deutlich geringeren Gewicht von rund 43 Kilogramm kombiniert. Das neue Sechsgang-Handschaltgetriebe verfügt über eine Trockensumpfschmierung und wird mithilfe eines besonders kurzen M Schalthebels bedient.

Mit einer Fahrzeuglänge von 4380 Millimeter ist das Coupé das kürzeste, mit einer Höhe von 1420 Millimetern zugleich das flachste Modell im Programm der GmbH. Im Vergleich zum BMW 135i Coupé weist es darüber hinaus eine um 55 Millimeter größere Breite auf, der Wert von 1803 Millimetern ist Resultat und Ausdruck der modellspezifisch zugunsten der Fahrdynamik optimierten Spurweite an der Vorder- und der Hinterachse.

Die Markteinführung des neuen Modells - das im Werk in Leipzig produziert werden soll - plant BMW für den Mai kommenden Jahres, Weltpremiere soll das Coupé auf der North American International Auto Show (Naias) 2011 in Detroit feiern.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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