14.12.2010

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VDE-Institut zertifiziert erste Ladesteckvorrichtung für Elektroautos

Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE) hat sein Prüfzeichen für die ersten Ladesteckvorrichtungen für Elektromobilität vergeben. Zertifiziert wurden Ladekabel und Infrastruktur-Steckdose der Mennekes Elektrotechnik im Offenbacher Automotive-Testzentrum des VDE-Instituts. Damit entspricht das Ladesystem den Sicherheitsaspekten und der Kompatibilität für unterschiedliche Ladebetriebsarten und Ladestationen.

Die Ladesteckvorrichtung von Mennekes wurde nach dem systemübergreifenden Standard zur Ladung von Elektrofahrzeugen auf Basis der Anwendungsregel VDE-AR-E 2623-2-2 "Stecker, Steckdosen, Fahrzeugsteckvorrichtungen und Fahrzeugstecker - Ladung von Elektrofahrzeugen - Teil 2-2: Anforderungen an Hauptmaße für die Austauschbarkeit von Stift- und Buchsensteckvorrichtungen" konstruiert, erklärt der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e.V. (VDE). Auf Initiative und Entwürfen der Firma Mennekes habe die im VDE verankerte Normungsorganisation Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) - Organ des Deutschen Instituts für Normung (DIN) und des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) (VDE|DKE) - gemeinsam mit der Automobil- und Elektroindustrie sowie den Energieversorgern eine Anwendungsregel entwickelt und bei der internationalen Normungsorganisation International Electrotechnical Commission (IEC) eingereicht. Die Anwendungsregel schaffe die Grundlage für die internationale Standardisierung der so genannten "Typ 2-Steckvorrichtung". Diese berücksichtigt sowohl den Sicherheitsaspekt als auch die Kompatibilität für die unterschiedlichen Ladebetriebsarten, betont der Verband. Typ 2 Ladesteckvorrichtungen sind für Ladeströme bis 63 Ampere und bereits für zukünftige Anwendungen wie intelligentes Energiemanagement mit bidirektionaler Energieübertragung geeignet.

Alle physischen Anforderungen, wie Aufbau und Anordnung der Steckvorrichtungen und der Kabel, tragen sowohl den Sicherheitsaspekten als auch der Kompatibilität für die unterschiedlichen Ladebetriebsarten Rechnung, betont die Firma Mennekes. Gleichzeitig würden alle Sicherheitsanforderungen auch im Zusammenhang mit den Ladestationen berücksichtigt. Auch die internationale Normung wird auf dem deutschen Normentwurf, dem so genannten Typ 2, basieren. Neben dem Entwurf Typ 2 aus Deutschland gibt es noch einen japanischen und einen italienischen Entwurf. Alle drei Typen könnten in der internationalen Norm IEC 62196-2 genormt werden mit der Folge, dass regional unterschiedliche Systeme eingesetzt werden.

Bei den europäischen Automobilherstellern, Energieversorgern und Netzbetreibern stößt der deutsche Entwurf auf eine hohe Akzeptanz, betont das Unternehmen, denn der Normentwurf Typ 2 betrachtet die Ladesysteme für die Elektromobilität ganzheitlich. Er ist geeignet für alle Ladeströme bis 63 Ampere. Aufgrund einer einheitlichen Geometrie für ein- bis dreiphasige Anschlüsse reiche eine einzige Ladesteckdosen-Bauform. Typ-2-Ladesteckvorrichtungen sind bereits für zukünftige Anwendungen wie intelligentes Energiemanagement mit bidirektionaler Energieübertragung geeignet und können Elektrofahrzeuge so Teil des intelligenten Stromnetzes Smart-Grid werden lassen.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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