13.01.2011

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Konzeptfahrzeug Vertrek: Ford zeigt seine Vision eines neuen SUV

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Athletisch-schlank, dynamisch-effizient und attraktiv gestaltet: Mit diesen Worten beschreibt der US-amerikanische Automobilhersteller Ford seine neuste und nach eigenen Angaben europäisch geprägte Studie. Dieses Concept-Car namens Vertrek ist Fords Vision eines so genannten Sport Utility Vehicle (SUV) der Zukunft und debütiert derzeit auf der North American International Auto Show (Naias) 2011 in Detroit.

Mit der Studie in Kombination mit den Duratorq TDCi-Turbodiesel- und Eco-Boost-Ottomotorisierungen - jeweils ausgestattet mit Turboaufladung, Kraftstoff-Direkteinspritzung und automatischem Start-Stopp-System - will der Automobilhersteller andeuten, wie die nächste Generation eines besonders sparsamen SUV aussehen könnte. Speziell die Eco-Boost-Technologie spiele für die Downsizing-Strategie des Konzerns eine wesentliche Rolle, fortschrittliche Motoren mit kleinerem Hubraum und trotzdem hoher Leistungsausbeute anzubieten, die sich durch uneingeschränkte Kraftreserven bei gleichzeitig spürbar gesenktem Verbrauch auszeichnen, heißt es. Im Falle dieser Benziner-Familie bedeute dies: 20 Prozent weniger Kraftstoffkonsum und 15 Prozent geringerer CO2-Ausstoß im Vergleich zu gleichstarken Aggregaten konventioneller Bauart. Bis zum Jahr 2013 sollen Eco-Boost-Motoren weltweit in 80 Prozent aller Modellfamilien des Herstellers sowie in 90 Prozent der in den USA angebotenen Baureihen angeboten werden.

Die Besonderheit der Eco-Boost-Motoren liege in der Kombination aus Turbo-Aufladung und Benzin-Direkteinspritzung mit variabel verstellbaren Nockenwellen und einer hochpräzisen Motorsteuerung. Ford hat im Rahmen der Eco-Boost-Entwicklung nach eigenen Angaben 125 Patente neu angemeldet. Für die Studie kommt eine 1,6-l-Version des Vierzylinders zum Einsatz. Die Motorvariante soll das Kraftpotenzial eines Motors mit deutlich größerem Hubraum mit signifikant niedrigerem Verbrauch und reduzierten Kohlendioxid-Emissionen kombinieren.

Auch die Duratorq TDCi-Turbodiesel könnten künftig ein Serienmodell antreiben, das auf der Studie basiert. Hierbei käme vor allem die unlängst umfassend überarbeitete 2,0-l-Variante in Frage, heißt es. Sie zeichne sich durch einen nochmals effizienteren Verbrennungsprozess aus, der sich einerseits in einem geringeren Dieselverbrauch und in einer weiter verbesserten Laufkultur widerspiegele. Andererseits überzeuge dieses Aggregat auch mit einem kraftvolleren Antritt im Drehzahlkeller, höherer Leistungsausbeute und agilerem Ansprechen auf die Beschleunigungswünsche. Der CO2-Ausstoß konnte je nach Version um bis zu sieben Prozent gesenkt werden, erklärt das Unternehmen.

Als Kraftübertragung für diese Motorisierungen stehen Sechsgang-Getriebe zur Wahl, die den Kraftstoffbedarf weiter reduzieren. Sie sind Teil einer umfassenden, alle Modellreihen betreffenden Verbrauchseffizienz-Strategie von Ford, die zum Beispiel für die USA ab 2013 den Einsatz von Sechsgang-Getrieben in sämtlichen ausgelieferten Fahrzeugen vorsieht.

Eine weitere Funktion, die sich positiv auf Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen auswirkt, ist das neue Start-Stopp-System. Sobald der Motor ausgeschaltet wird, bereitet die Bordelektronik alles Notwendige für das unverzügliche wieder Starten vor. Dabei erkennt ein integriertes Netz von Sensoren unmittelbar, dass es weitergehen soll - zum Beispiel, wenn der Fahrer das Gaspedal drückt oder mit dem Auskuppeln beginnt. Ganz sanft springt der Motor innerhalb von 0,3 Sekunden wieder an, noch bevor ein Gang eingelegt ist. Um auch dauerhaft die einwandfreie Funktion des Start-Stopp-Systems zu gewährleisten, ist ein leistungsfähiger und belastbarer Anlasser ebenso mit an Bord wie ein verstärkter, besonders leiser Zahnradmechanismus. Eine kraftvollere Fahrzeugbatterie hält den häufigeren Lade/Entlade-Zyklen sicher stand. Sie wird kontinuierlich durch ein elektronisches System überwacht. Unterschreitet ihr Ladezustand einen definierten Grenzwert, bleibt das Start-Stopp-System deaktiviert und die volle Funktionstüchtigkeit des Fahrzeugs garantiert.

Für eine hohe Energie-Effizienz, wenn es um das Aufladen der Batterie geht, sorgt das SRC-System (Smart Regenerative Charging) der Studie - eine Technologie, die in europäischen Ford-Modellen wie dem Mondeo, S-Max und Galaxy, den kompakten Vans C-Max und Grand C-Max sowie im neuen Focus zum Einsatz kommt. SRC bedeutet: Die Lichtmaschine gewinnt den elektrischen Strom für das Bordnetz und die Aufladung der Batterie immer dann, wenn er praktisch umsonst zur Verfügung steht - etwa wenn das Fahrzeug gebremst wird oder im Schubbetrieb dahinrollt. Auf diese Weise wird ein Teil der kinetischen Bewegungsenergie wieder in nutzbare Energie zurückverwandelt, ohne dass sich dies negativ auf den Kraftstoffverbrauch auswirken kann.

Die Studie basiert auf der neu für den globalen Einsatz entwickelten C-Segment-Fahrzeugarchitektur des Konzerns, die auch das Fundament für den neuen Ford Focus - er kommt im Frühjahr 2011 in Deutschland auf den Markt - sowie für die kompakte Van-Familie Ford C-Max und Ford Grand C-Max liefert. Die neue C-Segment-Fahrzeugarchitektur, bildet - so das Unternehmen - in den kommenden Jahren die Grundlage für mindestens zehn neue Modelle. Sie wird drei bekannte Chassis-Strukturen ersetzen und bereits 2012 als Basis für mehr als zwei Millionen Fahrzeuge pro Jahr dienen.

Der Vertrek zeigt, wie ein SUV der kommenden Generation ein modernes und schlankes Design auf der einen Seite mit jenem großzügig bemessenen Platz- und Kofferraumangebot auf der anderen Seite kombinieren kann, das heute bereits den aktuellen Ford Escape auszeichnet. Das auf dem US-amerikanischen Markt angebotene Modell besitzt ein Ladevolumen, das von 828 bis zu 1879 Liter bei umgeklappter Rückbank reicht. Dies bedeutet aber auch, dass ein auf dem Vertrek basierendes Serienmodell den Ford Kuga - so wie er derzeit in Europa bekannt ist - in puncto Stauraum um gut 20 Prozent übertreffen würde. Werden die Rücksitze umgelegt, beträgt das Plus an nutzbarem Ladevolumen noch immer 15 Prozent.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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