02.02.2011

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Dummy mit verbesserter Darstellung des Belastungsverhaltens

Ein Dummy mit einer verbesserten Biofidelity, also einer verbesserten Darstellung des menschlichen Belastungsverhaltens, mit dem sich das Verletzungsrisiko von Fahrzeugpassagieren bei einem Seitenaufprall bewerten lässt: Das ist das World-Sid-50th-Finitie-Element(FE)-Modell. Für dieses FE-Modell haben fünf deutsche Automobilhersteller, organisiert in der Partnership for Dummy Technology and Biomechanics (PDB), zusammengearbeitet - die PDB wurde im Jahr 2002 als Gemeinschaftsunternehmen von Audi, Mercedes, Porsche, BMW und Volkswagen im Bereich der Crashtest-Dummy-Technologie, Biomechanik und Simulation gegründet. Ebenso am Projekt mitgearbeitet haben verschiedene Softwareanbieter, inklusive der ESI Group. Die Veranlassung für die Kooperation waren die Erfahrungen, die bei der Entwicklung eines qualitativ hochwertigen Dummys innerhalb der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) gemacht wurden, berichtet ESI, Anbieter von Virtual-Prototyping-Lösungen. Das Ziel des World-Sid-50th-FE-Modells, das einen durchschnittlich großen Erwachsenen simuliert, ist, die Simulationsmodelle Euro-Sid-2 und US Dot Sid zu ersetzen.

Das FE-Modell basiert auf der aktuellen Version des physischen Dummys, dessen FE-Netz unter Anwendung der CAD-Daten der ISO 15830 aus dem Jahr 2005 entwickelt wurde. Der vollständige Dummy wurde anhand verschiedener Hindernis-Schlittenversuche validiert, die das Verhalten im Fahrzeuginneren demonstrierten, berichtet der Anbieter von Virtual-Prototyping-Lösungen. ESI habe zunächst zur Verbesserung der Simulationsmodells beigetragen, um die Einführung der ersten offiziellen Industrieversion des FE-Modells zu ermöglichen. Bereits die erste Forschungs- und Entwicklungsversion (V1.5) habe in allen untersuchten Lastfällen in mehr als 200 Tests gute Ergebnisse erzielt, heißt es. Die neue industrielle Version (V2.0) profitiere von Verbesserungen, einschließlich neuer Funktionen und Merkmale für Unfall- und Sicherheitssimulation, Feinanpassung der Neoprenhaut des Dummys, neuer Materialeigenschaften im unteren Beinbereich und den Schuhen sowie erweiterten Reibungsparametern für Knie- und Knöchelgelenke.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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