03.02.2011

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Chevrolet Captiva bekommt neue Motoren

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Chevrolet hat den 2006 neu eingeführten Captiva überarbeitet und dem Sport Utility Vehicle (SUV) vier neue oder überarbeitete Motoren sowie neue Sechsgang-Schalt- und Automatikgetriebe spendiert. Die Motorenpalette umfasst zwei Ottomotoren (2,4 Liter und 3,0 Liter) sowie zwei Turbodiesel-Varianten mit je 2,2 Liter Hubraum. Frischer gestaltet wurde das Äußere des Wagens, optimiert wurde die Innenraumgestaltung. Auf den Markt kommt der überarbeitete Captiva im Frühjahr diesen Jahres.

Mit der Einführung des neuen rund 190 Kilowatt starken 3,0-l-V6-Benziners kommt Mitte 2011 im Captiva erstmals ein Direkteinspritzungssystem mit variabler Ventilsteuerung (VVT) zum Einsatz. Bei der Direkteinspritzung gelangt der Kraftstoff direkt in den Verbrennungsraum und ermöglicht so eine effizientere Verbrennung des Luft-Kraftstoffgemischs. Dabei wird weniger Kraftstoff pro erzeugtem PS als bei der herkömmlichen Saugrohreinspritzung benötigt. Beim neuen Modell hat die Umstellung auf Direkteinspritzung im Vergleich zu früheren Anwendungen bei GM zu einer Leistungssteigerung um 15 Prozent, einem um acht Prozent höheren Drehmoment und einer 25 prozentigen Reduktion der Kaltstartemissionen geführt. Eine Reihe von Merkmalen sorgt dafür, dass der 3,0-l-Motor mit VVT zu den modernsten Benzinmotoren von GM zählt, wie Chevrolet berichtet: Motorblock und Zylinderköpfe aus Aluminium, zwei oben liegende Nockenwellen mit vier Ventilen pro Zylinder, eine motorgetriebene Hochdruckkraftstoffpumpe, Mehrlocheinspritzdüsen, Aluminiumkolben und Kolbenhemden mit Polymerbeschichtung, eine elektronische Drosselklappensteuerung mit integrierter Geschwindigkeitsregelanlange, ein ausgeklügeltes Motorsteuermodul sowie eine hervorragende Geräusch- und Vibrationsdämmung. Zur Standardausstattung beim 3,0-l-V6-Aggregat mit Direkteinspritzung und VVT gehört das neue Sechsgang-Automatikgetriebe. Der Motor liefert rund 190 Kilowatt bei 6900 1/min und ein maximales Drehmoment von 288 Newtonmeter bei 5800 1/min. Mit diesem Motor erreicht der neugestaltete Wagen laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h und beschleunigt in 8,6 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Zur Beschleunigung von 80 auf 120 km/h benötigt er 8,1 Sekunden. Der Kraftstoffverbrauch liegt laut Hersteller im kombinierten Zyklus bei 10,7 Liter pro 100 Kilometer und der CO2-Ausstoß wird mit 252 Gramm pro Kilometer angegeben.

Das kleinere Vierzylinder-Aggregat hingegen mit 2,4 Liter Hubraum und doppelter oben liegender Nockenwelle leistet etwa 123 Kilowatt und hat ein maximales Drehmoment von 230 Newtonmeter bei 4600 1/min. Er verfügt dabei über ähnliche Features wie sein 3,0-l-Gefährte. Die 2,4-l-Variante ist mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet und profitiert von einer doppelten oben liegenden Nockenwelle, vier Ventilen pro Zylinder und variabler Ventilsteuerung (oder Nockenwellensteuerung). Zudem sind eine reduzierte Geräusch- und Vibrationsentwicklung durch optimierte Kolben, ein niedrigeres Gewicht dank Leichtmetall-Motorblock und -Zylinderköpfen sowie ein weiter entwickelten Anlasser, der die Startleistung bei kalten Temperaturen verbessert, zu nennen. Der 2,4-l-Motor mit VVT beschleunigt den frontgetriebenen SUV laut Hersteller in 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und in 15,5 Sekunden von 80 auf 120 km/h im fünften Gang. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 190 km/h, der Kraftstoffverbrauch liegt im kombinierten Zyklus bei 8,9 Liter/100 km und der CO2-Ausstoß bei 210 Gramm pro Kilometer.

Auch an den Turbodieselmotoren für den überarbeiteten SUV hat der Hersteller gearbeitet. Der neue 2,2-l-Selbstzünder ist als 120- und 135-Kilowatt-Variante erhältlich. Dieses Vierzylinderaggregat mit doppelter oben liegender Nockenwelle aus der neuesten Motorengeneration von Chevrolet verfügt über ein Common-Rail-Einspritzsystem und einen Turbolader mit verstellbarer Geometrie (VGT-Lader) mit Ladeluftkühler. Ein im Vergleich zu früheren Dieselgenerationen geringeres Verdichtungsverhältnis sorgt dafür, dass der Wagen mehr Leistung, aber weniger Emissionen als bisher entwickelt.

Beim 2,2-l-Turbodiesel wurden Luftdurchfluss und Verwirbelung durch neu gestaltete Zylinderköpfe optimiert, was das Motorklopfen reduziert. Gleichzeitig wird dadurch die Leistung erhöht, der Partikelausstoß verringert sich. Der Motor ist mit einem wartungsfreien Diesel-Partikelfilter ausgerüstet, der den Vorgaben der Euro-5-Schadstoffnorm entspricht. Das Common-Rail-Einspritzsystem verrichtet seinen Dienst bei einem Druck von 1800 bar. Der Druck sorgt für eine präzise Steuerung der Kraftstoffeinspritzung in den Verbrennungsraum. Die Laufkultur des Antriebs wurde durch weiter verfeinert, so dass jetzt noch weniger Motorgeräusche in den Innenraum dringen. Zu diesen Maßnahmen gehören der Einbau von Ausgleichswellen in die Ölpumpe, während ein Zweimassenschwungrad Getriebeklappern und niederfrequente Resonanzen verhindert. Durch einen steiferen Motorblock wurden die Geräusch- und Vibrationseigenschaften zudem weiter optimiert.

Die beiden Dieselaggregate weisen nahezu identische technische Daten auf und unterscheiden sich lediglich in ihrer Leistung und im maximalen Drehmoment. Die leistungsstärkere Version erzeugt etwa 135 Kilowatt bei 3800 1/min und ein maximales Drehmoment von 400 Newtonmeter bei 2000 1/min. Die zweite Version leistet rund 120 Kilowatt bei 3800 1/min, während das maximale Drehmoment 350 Newtonmeter bei ebenfalls 2000 1/min beträgt. Mit dem kleineren Motor und Schaltgetriebe erreicht das Fahrzeug laut Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 189 km/h und beschleunigt innerhalb von 9,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die größere Maschine ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in von 9,4 Sekunden. Für die Beschleunigung von 80 auf 120 km/h im fünften Gang werden 9,6 beziehungsweise 11,6 Sekunden benötigt. Beide Motoren verbrauchen im kombinierten Zyklus laut Hersteller 6,4 Liter Diesel/100 km. Auch die Emissionswerte sind mit 170 Gramm pro Kilometer identisch - jedoch beziehen sich die Leistungs- und Kraftstoffangaben auf die Version mit Frontantrieb und Schaltgetriebe.

Abgerundet werden die Antriebssysteme durch ein neues Sechsgang-Automatikgetriebe, das sich nicht nur im reinen Automatikmodus nutzen lässt, sondern mithilfe von Driver Shift Control (DSC) auch ein manuelles sequenzielles Schalten ohne Kupplungsbetätigung ermöglicht. Vom neuen Automatikgetriebe wurden zwei Versionen entwickelt: eine für Benzinmotoren und Allradantrieb und eine für Dieselmotoren, die jeweils auf die unterschiedlichen Drehmomentanforderungen der Motoren ausgerichtet sind. Einer der Vorteile des neuen Automatikgetriebes ist der gesunkene Platzbedarf, da die gesamte Antriebseinheit nun kürzer ist als bisher. Die Ingenieure nutzten den zusätzlichen Platz, um die Leistungsfähigkeit der Knautschzonen zu erhöhen, das Raumangebot im Innenraum auszubauen und die Motorhaube flacher zu gestalten. Das neue Automatikgetriebe hat ein breites Übersetzungsspektrum, um möglichst viel Leistung bei möglichst geringem Verbrauch zu produzieren. Während die Übersetzung im ersten Gang besonders groß ausgelegt ist, um den Wagen zügig in Bewegung zu setzen, senkt der sechste Gang die Motordrehzahl bei höheren Geschwindigkeiten ab und sorgt so für eine effiziente Kraftstoffverbrennung. Dies reduziert gleichzeitig die Geräuschentwicklung und Vibrationen im Innenraum.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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