02.03.2011

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Genf 2011: Ford-Studie B-Max mit integrierten B-Säulen

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Die neue Ford-Studie B-Max verfügt über ein Türkonzept mit Schiebetüren auf beiden Seiten. Ermöglicht wird dies durch integrierte B-Säulen. Diese seriennahe Studie soll eine erste Vorstellung von einem völlig neuen Fahrzeugformat gewähren, erklärt der Automobilhersteller. Der B-Max basiert auf der bereits 2009 vorgestellten Studie iosis Max und feiert auf dem diesjährigen 81. Internationalen Auto-Salon in Genf Weltpremiere.

Wie das Unternehmen erklärt, bietet der B-Max eine Vorschau auf einige der Neuheiten, die Ford für den europäischen Kleinwagenmarkt entwickelt hat. Ebenso wie der Ford Fiesta basiert auch die neue Studie auf der für den Weltmarkt konzipierten B-Segment-Architektur. Mit einer Außenlänge von kaum über vier Meter übertrifft der B-Max den fünftürigen Fiesta um elf Zentimeter, vom größeren neuen C-Max trennen ihn 32 Zentimeter. Zu den Schlüsselelementen der Studie zählt die Karosseriestruktur. Sie setzt komplett auf integrierte B-Säulen, die das Dach mit dem Fahrzeugboden verbinden. Dies bedeutet: Die Flanken der Studie - die bereits alle Voraussetzungen für eine spätere industrielle Fertigung erfüllt - lassen sich über die konventionell aufgehängten Vordertüren oder die hinteren Schiebetüren fast vollständig öffnen. Auf diese Weise entsteht ein komplett freier Zugang zum Innenraum, der sich über eine Breite von 1,5 Meter. Dies soll nicht nur den Ein- und Ausstieg erleichtern, sondern auch das Anschnallen von Kindern auf den Rücksitzen oder das Beladen nach dem Einkauf.

Die Vorteile des neuen Türkonzepts werden durch das flexible, einfach nutzbare Sitzsystem ergänzt, heißt es. So ergibt die asymmetrisch im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rückbank in Verbindung mit der umlegbaren Lehne des Beifahrersitzes eine durchgehend ebene Staufläche, die sich von der Seite aus bequem auch mit sperrigem Gut - wie beispielsweise einem Fahrrad - beladen lässt. Dabei kann der Innenraum Gegenstände mit einer Länge von bis zu 2,35 Meter aufnehmen. Im Vergleich zum Fiesta sitzen die Passagiere des B-Max um elf Zentimeter höher und kommen so in den Genuss einer verbesserten Rundumsicht. Zugleich verfügen die hinten Sitzenden über mehr Bein- und Kopffreiheit.

Die neue Studie vereint die Karosseriestruktur mit integrierten B-Säulen mit einem hohen Maß an passiver Sicherheit. Sie erfüllt alle Bedingungen für eine spätere Serienfertigung, berichtet das Unternehmen, und bietet auch bei einem Seitenaufprall einen Insassenschutz, der das Niveau konventioneller Fahrzeuge erreicht. Um die hierfür notwendige Karosserie-Robustheit zu garantieren, verstärkten die Ingenieure gezielt die Strukturen der vorderen und hinteren Türen. So kommen zum Beispiel in den entscheidenden Schlüsselbereichen ultrahochfeste Boron-Stähle zum Einsatz, die im Zusammenspiel mit den Türrahmen eine Art virtuelle B-Säule bilden und auf diese Weise die einwirkende Crash-Energie absorbieren. Zugleich sorgen spezielle Sicherheitstürverschlüsse und verstärkte Verriegelungsmechanismen dafür, dass die seitlichen Karosserieöffnungen auch bei einem Unfall sicher mit dem Dachbereich und den Seitenschwellern verbunden bleiben. Ergänzt werden diese strukturellen Eigenschaften von weiteren Modifikationen der Karosserie und Rückhaltesystemen.

Der B-Max wird von einer neu entwickelten, sparsamen und abgasarmen Variante der Eco-Boost-Motorenfamilie des Herstellers angetrieben. Dieser nahezu serienreife Ottomotor mit Direkteinspritzung, der im vergangenen Jahr auf der Peking Motor Show in der Studie Start Concept erstmals vorgestellt wurde, kombiniert drei Zylinder mit einem Gesamthubraum von einem Liter und automatischem Start-Stopp-System. Ebenso wie die aus den europäischen Modellen bereits bekannten Eco-Boost-Benzin-Motor mit 1,6 und 2,0 Liter vereint auch das 1,0-l-Aggregat Technologien wie Hochdruck-Direkteinspritzung mit Turboaufladung und doppelt variabel geregelten Nockenwellen. Dieser Dreizylinder soll schon in naher Zukunft als Nachfolger konventioneller Vierzylinder eingesetzt werden und in puncto Sparsamkeit und Abgasausstoß Fortschritte ermöglichen, teilt das Unternehmen mit.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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