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Das neue BMW 6er Coupé

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Kurz nach der Cabrioversion präsentiert Automobilhersteller BMW nun das neue 6er Coupé. Es ist die dritten Generation des Oberklasse-Fahrzeugs. Der 2+2-Sitzer-Sportwagen kommt mit zwei Motorvarianten auf den Markt: mit einem Achtzylinder und 300 Kilowatt Leistung und mit einem 235 Kilowatt starken Reihensechszylinder-Ottomotor. Neuentwickelt wurde das Fahrwerk. So gibt es das Coupé mit elektro-mechanischer Servolenkung sowie optionaler Integral-Aktivlenkung. Gegenüber dem Vorgängermodell hat das neue Coupé eine nochmals gesteigerte Fahrdynamik bei gleichzeitig spürbar optimierten Komforteigenschaften verliehen bekommen.

Die beiden Antriebseinheiten - der V8- und der Reihensechszylinder-Motor - sind mit BMW-Twin-Power-Turbo-Technologie einschließlich der Benzin-Direkteinspritzung High Precision Injection ausgestattet. Aus einem Hubraum von 4,4 Liter erzeugt der Achtzylinder-Antrieb im 650i Coupé eine Höchstleistung von 300 Kilowatt, die im Drehzahlbereich zwischen 5500 und 6400 1/min erreicht wird. Der Motor, dessen Turbolader im V-Raum zwischen den Zylinderbänken angeordnet sind, verfügt über früh einsetzende und lang anhaltende Schubkraft. Zwischen 1750 und 4500 1/min stellt er sein maximales Drehmoment von 600 Newtonmeter zur Verfügung. Die Leistungscharakteristik des V8-Motors ermöglicht dem Fahrzeug eine Beschleunigung von null auf 100 km/h in 4,9 Sekunden, gibt der Münchner Automobilhersteller an. Die Höchstgeschwindigkeit wird von der Motorelektronik auf 250 km/h limitiert. Die Effizienz des Topmodells soll sich in einem Durchschnittsverbrauch von 10,4 Liter je 100 Kilometer im EU-Testzyklus sowie in einem CO2-Wert von 243 Gramm pro Kilometer zeigen - laut Hersteller handelt es sich hierbei um vorläufige Werte.

Das neue 640i Coupé wird von einem Reihensechszylinder-Motor angetrieben, bei dem die BMW-Twin-Power-Turbo-Technologie neben der Direkteinspritzung auch die vollvariable Ventilsteuerung Valvetronic umfasst. Diese Kombination optimiere sowohl das Ansprechverhalten als auch die Effizienz des drei Liter großen Antriebs, der bei einer Drehzahl von 5800 1/min seine Höchstleistung von 235 Kilowatt erreicht und zwischen 1300 und 4500 1/min sein maximales Drehmoment von 450 Newtonmetern zur Verfügung stellt. Diese Fahrzeugvariante absolviert den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h in 5,4 Sekunden, seine Höchstgeschwindigkeit wird elektronisch auf 250 km/h limitiert, erklärt das Unternehmen. Der Durchschnittsverbrauch im EU-Testzyklus beträgt 7,7 Liter je 100 Kilometer, der CO2-Wert beläuft sich auf 179 Gramm pro Kilometer. Auch hierbei handelt es sich laut Hersteller um vorläufige Werte.

Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt sowohl bei beiden Modellen serienmäßig über eine Achtgang-Sport-Automatik. Sie soll das sportliche Fahrverhalten durch schnelle Gangwechsel fördern, guten Schaltkomfort bieten und darüber hinaus die Effizienz beider Varianten optimieren. Der Radsatzaufbau des Automatikgetriebes ermöglicht es, bei kompakter Bauweise und geringem Gewicht acht Fahrstufen mit einer entsprechend großen Spreizung zu realisieren, heißt es. Dadurch werde nicht nur das Spurtvermögen gesteigert, sondern auch das verbrauchsreduzierte Fahren bei niedrigen Drehzahlen unterstützt, heißt es. Zusätzlich trage die Achtgang-Sport-Automatik durch minimalen Wandlerschlupf und einen hohen inneren Wirkungsgrad zur effizienten Kraftübertragung bei.

Darüber hinaus trägt auch die Efficient-Dynamics-Technologie zur Verbrauchs- und Emissionsreduzierung bei. Zur Serienausstattung gehören unter anderem die Bremsenergie-Rückgewinnung, die elektromechanische Servolenkung (EPS), die bedarfsgerechte Steuerung von Nebenaggregaten, intelligenter Leichtbau und rollwiderstandsreduzierte Reifen. Das 640i Coupé ist zudem mit einer automatischen Luftklappensteuerung und einer Auto-Start-Stopp-Funktion ausgestattet. Beim Halt an Kreuzungen oder im Stau wird der Motor automatisch ausgeschaltet, um unnötigen Kraftstoffverbrauch in Leerlaufphasen zu verhindern. Sobald der Fahrer den Fuß vom Bremspedal nimmt, wird der Antrieb wieder gestartet. Bei Verwendung der Auto Hold Funktion erfolgt der Motorstart mit der Betätigung des Gaspedals.

Eine weitere Innovation ermöglicht auch während der Fahrt ökonomischen Umgang mit dem Kraftstoff. Mit der Taste der Fahrdynamik-Control kann der Fahrer im 640i Coupé den Eco-Pro-Modus aktivieren und dadurch zusätzliches Potenzial zur Effizienzsteigerung erschließen. Dieser Modus beeinflusst die Motorsteuerung, die Fahrpedalkennlinie und die Schaltcharakteristik des Automatikgetriebes. Dabei werde ein entspannter und zugleich verbrauchsoptimierter Fahrstil bei niedrigen Motordrehzahlen unterstützt. Zugleich sorgt eine gezielte Leistungssteuerung für elektrisch betriebene Funktionen wie Klimatisierung, Sitz- und Außenspiegelbeheizung für ein effizientes Energiemanagement im Fahrzeug. Spezifische Anzeigen im Instrumentenkombi und auf dem Control Display informieren über die Energieeffizienz zum aktuellen Zeitpunkt sowie in den vorangegangen Abschnitten einer Fahrt.

Das Fahrerlebnis wird von sportlichen Handlingeigenschaften geprägt, beschreibt der Münchner Automobilhersteller seinen neuen Wagen. Zugleich wird mit der Fahrwerkstechnik des Zweitürers ein hohes Maß an Fahrkomfort erzielt. Sowohl die Doppelquerlenker-Vorderachse als auch die Integral-Hinterachse sind größtenteils aus Aluminium gefertigt. Die Abstimmung des Fahrwerks orientiert sich an den Anforderungen sportlich-ambitionierter Fahrer, wobei die Dämpfer auch bei hohen Querbeschleunigungswerten sensibel auf Fahrbahnunebenheiten ansprechen. Optional werden für beide Modellvarianten die Dynamische Dämpfer Control sowie das System Adaptive Drive angeboten, das zusätzlich die aktive Wankstabilisierung Dynamic Drive umfasst. Die elektronisch geregelten Dämpfer passen sich adaptiv sowohl der Fahrbahnbeschaffenheit als auch dem Fahrstil an, um unerwünschte Fahrzeugbewegungen zu verhindern. Dabei wird ein innovatives Dämpfungssystem eingesetzt, bei dem die Verstellung der Zug- und der Druckstufe jeweils kontinuierlich und unabhängig voneinander erfolgt. Dadurch lassen sich eine straffe Fahrwerkauslegung und eine dennoch komfortable Reaktion auf Fahrbahnunebenheiten miteinander vereinbaren. Die Wankstabilisierung reduziert darüber hinaus unter anderem die Seitenneigung des Fahrzeugs in schnell durchfahrenen Kurven und bei plötzlichen Richtungswechseln.

Präzision, Komfort und Effizienz vereint die elektromechanische Servolenkung mit Servotronic-Funktion für eine geschwindigkeitsabhängige Lenkkraftunterstützung. Im Gegensatz zu herkömmlichen mechanisch-hydraulischen Systemen wird die Lenkunterstützung von einem Elektromotor realisiert, der immer nur dann aktiv wird und Energie beansprucht, wenn Lenkunterstützung erforderlich beziehungsweise vom Fahrer erwünscht ist. Darüber hinaus soll das Coupé das erste Fahrzeug seiner Klasse sein, das optional mit der Integral-Aktivlenkung ausgestattet werden kann. Sie verbindet die bereits für das Vorgängermodell angebotene Aktivlenkung für die Vorderräder mit einer lenkbaren Hinterachse. Dabei werden Lenkwinkel und Lenkunterstützung sowohl vorn als auch hinten mithilfe von Elektromotoren beeinflusst. Die präzise aufeinander abgestimmten Radeinschläge ermöglichen hohe Agilität in dynamischen Fahrsituationen. Auch auf kurvenreichen Passstraßen sowie im Stadtverkehr sorgt die Integral-Aktivlenkung für Wendigkeit. Die Hinterräder werden bei Geschwindigkeiten von bis zu 60 km/h entgegen dem Lenkwinkel der Vorderräder eingeschlagen. Dadurch verringert sich der Wendekreis ebenso wie der Lenkaufwand. Bei höherem Tempo erzeugt die Integral-Aktivlenkung komfortable und souveräne Reaktionen des Fahrzeugs bei Spurwechseln und in Kurven. Der Lenkeinschlag der Hinterräder erfolgt gleichsinnig zu den Bewegungen der Vorderräder. Dadurch folgt das Fahrzeug noch spontaner und präziser dem vorgegebenen Kurs.

Serienmäßig ist das Coupé mit Bi-Xenon-Scheinwerfern ausgestattet. Die Adaptiven LED-Scheinwerfer für das Abblend- und das Fernlicht verfügen über LED-Leuchtringe für das Stand- und das Tagfahrlicht, die im unteren Bereich abgeflacht sind und am oberen Rand von einer ebenfalls LED-gespeisten Akzentleuchte überlagert werden. Sie erzeugen sowohl das Abblend- als auch das Fernlicht aus beiden Leuchtringen. Als Lichtquellen dienen dabei horizontal im Zentrum der Leuchtringe platzierte LED-Stege. Die Adaptiven LED-Scheinwerfer sorgen nicht nur im übertragenen Sinne für einen geschärften Blick. Ihr hellweißes Licht bewirkt eine besonders intensive und harmonische Ausleuchtung der Fahrbahn. Farblich kommt es dem natürlichen Tageslicht erheblich näher, als dies mit herkömmlichen Halogen- oder Xenon-Scheinwerfern möglich ist. Dadurch erscheinen auch reflektierende Objekte deutlich kontrastreicher. Die Steuerung der Kurvenlichtfunktion erfolgt auch bei den Adaptiven LED-Scheinwerfern in Abhängigkeit von Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Gierrate. Die Schwenkrichtung der Scheinwerfer passt sich so automatisch dem Kurvenverlauf an. Mit einer speziellen ausgelagerten Lichtquelle im Scheinwerfergehäuse wird außerdem das Abbiegelicht erzeugt, das bei niedrigen Geschwindigkeiten für eine Ausleuchtung der Fahrbahn in der angesteuerten Richtung sorgt. Auch für die Fahrtrichtungsanzeiger wird LED-Technik eingesetzt. Sie bestehen aus jeweils acht unterhalb der Leuchtringe nebeneinander angeordneten LED-Einheiten. Mit den Adaptiven LED-Scheinwerfern wird neben der Wahrnehmung bei Dunkelheit auch die Signalwirkung der Beleuchtung signifikant optimiert.

Zur Optimierung des passiven Fußgängerschutzes ist das Coupé länderspezifisch mit einer aktiven Motorhaube ausgestattet. Ein pyrotechnischer Auslösemechanismus sorgt im Fall einer Kollision mit einem Fußgänger dafür, dass die Motorhaube vorn und hinten automatisch angehoben wird. Das Coupé verfügt über hoch belastbare Trägerstrukturen, präzise definierte Deformationszonen und eine extrem steife Sicherheitsfahrgastzelle. Dadurch wird bei allen Kollisionsarten ein Höchstmaß an Insassenschutz gewährleistet. Durch gezielte Weiterentwicklungen beim Materialeinsatz wurden sowohl die Festigkeit als auch das Gewicht der Karosserie optimiert. Die statische Torsionssteifigkeit liegt um rund 53 Prozent über dem beim Vorgängermodell erzielten Wert. Zur Gewichtsoptimierung sind Türen und Motorhaube ebenso wie die Federstützen der Vorderachse aus Aluminium, die vorderen Seitenwände aus Kunststoff und die Gepäckraumklappe aus Glasfaser-Verbundstoff gefertigt.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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