14.03.2011

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
BOOKMARK
RSS-Feed
NEWSLETTER

KIT: Synthese von Eisen-Kohlenstoff-Speichermaterialien

Am Institut für Nanotechnologie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) wurde nun ein neuer Ansatz für eine Synthese von Eisen-Kohlenstoff-Speichermaterialien entwickelt. Dieser betrifft zudem die Batteriearchitektur und verspricht Verbesserungen in der gespeicherten Energiemenge. Langfristig könnte dieser neue Ansatz die Reichweite von Elektroautos deutlich erhöhen.

Beim heutigen Stand der Technik ist die in einer Batterie gespeicherte Energiemenge um den Faktor 50 geringer als die Energie in einem gleich großen Benzintank: "Mit herkömmlichen Lithium-Ionen Batteriematerialien sind heute nur noch geringe Verbesserungen zu erwarten", erklärt Dr. Maximilian Fichtner der die Gruppe Energiespeicherung am Institut für Nanotechnologie des KIT leitet. Daher setzen Fichtner und sein Team auf neue Eisen-Kohlenstoff-Materialien, mit deren Hilfe sich deutlich mehr Energie auf kleinem Raum speichern lässt. Das Problem: Die bisher beschriebenen Materialien sind nicht zyklenstabil und die Speicherkapazität sinkt schnell ab, wenn die Batterie mehrmals be- und entladen wird, erläutert das KIT.

So wurde am Institut für Nanotechnologie der neue Ansatz für eine Synthese von Eisen-Kohlenstoff-Speichermaterialien entwickelt. Bei dem zum Patent eingereichten Verfahren werden unterschiedliche Ausgangsmaterialien mit einem Lithiumsalz vermischt und dann gemeinsam erwärmt, erklärt das KIT. Dabei bilde sich eine komplett neue Nanostruktur aus, die zusätzlich von Kohlenstoffdrähten, die ebenfalls entstehen, durchzogen sei. Dadurch entstehen nanoskalige Speichereinheiten und Leiterbahnen quasi in einem Schritt, so das KIT.

Die spezifische Kapazität des neuen Materials, also die Fähigkeit, Energie zu speichern, liege heute schon beim Doppelten der derzeitigen Batterien. "Dies ist weltweit das erste Beispiel für ein stabiles Konversionsmaterial, mit dessen Hilfe sich deutlich mehr Elektronen und Lithium auf kleinem Raum packen lassen als bei herkömmlichen Verfahren", betont Fichtner. "Die Herstellung ist einfach und kostengünstig und die hohe Kapazität der Eisen-Kohlenstoffelektrode bleibt sehr lange erhalten. Das ist ein enormer Fortschritt gegenüber den bisherigen Materialien. Gelingt es uns, das Potenzial dieses neuen Materials voll auszuschöpfen, können wir die Speicherdichte von Lithium-Ionen-Batterien um den Faktor Fünf verbessern."
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): Katrin Pudenz
   mehr Beiträge vom 14.03.2011:
» Nachrichten:

» Fachartikel:

start
DOSSIERS ZUM THEMA
Chemie in Lithium-Ionen-Akkumulatoren
Chemie in Lithium-Ionen-Akkumulatoren 07.06.2011 - Lithium-Ionen-Akkumulatoren werden derzeit in Deutschland sehr anwendungsnah erforscht und entwickelt. Es gilt, die Energiespeicher leistungsfähiger, sicherer und deutlich kostengünstiger zu konstruieren. Das hängt in erster Linie von den verbesserten Batteriechemien... » mehr
start
FACHARTIKEL ZUM THEMA
Die Tastenden
Die Tastenden 29.06.2010 - Energieunternehmen könnten auf dem Markt der Elektromobilität eine überragende Rolle spielen. Allerdings weiß noch keiner der Konzerne und Kommunalversorger so richtig, wann und wie sich ihre Investitionen rechnen werden. Und wer kooperiert schon gerne mit Konkurrenten? » mehr
 
start
INTERVIEWS ZUM THEMA
"Engpass ist der Elektrolyt"
"Engpass ist der Elektrolyt" 07.06.2011 - Die Materialkonzepte und Rezepturen für Lithium-basierte Akkumulatoren sorgen für eine neue, tiefgreifendere Diskussion und Bewertung von elektrischen Energiespeichern. Um zu verstehen, welche Parameter hier künftig gelten, müssen Physiker und Autobauer in die... » mehr
IAA 2009: "Autos, die man heute kaufen kann" (20.09.2009)

start
NACHRICHTEN ZUM THEMA
Wasserstoff-Feststoffspeicher auf Basis von Borhydriden
Wasserstoff-Feststoffspeicher auf Basis von Borhydriden 21.05.2012 - Die Europäische Technologieinitiative "Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking" (FCH JU) finanziert mit rund 2,3 Millionen Euro die Entwicklung neuer Wasserstoff-Feststoffspeicher auf Basis von Borhydriden. Diese Verbindungen nehmen besonders viel Wasserstoff auf,... » mehr
Batterieforschung: ZSW entwickelt neue Aktivmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien (14.05.2012)

Batterieforschung: Audi eröffnet Projekthaus Hochvolt-Batterie (10.05.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
FIRMEN ZUM THEMA
Sandvik Materials Technology Deutschland GmbH
Sandvik Materials Technology Deutschland GmbH
D 40549 Düsseldorf

Graphite Materials GmbH
(D 90513 Zirndorf)

 
start
PREMIUM PARTNER
start
LOGIN FACHARTIKEL-ARCHIV
 
start
NEUES THEMENDOSSIER ONLINE
Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft

ThemendossierMit den Online-Themendossiers für automobile Ingenieure greift ATZonline Titelstrecken der Fachmagazine der ATZ-Familie auf und erweitert sie um aktuelle Nachrichten, Fachbeiträge und Interviews aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung beim Hersteller & Zulieferer zum Thema Auto und Technik.

Aktuell: Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft
start
LESEPROBE KOSTENLOS ONLINE BLÄTTERN

Lesen Sie hochaktuelle Beiträge zu den Themen Auto & Technik auf technisch wissenschaftlichem Niveau aus Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Produktion der Automobilindustrie.

» ATZ: Seit 1898 in der Automobilindustrie die Zeitschrift für Auto & Technik

» MTZ: In der Auto-Motor-Entwicklung die Zeitschrift für Ingenieure

» ATZelektronik: Die Auto-Zeitschrift für Elektronik & Elektrotechnik

» ATZproduktion: Die Technik-Zeitschrift für die Automobilindustrie-Produktion
start
NEWSLETTER
Mit dem Newsletter erhalten Sie zwei Mal in der Woche aktuelle News, Berichte, Events und Interviews aus der Automobiltechnik und Automobilentwicklung. Natürlich kostenlos!

Exklusiv für Newsletter-Abonnenten:
regelmäßig kostenlose Fachartikel

  
start
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE
Das Wissen der Experten:
Qualitätsgeprüft. 25.000 Stichwörter. Kostenlos.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen
start
KOOPERATIONEN
eCarTecElektro-Mobil Kongress
 
RSS Home Springer Automotive Media Mediadaten AGB/Datenschutz Impressum Kontakt

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012