22.03.2011

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BMW und Sixt gründen Car-Sharing-Joint-Venture

Die BMW Group und die Sixt AG planen unter der Marke Drive Now ein Car-Sharing-Angebot. Dieses soll von April 2011 zunächst in München und später auch in Berlin angeboten werden. Das teilen die beiden Unternehmen mit. Es soll ein modernes Mobilitätskonzept sein, das Qualität bei Fahrzeugen und Service mit einer einfachen und flexiblen Nutzung verknüpft.

Sixt und BMW beabsichtigen, ihre Car-Sharing-Aktivitäten in dem Joint-Venture Drive Now zu bündeln, an dem beide Unternehmen zu jeweils 50 Prozent beteiligt sein werden. Der Automobilhersteller bringt vor allem die Premiumfahrzeuge und die Technologien im Auto ein. Das Autovermietungsunternehmen stellt Premium-Services, Vermiet-Know-how, IT-Systeme sowie ein flächendeckendes Stationsnetzwerk zur Registrierung der Kunden zur Verfügung. BMW will Drive Now unter der neuen Submarke BMW i anbieten. Denn die neue Submarke des Herstellers stehe auch für innovative Mobilitätsdienstleistungen, heißt es.

Ian Robertson, Mitglied des BMW-Vorstands für Vertrieb und Marketing erklärt: "Die BMW Group ist als Anbieter von Mobilität nicht nur Automobilhersteller. Es besteht ein zunehmender Bedarf an flexiblen Mobilitätsangeboten im urbanen Umfeld." Auch leiste Car-Sharing einen Beitrag zur Reduzierung des Parksuchverkehrs und ersetze wenig genutzte, alte, ineffiziente Fahrzeuge. Detlev Pätsch, Vorstand Operations bei Sixt erläutert: "Sixt hat Mitte 2008 in Berlin den Sixti Car Club gestartet und ist damit Pionier eines innovativen Car-Sharing. Dieses Konzept haben wir gemeinsam mit BMW zu Drive Now weiterentwickelt."

Drive Now ist laut Unternehmen das erste Car-Sharing-Konzept, das konsequent auf Premiumfahrzeuge sowie umfassenden Service setzt. Die Fahrzeuge sollen sich spontan überall dort anmieten und abstellen lassen, wo Kunden sie benötigen. Und so soll es funktionieren: Das Car-Sharing ist im Prinzip stationsunabhängig. Feste Annahme- und Rückgabestationen werden nicht benötigt. Kunden werden verfügbare Fahrzeuge im Internet unter www.drive-now.com, über eine Smartphone App oder einfach auf der Straße finden. Die Fahrzeuge können entweder sofort ohne Reservierung genutzt oder über Internet oder Smartphone App gebucht werden. Das System ist "keyless". Das bedeutet, dass herkömmlicher Fahrzeugschlüssel nicht mehr benötigt wird. Die Fahrzeuge werden mit einem Chip auf dem Führerschein – den der Kunde bei der Erstregistrierung bekommt - einfach geöffnet und verschlossen und per Startknopf gestartet. Nach der Anmeldung zum Car-Sharing-Angebot unter www.drive-now.com ist einmalig eine Registrierung an einer Station der Autovermietung zur Überprüfung des Führerscheins und Aufbringung des Chips auf den Führerschein erforderlich. Die Registrierung ist auch an ausgewählten Sixt-Stationen in BMW- oder Mini-Niederlassungen möglich.

Das Anlaufen des neuen Angebotes ist vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe durch die zuständigen Behörden von April 2011 zunächst in München und danach in Berlin geplant. In den kommenden Jahren sollen weitere europäische Metropolen erschlossen werden. Langfristig ist geplant, Drive Now auch auf anderen Kontinenten einzuführen. Bis zum Jahr 2020 soll das Angebot weltweit eine Million Mitglieder haben, heißt es.
In München startet das Car-Sharing mit rund 300 BMW 1er und Mini Modellen. Damit ist eine Fahrzeugabdeckung innerhalb des Innenstadtbereichs des Mittleren Rings sichergestellt, so dass die Kunden im Durchschnitt höchstens 500 Meter zum nächsten verfügbaren Fahrzeug laufen müssen, erklären die Unternehmen. In Berlin ist der Start mit rund 500 Fahrzeugen geplant. Darüber hinaus sollen zukünftig auch Elektrofahrzeuge zum Einsatz kommen. Abhängig von der Nachfrage können später auch andere Modelle flexibel in die Car-Sharing-Flotte aufgenommen werden.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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