22.03.2011

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Mehr Produktsicherheit durch die Entwicklung neuer Virtual-Reality-Technologien

Der Einsatz neuer Virtual-Reality-Technologien für die Entwicklung und den Test neuer Produkte macht diese sicherer und zuverlässiger. Das sieht auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) so und verlängerte das auf diesem Gebiet arbeitende, bundesweite Forschungsprojekt namens Vierfores (Virtuelle und Erweiterte Realität für höchste Sicherheit und Zuverlässigkeit eingebetteter Systeme) um nahezu drei Jahre. Das teilt das beim Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF mit. Das Projekt gehört zu den Pilotprojekten im Programm Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern des BMBF. Die Führung des Forschungskonsortiums liegt beim Fraunhofer IFF in Magdeburg. Ursprünglich war der Förderzeitraum des Projektes Vierfores von 1. Juli 2008 bis 31. Dezember 2010 bemessen. Die Bilanz der bisherigen Forschungsarbeiten in Vierfores ist ausgesprochen positiv, erklärt das Fraunhofer IFF. Das BMBF entschied darum, die Arbeit der beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen mit weiteren Mitteln in Höhe von insgesamt 5,8 Millionen Euro zu fördern. Das Konsortium, bestehend aus dem Fraunhofer IFF, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Technischen Universität und dem Fraunhofer IESE in Kaiserslautern, soll so bis zum 30. September 2013 seine Arbeit fortsetzen können.

Das gemeinsame Ziel des Forschungskonsortiums ist es, mit neuen Entwicklungskonzepten die Sicherheit und Zuverlässigkeit von technischen Geräten und ganzen Prozessen, Maschinen, Anlagen nachhaltig zu verbessern, erklärt das Fraunhofer IFF. Die Ingenieure konzentrieren sich dabei vor allem auf die Simulation und den Test des Kerns heutiger Produkte - der eingebetteten Systeme wie Steuerungssoftware und Mikroprozessoren. Dafür nutzen sie die Technologien der "Virtuellen und Erweiterten Realität". Im Gegensatz zur ersten Förderstufe sind erstmals auch Unternehmen aus der Region in das Projekt involviert. Sie übernehmen die Forschungsergebnisse aus Vierfores und übertragen sie im Rahmen ihrer eigenen Produktentwicklung direkt in die Praxis.

Professor Dr.-Ing. Michael Schenk, Leiter des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg und Projekt-Sprecher, freut sich über die Fortsetzung des Projekts und unterstreicht seine Bedeutung: "VR-Technologien sind heute ein unverzichtbarer Bestandteil im gesamten Lebenszyklus von technischen Produkten, Maschinen und Anlagen. Mit den in Vierfores vorangetriebenen Entwicklungen können wir ihre Wirksamkeit jedoch noch um ein Vielfaches erhöhen. Wenn wir auch die Reaktionen der Steuerungskomponenten der Produkte auf unterschiedliche Belastungen, Störungen oder ähnliches bereits im Vorfeld virtuell simulieren und testen können, verbessern wir ihre Sicherheit und Langlebigkeit deutlich. Das hat positive Auswirkungen für die Hersteller und natürlich für die Verbraucher."

Mit der anwendungsorientierten Entwicklung und Verknüpfung neuer Methoden und Techniken des Digital Engineerings betreten die Wissenschaftler regelmäßig Neuland. Die Anwendungsfelder sind entsprechend breit und liegen unter anderem in der Fahrzeugproduktion, der Medizintechnik oder der Entwicklung von Leitständen für neue Energiesysteme. So können mithilfe der hier entwickelten Technologien beispielsweise erstmals kritische Systemzustände von Elektrobatterien im Labor realistisch simuliert und getestet werden. Auf diesem Weg lässt sich die Sicherheit und Zuverlässigkeit etwa von Elektrofahrzeugen nachhaltig verbessern.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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