28.03.2011

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Johnson Controls: Neuartiges, flexibles Rücksitz-System für Pick-ups

33 Prozent weniger Platz beansprucht der neuartige Rücksitz für Pick-ups beim Zusammenklappen. Slim Stow Seat hat Zulieferer Johnson Controls Automotive Experience dieses Sitzsystem genannt. Zusätzlich zum geringeren Platzbedarf soll es ebenfalls die Rundumsicht des Fahrers verbessern. Den Ingenieuren des Zulieferers gelang es darüber hinaus, den Sitzkomfort sowie das Gewicht gegenüber aktuell eingesetzten Klappsitzen zu optimieren, heißt es.

Die Sitzfläche des Klappsitzes besteht aus zwei Bauteilen. Das obere Teil, eine Rohrrahmen-Konstruktion, trägt die Isofix-Aufnahmen und ausgeprägte Seitenwangen. Das untere Bauteil, ein stabiler Ausleger zur Aufnahme auch hoher Lasten, trägt das eigentliche Sitzpolster, das aufgrund des neuartigen Layouts in den relevanten Bereichen mit 50 Prozent mehr Schaum versehen ist als gewohnt, erklärt das Unternehmen.

Dass sich der neue Sitz trotz ausgeprägter Seitenwangen und üppiger Polsterung Platz sparend falten lässt, ermöglicht eine neuartige Kinematik, erklärt der Zulieferer. Wird der Sitz aus der Komfort- in die Cargo-Position geklappt, weil Stauraum benötigt wird, sollen drei parallele Vorgänge ablaufen: Zunächst fügen sich die in die Vertikale schwenkenden Unterseiten der Sitzflächen zu einer glatten, ästhetischen Einheit ohne störende Fugen und nehmen die Position mit dem geringsten Platzbedarf ein. Beim zweiten Vorgang drückt ein federbelasteter Mechanismus den Mittelteil der ebenfalls zweigeteilten Rückenlehnenkonstruktion nach vorn, wenn die Rückseite der Lehne beim Zusammenklappen gegen die hintere Kabinenwand gedrückt wird. Rückenlehne und Seitenwangen nehmen dadurch eine ebene Kontur an, die das Platz sparende Klappen erleichtert. Drittens senkt die Kinematik des Hauptscharniers die Rückenlehne beim Einklappen des Sitzes um etwa 100 Millimeter ab, erläutert das Unternehmen die drei Schritte. Beim Blick nach hinten sei nun keine störende Kopfstütze mehr im Weg, der Fahrer sehe nahezu ungehindert, was sich hinter und schräg hinter seinem Auto befindet. Die einhändige Betätigung des Sitzsystems soll intuitiv und ergonomisch günstig mit geringem Kraftaufwand ablaufen. Es sei zudem möglich, die Konfiguration der Sitze bei geöffneter Tür außerhalb des Fahrzeugs stehend vorzunehmen.

Zudem hätten sich, so gibt es der Zulieferer an, aufgrund eines um 30 Prozent verringerten Materialeinsatzes, signifikante Gewichtsvorteile ergeben. Näher benannt wurden diese jedoch nicht.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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