08.04.2011

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ZF: Leistungselektronik direkt am Hybridgetriebe unterbringen

An einer integrierten Lösung für Hybrid-Komponenten arbeitet ZF Friedrichshafen gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung. Ziel ist, die komplette Leistungselektronik direkt am Getriebe unterzubringen, erklärt der deutsche Zulieferer. Dadurch würden zukünftig Produktion und Wartung von Hybrid-Pkw vereinfacht.

Die bauraumneutrale Integration der elektrischen Maschine bei Parallel-Hybridgetrieben gibt es bereits bei ZF. So ersetzt das Hybridmodul mit allen Vollhybridfunktionen wie elektrischem Fahren und Rekuperieren der Bremsenergie den konventionellen Drehmomentwandler. Dieses Hybridgetriebe lässt sich ohne baulichen Mehraufwand in den Antriebsstrang aktueller Pkw-Modellplattformen integrieren. Die Leistungselektronik als zentrale Verbindungs- und Steuerungseinheit zwischen elektrischer Maschine und Energiespeicher ist bislang allerdings je nach Hersteller an unterschiedlichen Orten im Fahrzeug untergebracht, erklärt der Zulieferer. Um eine integrierte Lösung zu entwickeln, haben ZF und BMW das Forschungsprojekt "Elektrokomponenten für Aktivgetriebe" (EfA) ins Leben gerufen. Auf Basis eines Achtgangang-Vollhybridgetriebes von ZF entwickeln die Projektpartner Infineon, Kemet und Liebherr eine Leistungselektronik-Einheit, die bauraumneutral am Getriebe untergebracht werden kann. Voraussetzung hierfür ist eine Verkleinerung aller Komponenten und aufgrund der hohen Getriebetemperaturen ein modifiziertes Kühlkonzept. Die Technische Universität Chemnitz erbringt den Lebensdauernachweis für die Neuentwicklung.

Der direkte Anbau der Leistungselektronik an das Getriebe hat laut Zulieferer mehrere Vorteile: So reduziere die räumliche Nähe zur elektrischen Maschine einerseits die Systemschnittstellen und den Verkabelungsaufwand. Andererseits bestehe für das Unternehmen die Möglichkeit zur hersteller- und plattformübergreifenden Vormontage der Leistungselektronik. Die Fahrzeughersteller können das Hybridgetriebe dann modellunabhängig verbauen - die Leistungselektronik ist immer gleich mit an Bord, betont das Unternehmen. Da die neu entwickelte Leistungselektronik-Einheit blind von unten an das Getriebe steckbar sei, steige gleichzeitig die Servicefreundlichkeit.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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