14.04.2011

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Neues Thüringer Innovationszentrum Mobilität an der TU Ilmenau

Zur Förderung nachhaltiger Mobilität wurde kürzlich das Thüringer Innovationszentrum Mobilität (ThIMo) gegründet. Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Ilmenau entwickeln dort künftig in Zusammenarbeit mit der Industrie Technologien, die zu umwelt- und ressourcenschonender, schadstoffarmer und effizienter Mobilität führen sollen. Mit 22,5 Millionen Euro für den Zeitraum 2010 bis 2015 ist dies das größte Forschungsprojekt, das die Technische Universität bis dahin in ihrer Geschichte durchgeführt haben wird. Das berichtet nun die TU Ilmenau.

Das Projekt wurde durch das Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen sowie mit Eigenanteilen der TU Ilmenau ermöglicht. Das Thüringer Innovationszentrum Mobilität soll Trends nachhaltiger Mobilität aufspüren und den Strukturwandel der Automobilbranche forcieren. Um die Interessen der Industrie exakt zu kennen, wurden bereits im Vorfeld bei über 30 Thüringer Unternehmen Befragungen durchgeführt.

Da das Thüringer Innovationszentrum Mobilität Kapazitäten auf wichtigen Zukunftsfeldern Thüringens bündelt, ist es nach Meinung von Professor Klaus Augsburg, ThIMo-Sprecher und Prorektor für Wissenschaft der TU Ilmernau, bedeutsam: "Die Optimierung konventioneller und elektrischer Antriebstechnologien, deren Effizienzsteigerung sowie die Verringerung von Umweltschädigungen sind Themen, die die Innovationsfähigkeit der Industrie sichern helfen und Innovationen voran bringen. Die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Wissenschaft kann dabei in der gesamten Innovationskette, also von der Grundlagenforschung bis hin zu Dienstleistungen, erfolgen."

Die für eine nachhaltige Mobilität notwendigen Neuerungen, an denen die TU Ilmenau forschen wird, betreffen die vier Bereiche Elektromobilität, Optimierung von Verbrennungsmotoren, Powertrain (Technologien und Baugruppen für den Fahrzeug-Antriebsstrang) und Leichtbau. Die Forschung erfordert die wissenschaftliche Zusammenarbeiten über Disziplingrenzen hinweg. So werden an der TU Ilmenau über 30 Professoren und ihre jeweiligen Forschergruppen in das Projekt eingebunden sein, heißt es. Hinzu kommen weitere Mitarbeiter über Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Investitionen in Labor- und Bürogebäude, in wissenschaftliche Geräte und Sachkosten seien bereits geplant.

Im Forschungsfeld der Elektromobilität soll an der Elektrochemischen Energiespeicherung, Leistungselektronik und Mechatronik, Bordnetze sowie am intelligenten, energieoptimierten Elektrofahrzeug geforscht werden. Im Bereich Optimierung von Verbrennungsmotoren sollen sich die Wissenschaftler mit energieeffizienten Verbrennungsmotoren, mit dem feinstaubarmen Fahrzeug, mit High-Performance-Sensorik sowie mit Abgasnachbehandlungssystemen beschäftigen. Der Forschungsbereich Powertrain soll die Themen virtuelle Straße - authentische Mess- und Simulationsumgebung, Fahrzeugtelematik und -sensorik, Antriebsstrangkonfiguration und -regelung sowie Fahrerassistenzsysteme erforschen und im Feld Leichtbau soll es sich um Serienherstellungsverfahren, faserverstärkte Kunststoffe, Insert Spritzgießen von Organoblechen, Hybridbauteile und Integration sowie intelligente Kunststoffbauteile drehen.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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