15.04.2011

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Anzeigen- und Bedienelemente für minimale Ablenkung

Mit dem ICP(Information, Convenience, Protection)-Vehicle präsentiert Zulieferer Delphi seine Vision für das Cockpit der Zukunft. Das Konzeptfahrzeug bietet nicht nur neuartige Bedienelemente, sondern auch übersichtliche Displays im Kern-Sichtfeld des Fahrers. Diese Zone von etwa 20 Grad rechts und links der zentralen Sichtachse soll die Voraussetzung für eine intuitive Wahrnehmung von Informationen bei minimaler Ablenkung vom Verkehrsgeschehen bietet. Der Fahrer könne in dieser Umgebung besser als bisher komplexe Informationen wahrnehmen und verarbeiten, erklärt der Zulieferer. Bereits in den kommenden zwei Jahren plant Delphi den Serieneinsatz dieser Mensch-Maschine-Schnittstelle.

Das Unternehmen hat konfigurierbare Displays entwickelt, die auf einem standardisierten Bildschirm variable Grafiken ermöglichen. Damit richten bereits Automobilhersteller ihre Fahrzeuge - durch Softwaremodifikationen - gezielt an den verschiedenen Kundenbedürfnissen aus, heißt es. In absehbarer Zukunft werden sogar die Fahrer selbst ihre Informationsumgebung nach ihren Wünschen gestalten können - zumindest in Teilbereichen, erklärt das Unternehmen. Es sei sogar vorstellbar, dass mithilfe eines Gesichtserkennungssystem dem Fahrer eine zuvor von ihm personalisierte Anzeigenumgebung automatisch auf die Displays eingespielt wird.

Die zunehmende Flexibilisierung der Anzeigeinstrumente betreffe auch die Touchscreen-Schnittstellen. Mit Sensoren kann man die Absichten den Benutzer frühzeitig erkennen und ihm das passende Bedienmenü automatisch zur Verfügung stellen, so der Zulieferer. Diese Flexibilisierung werde sich bis hin zu den Head-up-Displays durchgängig weiter entwickeln. Im ICP-Vehicle des Zulieferers werden beispielsweise große Richtungsanzeigen für eine übersichtliche Navigation sowie wichtige Warnhinweise - in Farbe - eingeblendet. Sobald die Head-up-Technik durch Weiterentwicklungen und Skaleneffekte günstiger werde, dürfte sie auch in preisgünstigeren Fahrzeugsegmenten Eingang finden, so der Zulieferer. Eine Kostensenkungsmöglichkeit bestehe darin, die Informationen auf eine Kunststoff-Scheibe vor der eigentlichen Windschutzscheibe zu projizieren.

Weitere Flexibilität ermöglicht die so genannte Dual-View-Technik des Unternehmens: Durch eine spezielle Folie auf dem Bildschirm sind durch den unterschiedlichen Blickwinkel von Fahrer und Beifahrer verschiedene Bildschirminhalte auf einer Fläche möglich. So könne beispielsweise der Fahrer Navigationsempfehlungen ablesen, während der Beifahrer E-Mails checkt, im Internet surft oder ein Film anschaut - alles auf dem gleichen Bildschirm.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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