20.04.2011

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Audi präsentiert die Technikstudie A3 E-tron Concept

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Der A3 E-tron Concept ist eine neue Technikstudie aus dem Hause Audi. Präsentiert wird sie derzeit auf der Auto Shanghai 2011. Konzipiert ist die viersitzige Stufenhecklimousine als Plug-in-Hybrid, angetrieben von zwei Motoren. Einerseits von einem 155 Kilowatt starken 1.4 TFSI-Vierzylinder-Ottomotor mit Turboaufladung und Benzindirekteinspritzung sowie andererseits von einem Elektro-Aggregat mit 20 Kilowatt Leistung. Die Gesamtleistung des Systems beträgt 175 Kilowatt, gibt der Automobilhersteller aus Ingolstadt an. Das Zusammenspiel beider Motoren soll das Konzeptfahrzeug in 6,8 Sekunden auf 100 km/h und weiter bis auf 231 km/h beschleunigen. Der Verbrauch beträgt im Mittel 2,2 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer benennt das Unternehmen Zahlen. Eine geregelte Ölpumpe, Thermomanagement, ein Start-Stopp- und ein Rekuperationssystem - Technologien aus dem Modularen Effizienzbaukasten der Marke - sollen zur Effizienz der Studie beitragen.

Als Herzstück der Technikstudie werden die Lithium-Ionen-Akkus hinter den Rücksitzen bezeichnet. Im rein elektrischen Betrieb sind mit einer Ladekapazität von zwölf Kilowattstunden Reichweiten von 54 Kilometer möglich, wie es heißt. Geladen werden die Batterien während der Fahrt durch das serienmäßige Rekuperationssystem oder im Stillstand direkt an der Steckdose.

Als Getriebe dient dem kompakten Plug-in-Hybrid eine kompakte Siebengang-S-tronic. Sie ist aus zwei Teilgetrieben aufgebaut, die von zwei Kupplungen bedient werden. Der Schaltvorgang erfolgt durch den Wechsel der Kupplungen. Der Fahrer kann das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in einem automatischen und einem manuellen Modus betreiben. Hier wechselt er die Gänge mit den Wippen am Lenkrad. Zur Wahl der Fahrstufen R, N und D dienen Tipptasten neben der Handauflage auf der Konsole des Mitteltunnels, die bei Dunkelheit rot durchleuchtet werden. Beim Betätigen der elektrischen Parkbremse wird automatisch die Fahrstufe P eingelegt. Die Launch Control organisiert den Spurt aus dem Stand heraus - mit Turbo-Kraft und minimalem Reifenschlupf.

Das Fahrwerk des Konzeptfahrzeugs, abgeleitet vom aktuellen RS 3 Sportback, ist der Kraft des Antriebs jederzeit gewachsen. Der Viersitzer meistert Kurven aller Art schnell und stabil. Bis in den Grenzbereich hinein bleibt sein Eigenlenkverhalten nahezu neutral, erklärt das Unternehmen. Die Vorderradaufhängung - eine McPherson-Konstruktion mit separatem Achsträger - weist 1572 Millimeter Spurweite auf. Ihre Komponenten sind in weiten Bereichen aus Aluminium gefertigt. Die Zahnstangenlenkung arbeitet effizient, weil ihr elektromechanischer Antrieb bei Geradeausfahrt keinerlei Energie benötigt. Die Vierlenker-Hinterachse mit 1542 Millimeter Spurweite ist ebenfalls an einem Hilfsrahmen befestigt. Mit Lenkern aus hochfestem Stahl kann sie die Längs- und Seitenkräfte getrennt aufnehmen. Die Stoßdämpfer und die Schraubenfedern sind voneinander getrennt montiert. Über das Fahrdynamiksystem Audi Drive Select kann die Kennlinien des Motors, der Servolenkung und des Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes in fünf Kennfeldern umgeschaltet werden. Sie heißen Comfort, Auto, Dynamic, Individual und Efficiency - letztgenannter Modus ist auf Ökonomie ausgelegt.

Der A3 E-tron Concept ist eine viersitzige Stufenhecklimousine. Das Fahrzeug ist 4,44 Meter lang, 1,84 Meter breit sowie 1,39 Meter hoch. Als klassische Stufenhecklimousine bringt die Studie einen großen Kofferraum von 410 Liter Volumen sowie eine niedrige Ladekante mit. Moderne Komponenten, Konstruktionsmethoden und Verbindungstechniken halten das Gewicht der Karosserie niedrig. Ein Beispiel dafür sind die tailored blanks, Bleche von unterschiedlicher Stärke, im Bodenbereich. Die Türen, die Motorhaube und die Heckklappe bestehen aus Aluminium. Mit ihrer hohen Steifigkeit legt die Karosserie die Basis für das präzise Handling, den Schwingungskomfort und das geringe Gewicht der Limousine - denn die Technikstudie bringt 1720 Kilogramm auf die Waage.

Der Innenraum des Showcars wurde großzügig geschnitten. Der lange Radstand von 2,63 Meter gewährt den Fondpassagieren auf den beiden Einzelsitzen Kniefreiheit. Auch das Cockpit wirkt leicht und luftig. Hinter dem kompakten, unten abgeflachten Dreispeichen-Multifunktionslenkrad liegt ein neuartiges Anzeigekonzept. Es macht die einzelnen Fahrzustände des Hybridantriebs transparent und erlebbar. Statt des Drehzahlmessers liegt das so genannte Powermeter im Kombiinstrument, seine Nadel zeigt die Gesamtleistung des Systems auf einer Skala von null bis 100 in Prozent an. Eine zweite Skala ist in farbige Segmente aufgeteilt - ihre grünen und orangefarbenen Abschnitte machen auf den ersten Blick deutlich, wie die Studie gerade unterwegs ist - eher elektrisch oder verbrennungsmotorisch. Ein Zusatzinstrument visualisiert den Ladezustand der Batterie.

Zwischen den großen Runduhren befindet sich das acht Zoll große Display des Fahrerinformationssystems (FIS). Das Display und der große Monitor des Multi-Media-Interface(MMI)-Systems zeigen die Betriebszustände und Kraftflüsse im Hybridsystem in eleganten, dreidimensional wirkenden Grafiken. Der MMI-Bildschirm zeigt zudem eine differenzierte Verbrauchs- und Rekuperationsstatistik in leicht verständlicher Balken-Darstellung.

Auf der Konsole des Mitteltunnels liegt das Bedienfeld des Multimediasystems MMI. Die Oberfläche seines großen Dreh-/Drück-Stellers integriert ein weiteres Novum: das Touchpad; das MMI touch. Diese neue Lösung macht die Bedienung noch intuitiver. Audi plant bald mit ihr in Serie zu gehen, wie es heißt. Der MMI-Monitor fährt elektrisch nach oben aus der Instrumententafel aus. Im Infotainmentsystem des A3 E-tron Concept stellt ein Universal-Mobile-Telecommunications-System(UMTS)-Modul den vollen Zugang zum Internet her und bringt die Services der Suchmaschine Google ins Auto. Mithilfe des W-Lan-Hotspots können die Passagiere nach Belieben surfen und mailen. Auf der Rückseite der Vordersitzlehnen sind Halterungen für iPads angebracht.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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