20.04.2011

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Projekt zur Erforschung nachhaltiger Energiespeichersysteme

Die Entwicklung neuartiger Energiespeicher auf Basis der Lithium-Luft-Technologie: Dies steht bei dem internationalen Forschungsprojekt namens Labohr in Fokus. Der Startschuss für das Projekt - Labohr steht für Lithium-Air Batteries with split Oxygen Harvesting and Redox processes - ist kürzlich am Batterieforschungszentrum Meet der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) gefallen. Ziel sei, das System für automobile Anwendungen praxistauglich zu machen, erklärt Prof. Dr. Stefano Passerini vom Batterieforschungszentrum. Gleichzeitig solle die Umweltverträglichkeit der Lithium-Luft-Batterie gestärkt und somit zu einer nachhaltigen Elektromobilität beigetragen werden. Die Europäische Union fördert das Vorhaben mit rund drei Millionen Euro, wovon mehr als 560.000 Euro auf die WWU entfallen.

Der Vorteil der Lithium-Luft-Batterie gegenüber der Lithium-Ionen-Batterie liegt darin, dass sie bei geringerer Größe mehr Energie speichern kann, erklärt die WWU. Doch bislang habe dem Einsatz der Technologie vor allem eines im Weg gestanden. Die Lithium-Luft-Batterie konnte nicht wieder aufgeladen werden, erklärt die Universität. Das Problem gilt es nun, im Rahmen des Labohr-Projektes zu überwinden. Darüber hinaus sollen die Energieinhalte der Batterie weiter erhöht und somit eine größere Reichweite von Elektroautos möglich gemacht werden. Allerdings spielt auch die Umweltverträglichkeit des Systems in dem Projekt eine Rolle, betont Projektkoordinator Passerini. Nachhaltige Energiespeichersysteme sind die Basis einer "grünen" Elektromobilität. So sei beispielsweise die Recyclingfähigkeit der Lithium-Luft-Batterie ein wichtiges Kriterium. Außerdem sollen weniger giftige Zellkomponenten verwendet und durch den Einsatz von nicht entflammbaren Elektrolyten die Sicherheit verbessert werden.

An dem Forschungsprojekt Labohr ("Lithium-Air Batteries with split Oxygen Harvesting and Redox processes") ist eine internationale Gruppe aus Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen beteiligt: neben der WWU auch Universitäten aus Tel Aviv in Israel (TAU), Kiew in der Ukraine (KNUTD), Bologna in Italien (UNIBO), Southampton in England (SOTON) sowie die Unternehmen VW, Chemetall, AVL List und SAES Getters, der Consejo Superior de Investigaciones Cientificas (CSIC) und European Research Services.

Der Name Meet des Batterieforschungszentrums steht für "Münster Electrochemical Energy Technology". Ein internationales Team von rund 75 Wissenschaftlern arbeitet an der Weiterentwicklung von neuartigen elektrochemischen Energiespeichern. Dabei bringt das Forschungszentrum wissenschaftliche Grundlagenforschung und industrielle Anwendungen zusammen.

(Bild: Meet)
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Autor(en): Katrin Pudenz
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