17.05.2011

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Contact und Virtual Vehicle Research Center kooperieren

Das Unternehmen Contact Software und das Virtual Vehicle Research Center (ViF) wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Das teilt der Anbieter von Lösungen für die kollaborative Produktentwicklung, das Produktdaten- und Product Lifecycle Management (PDM/PLM) aus Bremen nun mit. Erst kürzlich haben die Partner ein gemeinsames Projekt zum Thema digitales Anforderungsmanagement begonnen, das auf den Kenntnissen des Grazer Forschungszentrums in diesem Bereich aufbaut. Zielsetzung sei die Grundlagenentwicklung für ein Anforderungsmanagement, das durch eine besonders intuitive Handhabung in der Praxis überzeuge, heißt es aus Bremen. Es solle die initiale Abstimmung über zukünftige Produkteigenschaften und die Gewichtung der Anforderungen systematisieren sowie deren Pflege und Nachverfolgung im Zuge des Produktentstehungsprozesses (PEP) unterstützen und dokumentieren.

Heute würden Aufnahme, Bewertung und Bearbeitung von Anforderungen oft informell erledigt, da existierende PDM/PLM-Lösungen als zu komplex, umständlich und zeitraubend in der Anwendung empfunden werden, berichtet der Lösungsanbieter. Dr. Jan Kickstein (Bild), Leiter Anwendungsentwicklung bei Contact, erläutert: "Mangelnde Usability stellt für viele Menschen eine hohe Akzeptanzhürde dar". Das Anforderungsmanagement soll daher so gestaltet werden, "dass der Nutzen für die Anwender und das Unternehmen offensichtlich ist", führt Kickstein weiter aus.

Gemeinsam mit dem ViF werde derzeit ein Prozess- und Datenmodell für die strukturierte, systematische Erstellung und Umsetzung von Anforderungen mit entsprechenden "Use Cases" evaluiert. Die Ergebnisse sollen in die Entwicklung einer intuitiv zu bedienenden Lösung einfließen. Diese soll all die mit dem Anforderungsmanagement verbundenen Aufgaben und Tätigkeiten unterstützen: Dazu zählen die Verwaltung von diversen Anforderungsdokumenten (Word, Excel, XML etc.) im Kontext von Produkten beziehungsweise Entwicklungsprojekten. Ebenso gehören die Bewertung und Auswahl der erforderlichen Produkteigenschaften dazu und nicht zuletzt die Dokumentation von sich ändernden Anforderungen. Und dies verbunden mit einem leistungsfähigen Reporting über den Erfüllungsgrad der einzelnen Anforderungen, offene Punkte, Auswirkung von Änderungen, etc. für das Projektmanagement. Das zugrunde liegende Datenmodell soll dabei die Zuordnung der Anforderungen im Kontext der Produktbestandteile (Systeme, Funktionen, Bauteile) darstellen und Anwendern fachspezifische Sichten auf die Anforderungsstruktur mit verschiedenen Detaillierungsgraden ermöglichen.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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