18.05.2011

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Toyota: Zwischenbilanz im Plug-in-Hybrid-Testprogramm

Mit Plug-in-Hybridtechnologie lässt sich ein hoher elektrischer Fahranteil realisieren, ohne dass im Alltag mit dem Fahrzeug Kompromisse eingegangen werden müssen. Schadstoffe und Lärmemissionen werden durch das Fahren mit der Technologie reduziert. Seit etwa einem Jahr läuft weltweit ein groß angelegtes Demonstrations- und Testprogramm mit dem Toyota Prius Plug-in-Hybrid. Zum Jahrestag hat nun der Automobilhersteller gemeinsam mit den Projektpartnern Stadt Straßburg und EDF, ein französisches Energieunternehmen, erste Ergebnisse vorgelegt.

Jedes in dem Programm eingesetzte Plug-in-Hybridfahrzeug (PHV) legte im ersten Jahr durchschnittlich 19.000 Kilometer zurück, so der Automobilhersteller. Damit sollen die Fahrzeuge deutlich über der durchschnittlichen Jahresfahrleistung französischer Autofahrer von 13.000 Kilometer liegen. Dabei seien Kraftstoffeinsparungen von 40 Prozent gegenüber Dieselfahrzeugen der gleichen Leistungsklasse erzielt worden.

Die Reichweite des Prius Plug-in im rein elektrischen Betrieb ist mit 20 Kilometern ausreichend, erklärt der Automobilhersteller, um den Großteil der täglichen Pendlerfahrten abzudecken. Die durchschnittliche Fahrtenlänge wurde mit 13,9 Kilometer angegeben. Die Nutzer der Plug-in-Autos haben sich laut Angaben nach und nach an das Aufladen ihres Fahrzeugs gewöhnt, wenngleich es sich dabei um einen neuen Umgang mit dem eigenen Fahrzeug handelt. Die meisten Nutzer luden ihr Fahrzeug jeden Tag auf. Zu 96 Prozent erfolgten die Ladevorgänge an privaten Ladestationen, vorwiegend am Arbeitsplatz. Die Spitzenzeiten waren 8 Uhr morgens nach dem Eintreffen am Arbeitsplatz sowie um 19 Uhr nach der Heimkehr. Die Nutzung der 27 öffentlichen Ladestationen sei hingegen gering ausgefallen - trotz kostenloser Stromversorgung. Eine Befragungen der Probanden habe gezeigt, dass in Zukunft besser auf die Standorte und Funktionsweise der Ladestationen hingewiesen werden müsse.

In den kommenden beiden Jahren wollen Toyota, EDF und die Stadt Straßburg an der Verbesserung des Systems arbeiten und die weitere Resonanz der Teilnehmer auswerten. Dabei gehe es unter anderem darum, das Aufladen außerhalb der Spitzenzeiten zu fördern, das Buchen von Ladezeiten zu testen und die Informationen zu den öffentlichen Ladestationen zu verbessern.

70 Exemplare des Plug-in-Hybridmodells wurden in den vergangenen zwölf Monaten von 30 beteiligten öffentlichen Einrichtungen und privaten Unternehmen in Straßburg getestet. Die Fahrzeuge können an 145 Ladestationen aufgeladen werden, die vom Energieunternehmen EDF eingerichtet wurden. Dazu zählen 75 Stationen auf dem Privatgelände der beteiligten Partnerunternehmen, 43 Stationen an den Häusern der Nutzer, 19 Stationen an öffentlichen Parkplätzen sowie acht weitere Lademöglichkeiten an öffentlichen Straßen.

In Deutschland sind zehn Fahrzeuge in Karlsruhe und Kehl unter Federführung des Energiekonzerns EnBW im Einsatz. Dort wird unter anderem auch die Entwicklung einer grenzüberschreitende Ladeinfrastruktur unterstützt. Weitere 20 Prius mit Plug-In Hybrid-Technologie werden in einem Feldversuch mit der Deutschen Bahn in Berlin eingesetzt. Ziel des Projektes namens Bemobility ist die Erprobung neuer Mobilitätslösungen durch Vernetzung individueller Elektromobilität mit dem öffentlichen Verkehr. All dies ist Teil des globalen Testprogramms des Unternehmens mit 600 Plug-in-Hybridmodellen, das in Europa, Japan, den USA, Kanada und Australien durchgeführt wird.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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