27.05.2011

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Kompetenzzentrum Elektromobilität nimmt Arbeit auf

Mit einer Förderzusage in Höhe von 6,5 Millionen Euro kann jetzt das Kompetenzzentrum Elektromobilität an der Technischen Universität (TU) Dortmund seine Arbeit aufnehmen. Wissenschaftler der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik wollen mit diesen Mitteln zusammen mit Industriepartnern bis zum Jahr 2013 die technischen Voraussetzungen für ein auf die Bereiche Elektromobilitätsinfrastruktur und Netze spezialisiertes Prüf- und Entwicklungszentrum schaffen. Ziel ist es, so erklärt die TU, eine zentrale Anlaufstelle in allen systemtechnischen Fragestellungen rund um das Thema Elektromobilität zu etablieren.

Die TU Dortmund erhält die Förderung für das Projekt "Technologie- und Prüfplattform für ein Kompetenzzentrum für interoperable Elektromobilität, Infrastruktur und Netze" (Tie-In). Das Projekt ist im Rahmen des Wettbewerbs "Elektro-Mobil.NRW" von einer unabhängigen Jury ausgewählt worden und wird mit 6,5 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und der Europäischen Union (EU) gefördert. Mit Tie-In soll am Dortmunder Kompetenzzentrum eine Test- und Entwicklungsumgebung aufgebaut werden, die von Energieversorgungsnetzbetreibern und Herstellern von Ladestationen, Ladesystemen, Abrechnungssystemen oder Funk- und Kommunikationseinrichtungen genutzt werden kann, erklärt die TU. Neben Tests auf elektrische und kommunikationstechnische Anforderungen sollen auch Umweltprüfungen sowie Prüfungen zur Personensicherheit, zur funktionalen Sicherheit der Systeme sowie zur elektromagnetischen Verträglichkeit durchgeführt werden. Das Dortmunder Kompetenzzentrum fokussiert sich auf die gesamte Kette vom Stromnetz über die Ladestationen und Abrechnungssysteme bis zu den Bordsystemen. Denn Elektrofahrzeuge können sich nur dann im Massenmarkt durchsetzen, wenn eine bedarfsgerechte und flächendeckende Ladeinfrastruktur aufgebaut wird, in der alle Teilsysteme sicher miteinander interagieren können, so die TU.

Bis 2013 fließen die Fördermittel in das Kompetenzzentrum. Den größten Anteil, rund 4,6 Millionen Euro, erhält die TU Dortmund, die das Projekt federführend koordiniert. Sechs Lehrstühle der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik sind an dem Projekt beteiligt: Energiesysteme und Energiewirtschaft, Elektrische Antriebe und Mechatronik, Kommunikationsnetze, Regelungssystemtechnik, Bordsysteme und Energieeffizienz. Kooperationspartner sind Akuvib Engineering und Testing, EMC Test NRW, LTi Drives, RWE Rheinland Westfalen Netz, TÜViT Informationstechnik und das Technologiezentrum Dortmund.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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