06.06.2011

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Offene Topversion: Der Audi R8 GT Spyder

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Die Topversion des Audi R8 GT Spyder leistet 412 Kilowatt. Sein Gewicht konnte im Vergleich zum R8 Spyder 5.2 FSI quattro noch einmal um 85 Kilogramm reduziert werden. Aus dem Stand beschleunigt das Fahrzeug in 3,8 Sekunden auf 100 km/h, gibt der Ingolstädter Hersteller an, bei 317 km/h endet der Vortrieb. Angetrieben wird der Wagen von einem 5,2-l-V10 mit Aluminium-Kurbelgehäuse. Es bezieht seinen Kraftstoff nach dem FSI-Prinzip per Direkteinspritzung. Eine Trockensumpfschmierung sorgt für sichere Ölversorgung auch bei maximaler Quer- und Längsbeschleunigung. Mit modifiziertem, elektronischem Management produziert der Langhuber bei 6500 1/min 540 Newtonmeter Drehmoment, seine Höchstleistung wird mit 412 Kilowatt angegeben.Den Wagen gibt es serienmäßig mit automatisiertem Sechsganggetriebe R tronic, das zwei vollautomatische Modi bietet. Der Fahrer kann auf der zusätzlichen manuellen Ebene mit den Wippen am Lenkrad oder per Antippen des Joysticks schalten. Unter hoher Last und Drehzahl dauert der Gangwechsel eine Zehntelsekunde, gibt der Hersteller an. Das Launch-Control-Programm steuert das Anfahren mit hoher Motordrehzahl und geregeltem Reifenschlupf. Der permanente Allradantrieb Quattro ist entsprechend der Achslastverteilung, heckbetont ausgelegt. Bei Bedarf schickt er zusätzliche Momente an die Vorderachse. Zusammen mit dem Sperrdifferenzial an der Hinterachse sorgt er für das Plus an Traktion, Stabilität und Kurvengeschwindigkeit, womit er einen großen Vorteil gegenüber der heckgetriebenen Konkurrenz hat.

Leichtbau soll die 1640 Kilogramm des offenen Fahrzeuges ermöglichen. Er wiegt 85 Kilogramm weniger als seine technische Basis, der R8 Spyder 5.2 FSI quattro. Die Audi-Space-Frame-(ASF)-Karosserie, bestehend aus Gussknoten, Strangpressprofilen und Blechen aus Aluminium, hat daran einen Anteil von 214 Kilogramm. Der Motorrahmen ist aus leichtem Magnesium gefertigt, der lange Deckel des Verdeckkastens und die hinteren Seitenteile bestehen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Beim modifizierten Frontspoiler, beim feststehenden Heckflügel und beim neuen Heckstoßfänger ist ebenfalls CFK im Einsatz. Gemeinsam sparen diese Komponenten 5,5 Kilogramm Gewicht ein, heißt es. Auch bei Technik-Komponenten im Bereich des Getriebes, der Räder und der Bremsen, senkten die Ingenieure das Gewicht. Im Innenraum brachten beispielsweise die Schalensitze mit ihren Chassis aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) eine Gewichtsreduzierung von 31,5 Kilogramm, gibt das Unternehmen an.

Der R8 GT Spyder trägt ein leichtes Softtop aus Stoff. Mit einem elektrohydraulischen Antrieb öffnet und schließt es sich in 19 Sekunden, wie es heißt, auch während der Fahrt bis 50 km/h. Die ausfahrbare Heckscheibe aus Glas liegt getrennt vom Verdeck in der Schottwand versenkt. Dort ist ein Überrollschutz integriert, der aus zwei vorgespannten Platten besteht.

Vor rund einem Jahr hat das Unternehmen als neues Topmodell der R8-Baureihe den R8 GT als Coupé vorgestellt. Und nun folgt diese neue, offene Variante, erneut in begrenzter Anzahl von 333 Stück.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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