14.06.2011

    « | »
NACHRICHT
VERSENDEN
DRUCKEN
BOOKMARK
RSS-Feed
NEWSLETTER

Mercedes-Benz: Die neue M-Klasse

    » BILDERGALERIE
In Kürze setzt sich die dritte Generation der M-Klasse in Bewegung. Die Modellpalette soll im Vergleich zum Vorgänger durchschnittlich 25 Prozent weniger Kraftstoff konsumieren. Der ML 250 Bluetec zum Beispiel benötigt laut Hersteller 6,0 l/100 km (158 g CO2/km) und kann mit einer Tankfüllung bis zu 1500 Kilometer weit reisen. Zudem verfügt die dritte Generation über permanenten Allradantrieb, neue Fahrwerkentwicklungen und neuartige Fahrdynamiksysteme, die sowohl den Onroad- wie Offroadeinsatz verbessern. Mercedes-Benz präsentiert nun dieses neue Modell, das es ab der zweiten Jahreshälfte geben soll.

Eine moderne Motorenpalette, konsequentes Motoren-Downsizing, ein cw-Wert von 0,32 sowie Blueefficiency-Maßnahmen tragen laut Hersteller zur Energieeffizienz der dritten Generation bei. Bluetec-Dieselaggregate und die neue Generation der Bluedirect-Ottomotoren sollen die Basis für Wirtschaftlichkeit und Umweltbilanz legen. Bei den ausschließlich als Bluetec mit SCR-Abgastechnik lieferbaren Diesel­modellen stehen dabei das Downsizing und die Neuauflage des V6-CDI-Motors im Mittelpunkt: Im ML 250 Bluetec ersetzt das unter anderem aus der S-Klasse bekannte Vierzylinder-Aggregat mit EU-6-Niveau den 3,0-l-V6 des Vorgängers. Im ML 350 Bluetec kommt ein überarbeiteter 3,0-l-V6 zum Einsatz, der ebenfalls die EU-6-Norm unterbietet und bei reduziertem Verbrauch bessere Fahrleistungen bietet. Die Effizienzsteigerung wurde unter anderem durch den Einsatz der Lichtbogen-Draht-Spritzen(LDS)-Technologie erreicht, die sich seit 2005 bei den AMG-Hochleistungsmotoren bewährt hat, verrät der Hersteller. Aufgrund der Erfahrungen sei diese Beschichtungstechnologie für die Zylinderlaufbahnen auch für den V6-Dieselmotor adaptiert worden. Das Verfahren mindere die innere Reibung des Motors deutlich. Gleichzeitig wird das Gewicht um 4,3 Kilogramm verringert, weil die sonst üblichen, in den Motorblock eingegossenen Graugusslaufbuchsen entfallen, heißt es. Allein durch diese Maßnahmen sinke der Kraftstoffverbrauch um rund drei Prozent.

Der Motor im ML 250 Bluetec 4Matic verfügt über vier Zylinder. Seine Leistung gibt das Unternehmen mit 150 Kilowatt an, das Drehmoment mit 500 Newtonmeter. Er soll zwischen 6 und 6,5 Liter pro 100 Kilometer im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) verbrauchen und 158 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Hersteller den Verbrauch um 28 Prozent reduzierten. Das Fahrzeug beschleunigt laut Hersteller in neun Sekunden von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 210 km/h angegeben. Bei einem NEFZ-Verbrauch von 6,0 l/100 km kann der ML 250 Bluetec 4Matic mit serienmäßigem 70-Liter-Tank rund 1170 Kilometer ohne Tankstopp zurücklegen. Bei Ausstattung mit dem auf Wunsch lieferbaren 93-Liter-Tank können sogar bis zu 1500 Kilometer Distanz zwischen den Tankstellen liegen. Der ML 350 Bluetec 4Matic mit sechs Zylindern hat eine Nennleistung von 190 Kilowatt. Das Drehmoment wird mit 620 Newtonmeter abgegeben. Der NEFZ-Verbrauch beziffert das Unternehmen folgendermaßen: Der Wagen verbraucht 6,8 bis 7,4 l/100 km und emittiert 179 Gramm CO2 pro Kilometer. Um 24 Prozent konnte der Hersteller den Verbrauch im Vergleich zum Vorgänger reduzieren. Aus dem Stand auf 100 km/h soll das Fahrzeug in 7,4 Sekunden beschleunigen können, die Höchstgeschwindigkeit wird laut Unternehmen bei 224 km/h erreicht.

Das Benzin-Modell ML 350 4Matic Blueefficiency verfügt über die Technik der neuen Bluedirect-Motorengeneration. Im Mittelpunkt steht die Benzin-Direkteinspritzung der dritten Generation mit strahlgeführter Verbrennung und neuen Piezo-Injektoren mit 200 bar Einspritzdruck, die Mehrfachzündung Multi-Spark Ignition (MSI) und ein neuartiges Schichtbrennverfahren, erklärt der Hersteller. Der Antrieb des ML 350 4Matic Blueefficiency verfügt über sechs Zylinder und einen 3498 Kubikzentimeter großen Hubraum. Die Nennleistung wird mit 225 Kilowatt angegeben, das Drehmoment soll sich auf 370 Newtonmeter belaufen. Den Verbrauch benennt das Unternehmen mit 8,5 bis 8,8 l/100 km (NEFZ), die CO2-Emissionen mit 199 Gramm pro Kilometer. Im Vergleich zum Vorgängermodell konnten die Verbrauchswerte laut Unternehmen um 25 Prozent verringert werden. Das Fahrzeug soll von Null auf 100 km/h in 7,6 Sekunden beschleunigen können, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 235 km/h angegeben.

Der optimierte Riementrieb mit Decoupler und die bedarfsgerechte Steuerung aller Nebenaggregate und Pumpen reduziert zudem den Energiebedarf der dritten Modellgeneration. Öl- und Wasserpumpe des Motors sowie die Kraftstoffpumpe im Heck des Fahrzeugs werden nur entsprechend den tatsächlichen Belastungen aktiviert, erklärt das Unternehmen. Die gleiche Steuerungslogik kommt bei den Klimaanlagen Thermatic und Thermotronic zum Einsatz. Der Kompressor des Kühlmittels laufe nur bei Bedarf. Entscheidend bei den Dieselmotoren sei die strömungs- und gegendruckoptimierte Abgasanlage mit SCR-(Selective Catalytic Reduction-) Abgasreinigung.

Durch Leichtbau konnte das Gewicht des Fahrzeugs reduziert werden, was ebenfalls zur Effizienz beoträgt. So bestehen die Lenker der Vorder- und Hinterachse sowie Motorhaube und Kotflügel aus leichten wie widerstandsfähigen Aluminiumlegierungen, der Querträger der Armaturentafel ist aus Magnesium.

Das Fahrwerk der M-Klasse mit Stahlfederung verfügt laut Hersteller erstmals über eine selektive Dämpfung, betont der Automobilhersteller. Bei normaler Fahrt über mäßig konturierte Straßen oder bei langsamen Geländetouren spreche das System weich an. Bei forscher Gangart oder bei abrupten Ausweichmanövern leisten die Dämpfer härtere Arbeit und sorgen für Fahrstabilität. Dabei unterstützt eine Elektrolenkung, die je nach Fahrsituation die optimale Lenkkraftunterstützung gewährt. Parkmanöver oder Rangierfahrten im Gelände werden zu einer leichten Übung, weil die maximale Servohilfe zur Verfügung stehen soll. Zudem hat das Fahrzeug eine kleinen Wendekreis: Der 180-Grad-Turn gelingt mit einem Durchmesser von 11,8 Meter. Bei höherem Tempo reduziert sich die Lenkkraft-Unterstützung zugunsten einer größeren Fahrstabilität.

Für Touren abseits befestigter Wege steht für die Modelle ML 350 Bluetec 4Matic und ML 350 4Matic Blueefficiency serienmäßig ein umfangreiches Offroad-Programm zur Verfügung, das die Möglichkeiten im unwegsamen Gelände deutlich erweitert. Dazu gehören neben dem permanenten Allradantrieb 4Matic und der elektronischen Traktionssteuerung 4ETS eine Offroad-Taste, die ein spezielles Offroad-Fahrprogramm aktiviert: Für eine bessere Traktion werden die Radschlupfschwellen und Schaltpunkte der 7G-Tronic Plus angehoben. Eine flachere Fahrpedalkennlinie ermöglicht eine feinfühligere Dosierbarkeit. Und das Offroad-ABS optimiert das Bremsverhalten für losen Untergrund.

Die aktive Wankstabilisierung Active Curve System arbeitet an der Vorder- und Hinterachse mit aktiven Querstabilisatoren und regelt diese automatisch abhängig von der Querbeschleunigung, der Fahrgeschwindigkeit und der Schalter-Stellung des ADS Komfort-/Sport-Schalters. Das System kompensiert den Wankwinkel des Aufbaus bei Kurvenfahrt, dadurch steigen Agilität und Fahrspaß. Gleichzeitig erhöht das System die Fahrstabilität und damit die Sicherheit gerade bei höheren Geschwindigkeiten.

Für den Bereich der Sicherheit berichtet der Hersteller, dass die Vorbaustruktur mit hohem Energieabsorptionspotenzial im Wesentlichen von der Stirnwand und zwei Längsträgerebenen gebildet wird, die sich an den A-Säulen abstützen. Zwei Hochträger verbinden die beiden Längsträgerebenen zur weiteren Erhöhung des Verformungswiderstandes. Für die erforderliche Steifigkeit und Festigkeit der Bodenanlage sorgt ein stabiles Tragwerk, bestehend aus einem separaten Mitteltunnel sowie links und rechts zur Seitenwand gehörenden separaten seitlichen Längsträgern mit auf dem Boden aufgesetzten Querträgern und einem Anschlussträger zur B-Säule zur Abstützung der Vorbaustruktur. Der hoch stabile Seitenwandverband umfasst neben den beschriebenen Längsträgern und dem seitlichen Dachrahmen zweischalige A-Säulen mit einer innen liegenden Verstärkung aus höchstfestem Stahl. Bei einer Seitenkollision gewährleisten der Querträger unter dem Windschutz, der Querträger zwischen den Längsträgern über dem Pedalboden, der Querträger aus höchstfestem Stahl unter dem Fahrersitz und der Querträger unter der Instrumententafel aus einer steifen Magnesiumlegierung sowie der vordere Dachrahmen eine höchstmögliche Stabilität der Fahrgastzelle. Durch die Lage des Kraftstoffbehälters vor der Hinterachse und des Einfüllstutzens über der Hinterachse steht im Heck genügend Verformungsweg zur Verfügung, um im Fall einer Heckkollision ein hohes Energieabsorptionsvermögen realisieren zu können; das wird vor allem durch die kastenförmigen hinteren Längsträger erreicht.
Metadaten anzeigen: Autor verbergen | Schlagworte
Autor(en): Katrin Pudenz
   mehr Beiträge vom 14.06.2011:
» Nachrichten:

start
DOSSIERS ZUM THEMA
Effizienz elektrischer Systeme - Standards und Maßnahmen
Effizienz elektrischer Systeme - Standards und Maßnahmen 06.02.2012 - Der Beitrag, den E/E-Fachverantwortliche zur besseren Effizienz eines Gesamtfahrzeugs leisten, ist größer denn je. Denn der elektrische Leistungsbedarf eines gut ausgestatteten Premiumfahrzeugs von 2 kW führt immerhin zu 2 l/100 km mehr Kraftstoffverbrauch. Einige... » mehr
Fahrzeugsicherheit: Neue Testmethoden für die Fahrzeugsicherheit (30.01.2012)

Akustik: Akustikoptimierung - Vom Geräusch zum guten Klang (03.01.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
FACHARTIKEL ZUM THEMA
Schäden an Zahnriementrieben - Teil 3
Schäden an Zahnriementrieben - Teil 3 04.05.2012 - Ziel dieser an der Hochschule Osnabrück ausgeführten und vom Ingenieurbüro Gutzmann und Krause betreuten Diplomarbeit war, Ursachen für Schäden am Zahnriementrieb aufzuklären. Zunächst werden der Zahnriemen und die Bauteile des Riementriebes beschrieben und... » mehr
Akustik: Neuer Außengeräuschprüfstand bei Daimler für Allradfahrzeuge (27.04.2012)

Historie: Der SL – Sportlich und leicht aus Tradition (12.04.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
WHITEPAPER ZUM THEMA
BorgWarner entwickelt neues elektrisches Allradsystem
BorgWarner entwickelt neues elektrisches Allradsystem 26.10.2011 - Eine intelligente Lösung für Elektro- und Hybridfahrzeuge ist das neue und einfach integrierbare elektrische Allradsystem von BorgWarner, das mittels Torque Vectoring für höhere Fahrzeugstabilität sorgt. Gleichzeitig wird der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zu einem... » mehr
Icem: ICEM Shape Design (13.02.2009)

Dräxlmaier: Dräxlmaier Group – Moving ahead the automotive future (01.08.2008)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
INTERVIEWS ZUM THEMA
"Die Kundenpreise in akzeptablen Größenordnungen halten"
"Die Kundenpreise in akzeptablen Größenordnungen halten" 16.04.2012 - Diesel- und Ottomotoren mit kleinem Hubraum und hoher spezifischer Leistung liegen im Trend. Als Ersatz für großvolumige Aggregate in Downsizingkonzepten versprechen sie niedrigeren Verbrauch und geringere CO2-Emissionen, verursachen aber auch mehr Entwicklungs- und... » mehr
Getriebe: "Potenzial steckt in der Elektrifizierung" (26.03.2012)

Akustik: "Elektrogeräusche können zum Statussymbol werden" (04.01.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
NACHRICHTEN ZUM THEMA
Jörg Grotendorst wird CEO bei Siemens "Inside e-Car"
Jörg Grotendorst wird CEO bei Siemens "Inside e-Car" 23.05.2012 - Jörg Grotendorst wird am 1. Juni 2012 die Geschäftsleitung der Siemens-Geschäftseinheit "Inside e-Car" mit Sitz in Erlangen übernehmen. Diese bietet Komponenten und Systeme für den elektrischen Antriebsstrang in Pkw an. Grotendorst übernimmt damit die Leitung von... » mehr
Sciherheit: Der Airbag verlässt den Innenraum (23.05.2012)

Verbrauchsminderung: Daimler entwickelt haptisches Gaspedal (21.05.2012)

mehr  MEHR ANZEIGEN
start
FIRMEN ZUM THEMA
KRATZER AUTOMATION Aktiengesellschaft
KRATZER AUTOMATION Aktiengesellschaft
D 85716 Unterschleißheim

ITI GmbH
(D 01067 Dresden)

MAGNA Powertrain AG
(A 8502 Lannach)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
BÜCHER ZUM THEMA
Bussysteme in der Fahrzeugtechnik
Bussysteme in der Fahrzeugtechnik 03.11.2011 - Protokolle, Standards und Softwarearchitektur Aus der Reihe: ATZ/MTZ-Fachbuch Erstes deutschsprachiges Buch zur Informationsverarbeitung im Auto, jetzt mit AUTOSAR 3.x Dieses Fachbuch gibt einen Überblick über die in der... » mehr
Motorentechnik: Handbuch Verbrennungsmotor (01.11.2011)

Lenkkinematik: Lenkungshandbuch (15.06.2011)

mehr  MEHR ANZEIGEN
 
start
PREMIUM PARTNER
start
LOGIN FACHARTIKEL-ARCHIV
 
start
NEUES THEMENDOSSIER ONLINE
Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft

ThemendossierMit den Online-Themendossiers für automobile Ingenieure greift ATZonline Titelstrecken der Fachmagazine der ATZ-Familie auf und erweitert sie um aktuelle Nachrichten, Fachbeiträge und Interviews aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung beim Hersteller & Zulieferer zum Thema Auto und Technik.

Aktuell: Alternative Kraftstoffe - Energiequellen und -träger der Zukunft
start
LESEPROBE KOSTENLOS ONLINE BLÄTTERN

Lesen Sie hochaktuelle Beiträge zu den Themen Auto & Technik auf technisch wissenschaftlichem Niveau aus Wissenschaft, Forschung, Entwicklung und Produktion der Automobilindustrie.

» ATZ: Seit 1898 in der Automobilindustrie die Zeitschrift für Auto & Technik

» MTZ: In der Auto-Motor-Entwicklung die Zeitschrift für Ingenieure

» ATZelektronik: Die Auto-Zeitschrift für Elektronik & Elektrotechnik

» ATZproduktion: Die Technik-Zeitschrift für die Automobilindustrie-Produktion
start
NEWSLETTER
Mit dem Newsletter erhalten Sie zwei Mal in der Woche aktuelle News, Berichte, Events und Interviews aus der Automobiltechnik und Automobilentwicklung. Natürlich kostenlos!

Exklusiv für Newsletter-Abonnenten:
regelmäßig kostenlose Fachartikel

  
start
LEXIKON
GABLER WIRTSCHAFTSLEXIKON ONLINE
Das Wissen der Experten:
Qualitätsgeprüft. 25.000 Stichwörter. Kostenlos.

» Definition kostenlos im Lexikon suchen
start
KOOPERATIONEN
eCarTecElektro-Mobil Kongress
 
RSS Home Springer Automotive Media Mediadaten AGB/Datenschutz Impressum Kontakt

© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2012