In Kürze setzt sich die dritte Generation der M-Klasse in Bewegung. Die Modellpalette soll im Vergleich zum Vorgänger durchschnittlich 25 Prozent weniger Kraftstoff konsumieren. Der ML 250 Bluetec zum Beispiel benötigt laut Hersteller 6,0 l/100 km (158 g CO2/km) und kann mit einer Tankfüllung bis zu 1500 Kilometer weit reisen. Zudem verfügt die dritte Generation über permanenten Allradantrieb, neue Fahrwerkentwicklungen und neuartige Fahrdynamiksysteme, die sowohl den Onroad- wie Offroadeinsatz verbessern. Mercedes-Benz präsentiert nun dieses neue Modell, das es ab der zweiten Jahreshälfte geben soll.
Eine moderne Motorenpalette, konsequentes Motoren-Downsizing, ein cw-Wert von 0,32 sowie Blueefficiency-Maßnahmen tragen laut Hersteller zur Energieeffizienz der dritten Generation bei. Bluetec-Dieselaggregate und die neue Generation der Bluedirect-Ottomotoren sollen die Basis für Wirtschaftlichkeit und Umweltbilanz legen. Bei den ausschließlich als Bluetec mit SCR-Abgastechnik lieferbaren Dieselmodellen stehen dabei das Downsizing und die Neuauflage des V6-CDI-Motors im Mittelpunkt: Im ML 250 Bluetec ersetzt das unter anderem aus der S-Klasse bekannte Vierzylinder-Aggregat mit EU-6-Niveau den 3,0-l-V6 des Vorgängers. Im ML 350 Bluetec kommt ein überarbeiteter 3,0-l-V6 zum Einsatz, der ebenfalls die EU-6-Norm unterbietet und bei reduziertem Verbrauch bessere Fahrleistungen bietet. Die Effizienzsteigerung wurde unter anderem durch den Einsatz der Lichtbogen-Draht-Spritzen(LDS)-Technologie erreicht, die sich seit 2005 bei den AMG-Hochleistungsmotoren bewährt hat, verrät der Hersteller. Aufgrund der Erfahrungen sei diese Beschichtungstechnologie für die Zylinderlaufbahnen auch für den V6-Dieselmotor adaptiert worden. Das Verfahren mindere die innere Reibung des Motors deutlich. Gleichzeitig wird das Gewicht um 4,3 Kilogramm verringert, weil die sonst üblichen, in den Motorblock eingegossenen Graugusslaufbuchsen entfallen, heißt es. Allein durch diese Maßnahmen sinke der Kraftstoffverbrauch um rund drei Prozent.
Der Motor im ML 250 Bluetec 4Matic verfügt über vier Zylinder. Seine Leistung gibt das Unternehmen mit 150 Kilowatt an, das Drehmoment mit 500 Newtonmeter. Er soll zwischen 6 und 6,5 Liter pro 100 Kilometer im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) verbrauchen und 158 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren. Im Vergleich zum Vorgänger konnte der Hersteller den Verbrauch um 28 Prozent reduzierten. Das Fahrzeug beschleunigt laut Hersteller in neun Sekunden von Null auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 210 km/h angegeben. Bei einem NEFZ-Verbrauch von 6,0 l/100 km kann der ML 250 Bluetec 4Matic mit serienmäßigem 70-Liter-Tank rund 1170 Kilometer ohne Tankstopp zurücklegen. Bei Ausstattung mit dem auf Wunsch lieferbaren 93-Liter-Tank können sogar bis zu 1500 Kilometer Distanz zwischen den Tankstellen liegen. Der ML 350 Bluetec 4Matic mit sechs Zylindern hat eine Nennleistung von 190 Kilowatt. Das Drehmoment wird mit 620 Newtonmeter abgegeben. Der NEFZ-Verbrauch beziffert das Unternehmen folgendermaßen: Der Wagen verbraucht 6,8 bis 7,4 l/100 km und emittiert 179 Gramm CO2 pro Kilometer. Um 24 Prozent konnte der Hersteller den Verbrauch im Vergleich zum Vorgänger reduzieren. Aus dem Stand auf 100 km/h soll das Fahrzeug in 7,4 Sekunden beschleunigen können, die Höchstgeschwindigkeit wird laut Unternehmen bei 224 km/h erreicht.
Das Benzin-Modell ML 350 4Matic Blueefficiency verfügt über die Technik der neuen Bluedirect-Motorengeneration. Im Mittelpunkt steht die Benzin-Direkteinspritzung der dritten Generation mit strahlgeführter Verbrennung und neuen Piezo-Injektoren mit 200 bar Einspritzdruck, die Mehrfachzündung Multi-Spark Ignition (MSI) und ein neuartiges Schichtbrennverfahren, erklärt der Hersteller. Der Antrieb des ML 350 4Matic Blueefficiency verfügt über sechs Zylinder und einen 3498 Kubikzentimeter großen Hubraum. Die Nennleistung wird mit 225 Kilowatt angegeben, das Drehmoment soll sich auf 370 Newtonmeter belaufen. Den Verbrauch benennt das Unternehmen mit 8,5 bis 8,8 l/100 km (NEFZ), die CO2-Emissionen mit 199 Gramm pro Kilometer. Im Vergleich zum Vorgängermodell konnten die Verbrauchswerte laut Unternehmen um 25 Prozent verringert werden. Das Fahrzeug soll von Null auf 100 km/h in 7,6 Sekunden beschleunigen können, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 235 km/h angegeben.
Der optimierte Riementrieb mit Decoupler und die bedarfsgerechte Steuerung aller Nebenaggregate und Pumpen reduziert zudem den Energiebedarf der dritten Modellgeneration. Öl- und Wasserpumpe des Motors sowie die Kraftstoffpumpe im Heck des Fahrzeugs werden nur entsprechend den tatsächlichen Belastungen aktiviert, erklärt das Unternehmen. Die gleiche Steuerungslogik kommt bei den Klimaanlagen Thermatic und Thermotronic zum Einsatz. Der Kompressor des Kühlmittels laufe nur bei Bedarf. Entscheidend bei den Dieselmotoren sei die strömungs- und gegendruckoptimierte Abgasanlage mit SCR-(Selective Catalytic Reduction-) Abgasreinigung.
Durch Leichtbau konnte das Gewicht des Fahrzeugs reduziert werden, was ebenfalls zur Effizienz beoträgt. So bestehen die Lenker der Vorder- und Hinterachse sowie Motorhaube und Kotflügel aus leichten wie widerstandsfähigen Aluminiumlegierungen, der Querträger der Armaturentafel ist aus Magnesium.
Das Fahrwerk der M-Klasse mit Stahlfederung verfügt laut Hersteller erstmals über eine selektive Dämpfung, betont der Automobilhersteller. Bei normaler Fahrt über mäßig konturierte Straßen oder bei langsamen Geländetouren spreche das System weich an. Bei forscher Gangart oder bei abrupten Ausweichmanövern leisten die Dämpfer härtere Arbeit und sorgen für Fahrstabilität. Dabei unterstützt eine Elektrolenkung, die je nach Fahrsituation die optimale Lenkkraftunterstützung gewährt. Parkmanöver oder Rangierfahrten im Gelände werden zu einer leichten Übung, weil die maximale Servohilfe zur Verfügung stehen soll. Zudem hat das Fahrzeug eine kleinen Wendekreis: Der 180-Grad-Turn gelingt mit einem Durchmesser von 11,8 Meter. Bei höherem Tempo reduziert sich die Lenkkraft-Unterstützung zugunsten einer größeren Fahrstabilität.
Für Touren abseits befestigter Wege steht für die Modelle ML 350 Bluetec 4Matic und ML 350 4Matic Blueefficiency serienmäßig ein umfangreiches Offroad-Programm zur Verfügung, das die Möglichkeiten im unwegsamen Gelände deutlich erweitert. Dazu gehören neben dem permanenten Allradantrieb 4Matic und der elektronischen Traktionssteuerung 4ETS eine Offroad-Taste, die ein spezielles Offroad-Fahrprogramm aktiviert: Für eine bessere Traktion werden die Radschlupfschwellen und Schaltpunkte der 7G-Tronic Plus angehoben. Eine flachere Fahrpedalkennlinie ermöglicht eine feinfühligere Dosierbarkeit. Und das Offroad-ABS optimiert das Bremsverhalten für losen Untergrund.
Die aktive Wankstabilisierung Active Curve System arbeitet an der Vorder- und Hinterachse mit aktiven Querstabilisatoren und regelt diese automatisch abhängig von der Querbeschleunigung, der Fahrgeschwindigkeit und der Schalter-Stellung des ADS Komfort-/Sport-Schalters. Das System kompensiert den Wankwinkel des Aufbaus bei Kurvenfahrt, dadurch steigen Agilität und Fahrspaß. Gleichzeitig erhöht das System die Fahrstabilität und damit die Sicherheit gerade bei höheren Geschwindigkeiten.
Für den Bereich der Sicherheit berichtet der Hersteller, dass die Vorbaustruktur mit hohem Energieabsorptionspotenzial im Wesentlichen von der Stirnwand und zwei Längsträgerebenen gebildet wird, die sich an den A-Säulen abstützen. Zwei Hochträger verbinden die beiden Längsträgerebenen zur weiteren Erhöhung des Verformungswiderstandes. Für die erforderliche Steifigkeit und Festigkeit der Bodenanlage sorgt ein stabiles Tragwerk, bestehend aus einem separaten Mitteltunnel sowie links und rechts zur Seitenwand gehörenden separaten seitlichen Längsträgern mit auf dem Boden aufgesetzten Querträgern und einem Anschlussträger zur B-Säule zur Abstützung der Vorbaustruktur. Der hoch stabile Seitenwandverband umfasst neben den beschriebenen Längsträgern und dem seitlichen Dachrahmen zweischalige A-Säulen mit einer innen liegenden Verstärkung aus höchstfestem Stahl. Bei einer Seitenkollision gewährleisten der Querträger unter dem Windschutz, der Querträger zwischen den Längsträgern über dem Pedalboden, der Querträger aus höchstfestem Stahl unter dem Fahrersitz und der Querträger unter der Instrumententafel aus einer steifen Magnesiumlegierung sowie der vordere Dachrahmen eine höchstmögliche Stabilität der Fahrgastzelle. Durch die Lage des Kraftstoffbehälters vor der Hinterachse und des Einfüllstutzens über der Hinterachse steht im Heck genügend Verformungsweg zur Verfügung, um im Fall einer Heckkollision ein hohes Energieabsorptionsvermögen realisieren zu können; das wird vor allem durch die kastenförmigen hinteren Längsträger erreicht. Metadaten anzeigen:Autor verbergen |
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