20.06.2011

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Gemeinschaftsentwicklung von Fiat und Chrysler: Der Freemont

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Der neue Fiat Freemont ist das erste von Fiat und Chrysler gemeinsam entwickelte Fahrzeug. Basis ist der Dodge Journey. Angetrieben wird das Modell zunächst von Turbodiesel-Motoren mit Sechsgang-Schaltgetriebe und Frontantrieb. Zur Wahl stehen zwei Versionen des 2.0-l-Multijet-Triebwerks mit 103 Kilowatt beziehungsweise 130 Kilowatt. Ende des Jahres soll zudem ein Allradantrieb das Programm erweitern. Die zukünftige Allrad-Variante des Freemont wird von dem stärkeren der beiden Turbodiesel angetrieben werden, so der italienische Hersteller, und serienmäßig mit einer Sechsgang-Wandlerautomatik ausgerüstet sein. Beide Motoren und das Schaltgetriebe wurden von Fiat Powertrain entwickelt und werden dort auch produziert. Die Automatik stammt aus den USA, erklärt Fiat. Vorgestellt wurde die Gemeinschaftsentwicklung 2011 in Genf, nun teilt das Unternehmen weitere und aktualisierte Details mit. Der italienische Konzern ist seit Mitte des Jahres 2009 Mehrheitsaktionär bei Chrysler.

Die Turbodiesel-Vierzylinder sind laut Unternehmen auf ein optimales Gleichgewicht zwischen Leistung und Verbrauch abgestimmt. Für das Fahrverhalten sorgt das maximale Drehmoment von 350 Newtonmeter, das bei der 130 Kilowatt starken Variante bereits ab 1750 1/min zur Verfügung steht, nennt der Konzern Zahlen. Beide durchzugsstarke Turbodiesel sollen dadurch wenige Schaltvorgänge erfordern. Für die Beschleunigung von null auf 100 km/h benötigt das Fahrzeug mit 130 Kilowatt 11,0 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 195 km/h erreicht, heißt es. Für die Modellvariante mit 103 Kilowatt starken Triebwerk lauten die entsprechenden Werte 12,3 Sekunden beziehungsweise 180 km/h, gibt das Unternehmen an.

Das Fahrwerk des neuen Freemont ist auf die spezifischen Anforderungen des europäischen Marktes abgestimmt, heißt es. So soll die Lenkung direkt und präzise ausgelegt sein. Die dynamischen Fahreigenschaften sind laut Hersteller geprägt durch eine straffe Auslegung des Fahrwerks mit spezifischer Geometrie der Vorderradaufhängung sowie durch eine komfortorientierte Abstimmung von Federn und Stoßdämpfern. Der Fahrgastraum sei von anfallenden Vibrationen des Motors abgekoppelt, die konsequente Verwendung von schalldämmenden Materialien garantiert optimalen Akustikkomfort im Innenraum.

Die serienmäßige Sicherheitsausstattung des neuen Modells beinhaltet unter anderem sechs Airbags, Antiblockiersystem (ABS) einschließlich Bremsassistent sowie das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) mit integrierter Berganfahr-Hilfe (Hill-Holder) und Überrollschutz (Electronic Roll Mitigation, ERM). Dazu analysiert ein Fahrwerkscomputer die von den Sensoren des ESP eingehenden Signale, um ein mögliches Überschlagrisiko frühzeitig zu erkennen. Im Notfall werden einzelne Räder gezielt abgebremst und außerdem automatisch die Motorkraft reduziert (mittels Eingriff in die Drosselklappensteuerung), um das Fahrzeug zu stabilisieren, wird erläutert. Zusätzlich verfügt das Fahrzeug über eine elektronische Anhänger-Stabilitätskontrolle (Trailer Sway Control, TSC). Stellen die Sensoren ein drohendes Ausbrechen des Anhängers fest, wird durch kontrolliertes Abbremsen des Zugfahrzeugs - wiederum einzelner Räder - ein gefährliches Schwingen des Anhängers verhindert, erklärt der Konzern.

Im Innenraum sorgen die Abmessungen (Länge: 4,89 Meter, Breite: 1,88 Meter und Höhe: 1,69 Meter) in Verbindung mit dem langen Radstand (2,89 Meter) für ein großzügiges Platzangebot. Der Freemont verfügt über sieben Sitze. Die vollwertigen Sitze der dritten Reihe sind aufgrund der bis zu 90 Grad weit öffnenden hinteren Türen und des intuitiv zu bedienenden Verstellsystems leicht zugänglich. Die hinteren Sitze lassen sich darüber hinaus mit einer einfachen Bewegung umklappen und komplett im Boden verstauen. Das Fahrzeug wird somit zum Fünfsitzer mit einer völlig ebene Ladefläche. Auch die zweite Reihe und der Beifahrersitz können komplett umgeklappt werden. Der Innenraum bietet damit mehr als 32 Konfigurationsmöglichkeiten, so der Hersteller.

Die zweite Sitzreihe im Fond ist gegenüber den Fahrer- und Beifahrersitzen erhöht, die dritte Sitzreihe wiederum gegenüber der zweiten. Für die zweite Reihe stehen die aus der Sitzfläche ausklappbare, integrierte Sitzerhöhungen für Kinder (Child-Booster-System) zur Verfügung. Sie stellen durch eine um 102 Millimeter erhöhte Sitzposition sicher, dass die Sicherheitsgurte auch bei Kindern ihre Schutzwirkung optimal entfalten können.Der Gepäckraum bietet ein Volumen von bis zu 1461 Liter, was mehr als zehn Reisekoffern entspricht. Darüber hinaus liefern über 20 Ablagen weiteren Stauraum mit einem Gesamtvolumen, das mit Kofferrauminhalt eines City-Cars vergleichbar ist. So weist beispielsweise die vordere Armlehne ein großes Staufach auf, in dem der USB- und AUX-Anschluss und die 12-Volt-Steckdose Platz finden. Hier lassen sich portable Geräte aller Art von außen nicht sichtbar verstauen und aufladen. An das übersichtliche Armaturenbrett schließen sich die zentrale Mittelkonsole und das Infotainmentsystem mit großem 4,3-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay an. Durch bloßes Berühren lassen sich mithilfe dieses Bildschirms zahlreiche Funktionen des Fahrzeugs steuern, darunter die Drei-Zonen-Klimaanlage, die Sitzheizung oder auch die Stereoanlage.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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