07.07.2011

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Glanz und Stella: Neue Forschungsprojekte zur Lithium-Luft-Batterie

Die Speicherkapazität von elektrochemischer Energie in wiederaufladbaren Batterien zu steigern und somit größere Reichweiten für Elektroautos zu ermöglichen: Darauf zielen die beiden neuen Verbundforschungsvorhaben am Batterieforschungszentrum Meet (Münster Electrochemical Energy Technology) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ab. Dabei wird auf die Weiterentwicklung der Lithium-Luft-Technologie gesetzt. Genannt wurden die Projekte, die jetzt angelaufen sind, Glanz und Stella, wie die WWU berichtet. Glanz ist die Abkürzung für "Durch Glas geschützte Anode und Zelle", Stella leitet sich von "Strukturierte Elektroden für Metall-Luft-Akkumulatoren" ab.

Ziel beider Projekte ist es, die Speicherkapazität von Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu verbessern - angefangen von den Materialien bis hin zur fertigen Zelle, erklärt die WWU. "Die Energieinhalte in Akkumulatoren deutlich zu erhöhen, ist die Voraussetzung für größere Reichweiten und somit auch dafür, die Elektromobilität nachhaltig zur Marktreife zu bringen", betont Stella-Projektkoordinator Privatdozent Dr. Leo van Wüllen von der WWU. Die Lithium-Luft-Batterie soll mit ihren extrem hohen theoretischen Energiedichten hierzu eine vielversprechende Möglichkeit bieten, heißt es. "Entscheidend ist, das System praxistauglich zu machen", erklärt Professor Dr. Martin Winter (Bild), der gemeinsam mit Professor Dr. Stefano Passerini das Meet-Batterieforschungszentrum in den Projekten vertritt. Neben der Energiedichte sollen auch die Lebensdauer und die Recyclingfähigkeit von Batterien unter die Lupe genommen werden.

Glanz steht für das Projekt "Wiederaufladbare Lithium-Luft-Zelle mit glasbasierten Festkörperelektrolyten und geschützter Anode". Partner sind in dem Vorhaben neben der Universität Münster die Unternehmen Schott, Chemetall, Varta und Volkswagen. "Wesentliche Impulse sollen vom applikationsgerechten Verbau neuentwickelter Lithium-Ionen leitender Materialien erfolgen", erklärt Glanz-Projektkoordinator Dr. Wolfgang Schmidbauer von Schott. Am Forschungsvorhaben Stella ist neben der WWU federführend die Universität Hamburg mit Professor Dr. Michael Fröba beteiligt, heißt es aus Münster.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Projekte mit insgesamt rund 5,6 Millionen Euro. Davon entfallen mehr als zwei Millionen Euro auf die Universität Münster. Die beiden Vorhaben werden im Rahmen der BMBF-Initiative "Schlüsseltechnologien für die Elektromobilität" gefördert.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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