26.07.2011

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Toyota arbeitet am Schutz von Fußgängern und älteren Verkehrsteilnehmern

Ein System, das Kollisionen sowie das Abkommen von der Fahrbahn verhindern soll; ein blendfreies adaptives Lichtsystem; eine Pop-up-Motorhaube zum Fußgängerschutz; eine Überwachung des Herz-Kreislauf-Systems während der Fahrt: Toyota präsentiert weiterentwickelte und neue Technologien zur Steigerung der Verkehrssicherheit. Sie sollen das Ergebnis intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit sein und auf der umfassenden Auswertung von Unfalldaten basieren. Die Technologien dienen vor allem dem Schutz von Fußgängern und älteren Autofahrern, erläutert der Automobilhersteller.

Unfallstatistiken der japanischen Polizeibehörde zeigen laut Angaben des Unternehmens, dass sich die Zahl der Verkehrstoten in Japan in den vergangenen zehn Jahren zwar halbiert habe; zugleich sei aber der Anteil getöteter Fußgänger an der Gesamtzahl der Verkehrstoten innerhalb des vergangenen Jahres von 32,9 Prozent auf 35,2 Prozent gestiegen. Ein Blick in die Statistik enthülle darüber hinaus, dass mehr als die Hälfte (50,4 Prozent) der bei einem Verkehrsunfall getöteten Menschen 65 Jahre oder älter waren und dass sich nahezu die Hälfte (49,3 Prozent) der Verkehrsunfälle mit Todesfolge bei Nacht ereignet hätten. Die Identifizierung dieser Risiken bildet wie es heißt die Grundlage für die neue Generation von Sicherheitstechnologien, mit denen das Unternehmen das Unfallrisiko für alle Verkehrsteilnehmer senken und mögliche Verletzungsfolgen minimieren möchte.

So hat das Unternehmen unter anderem am seinem Pre-Collision-System (PCS) gearbeitet. Gegenüber der aktuellen Version, das in bestimmten Fahrsituationen vor frühzeitig vor einer Kollision warnt und so zur Minderung von Unfallfolgen beiträgt, soll das derzeit in der Entwicklung befindliche neue PCS dabei helfen, Kollisionen von vornherein zu verhindern. Das System soll mit Millimeterwellen-Radar und Stereokameras arbeiten, mit deren Hilfe Fußgänger und Fahrzeuge erfasst werden. Nahinfrarot-Strahlen sollen zudem die Sicht bei Nacht erhöhen. Sollte der Fahrer im Falle eines drohenden Zusammenstoßes nicht Bremsen, sorgt das weiterentwickelte PCS selbstständig für eine Vermeidung der Kollision.

Ebenfalls in der Entwicklung befindet sich ein System das durch die integrierte Regelung von Bremsen und Lenkung ein unbeabsichtigtes Verlassen der Fahrspur verhindert, wie es heißt. Ziel sei eine vollständige Überwachung des Raums außerhalb des Fahrzeugs einschließlich der Fahrbahnbegrenzungen und sich nähernder Fahrzeuge. Zum Funktionsumfang dieses so bezeichneten Spurhalteassistenten gehören die Einschätzung von Unfallrisiken und eine mögliche Richtungsänderung des Fahrzeugs, wie es heißt. Im Ergebnis solle das System dem Fahrer wirksam dabei assistieren, Unfälle zu vermeiden.

Zusätzlich arbeitet Toyota an weiteren Technologien, die zum Schutz von Fußgängern und älteren Menschen beitragen sollen. Beispielsweise wäre dies die adaptive Scheinwerferregelung. Vor zwei Jahren führte das Unternehmen eine automatische Fernlichtsteuerung ein. Dabei registriert eine an der Fahrzeugfront installierte Kamera die Rücklichter vorausfahrender Autos sowie die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge und löst bei Bedarf ein automatisches Abblenden der Scheinwerfer aus, wird zusammengefasst. Dieses System sei nun durch eine sequenzielle Abschirmung der Scheinwerfer weiter verbessert worden. Diese sequenzielle Abschirmung soll trotz eingeschaltetem Fernlicht ein Blenden entgegenkommender und vorausfahrender Fahrer verhindern und auf diese Weise eine maximale Ausleuchtung der Straßen bei Nacht ermöglichen.

Seit dem Jahr 2001 arbeitet das Unternehmen zudem wie es heißt an Karosseriestrukturen, die das Verletzungsrisiko für Fußgänger senken sollen. Sie basieren auf den Ergebnissen aus Tests mit konventionellen Crash-Test-Dummies sowie mit den virtuellen menschlichen Modellen Thums 4. An diesen Dummies lassen sich die Auswirkungen eines Unfalls auf das Gehirn und die inneren Organe analysieren. Die neu entwickelte Pop-up-Motorhaube hebt sich beim Zusammenstoß mit einem Fußgänger im hinteren Bereich an, um einen Aufprall des Fußgängers auf harte Motorteile zu verhindern, erklärt das Unternehmen. So soll das Risiko schwerer Kopfverletzungen verringert werden.

Zudem hat sich Toyota auch mit Herz-Kreislauf-Problemen auseinander gesetzt. Denn plötzliche Unregelmäßigkeiten des Herz-Kreislauf-Systems wie etwa Herzkammerflimmern können dazu führen, dass ein Fahrer am Steuer das Bewusstsein verliert, weiß der Automobilhersteller. Ein neu entwickelter Notfallschutz des Unternehmens funktioniert daher ähnlich wie ein Elektrokardiogramm (EKG). Diese neue Technologie soll die Herz-Kreislauf-Funktionen des Fahrers über den Kontakt der Hände mit dem Lenkrad kontrollieren. Das Unternehmen wird auf diesem Gebiet weitere Forschungsarbeit leisten, wie angekündigt wird. Ziel sei, ein System auf den Markt zu bringen, das schwere Unfälle aufgrund einer plötzlichen Verschlechterung des körperlichen Zustands des Fahrers zu verhindern helfe.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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