26.07.2011

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Untersuchung von Einflussfaktoren auf die Akzeptanz von Elektroautos

Im Rahmen der von der Bundesregierung geförderten "Systemforschung Elektromobilität (FSEM)" untersucht das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI gesellschaftspolitische Fragestellungen. Dazu gehören insbesondere die Nutzerakzeptanz sowie Konzepte und Maßnahmen, um diese zu fördern. Die neueste Befragung im Rahmen dieses Projektes beschäftigte sich mit den Einflussfaktoren auf die Kaufentscheidung von Kunden.

Ziel der aktuellen Befragung des Fraunhofer ISI und der Universität Zürich war, Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die in ihrem Wissens- und Erfahrungsstand bezüglich Elektroautos variieren, zu untersuchen und Einflussfaktoren für die Akzeptanz von Elektroautos zu identifizieren, erklärt das Institut. Ausgewertet worden seien knapp 1000 Fragebögen, sowohl von Nutzern und Kaufinteressierten als auch von Interessierten ohne Kaufabsicht sowie Nichtinteressierten. Die Ergebnisse zeigen, so erläutert das Institut, dass Elektroautos von den Konsumenten, die bereits Erfahrungen mit Elektromobilität gemacht haben, positiver beurteilt werden, als von denjenigen, denen Wissen und Erfahrung weitgehend fehlen. So würden beispielsweise die Alltagstauglichkeit von Elektroautos sowie ihre Betriebskosten und Umweltauswirkungen von denen, die sich bisher weniger für diese Fahrzeuge interessiert haben, negativer eingeschätzt. Ebenso sei vielen nicht bekannt, dass Elektroautos durchaus bei Fahreigenschaften und -komfort punkten könnten. Diese Wahrnehmungen beim Konsumenten spielen eine wichtige Rolle für die Bereitschaft, Elektroautos zu kaufen beziehungsweise zu nutzen, wird betont.

Auch für die weitere Entwicklung von Elektroautos ergeben sich Hinweise: "Den interessierten Kundengruppen ist es wichtig, dass Elektroautos umweltfreundlich und energiesparend sind. Sie müssen nicht vorrangig darauf ausgerichtet sein, mit konventionellen Autos mitzuhalten, müssen aber zu den eigenen Gewohnheiten, Bedürfnissen und Einstellungen passen", fasst Dr. Anja Peters, Projektleiterin der Befragung am Fraunhofer ISI die Ergebnisse zusammen.

Hinsichtlich der Maßnahmen zur Steigerung der Akzeptanz der Elektromobilität ist es somit wichtig, dass Angebote und Konzepte entwickelt werden, die Elektroautos intelligent in den Alltag der Konsumenten integrieren und nach Bedarf auch mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren, betont das Institut. Vorgänge, in denen sich Elektroautos von konventionellen Fahrzeugen unterscheiden würden - wie Ladeprozesse oder Routenplanung - sollten zum Beispiel so gestaltet und mit technischen Lösungen unterstützt werden, dass sie unkompliziert in der Handhabung seien und wenig Aufwand erfordern würden.

Eine positive Umweltbilanz und insgesamt ein gesellschaftlicher Nutzen der Elektromobilität sollte sichergestellt und transparent kommuniziert werden, heißt es zudem. Für die tatsächliche Kaufentscheidung sei bei alledem aber entscheidend, dass die Testmöglichkeiten für Elektrofahrzeuge verbessert würden, welche aktuell aus Sicht der Nichtnutzer nur unzureichend vorhanden seien. So urteilt das Fraunhofer Institut, dass entsprechende Angebote jedoch eine effektive Möglichkeit für die zukünftigen Nutzer seien, zu überprüfen, ob Elektroautos zum eigenen Alltag passen würden, und um die Eigenschaften von Elektroautos anschaulich zu erleben.

(Bild: Audi)
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Autor(en): Katrin Pudenz
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