27.07.2011

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Kreuzung für Unfallvermeidungsforschung in Aschaffenburg

Für Forschungsarbeiten zu neuartigen Konzepten der Unfallvermeidung im Straßenverkehr wird im August in Aschaffenburg eine Straßenkreuzung umgebaut. Dies ist die erste Versuchsanordnung dieser Art in Deutschland, erklärt die Forschungsinitiative KO-Fas. Es sollen Technologien erforscht werden, wie unfallkritische Situationen frühzeitig erkannt und Unfälle verhindert werden können.

Nach umfangreichen Planungs- und Vorbereitungsarbeiten werden im August 2011 an der Kreuzung Würzburger Straße / Flachstraße / Spessartstraße in Aschaffenburg Sensoren installiert, mit denen eine neue Generation von Unfallvermeidungssystemen erforscht wird, erläutert die Initiative. Diese Systeme basieren auf kooperativen Sensornetzwerken und sind über Fahrzeug-Fahrzeug- und Fahrzeug-Infrastruktur-Kommunikation miteinander verbunden, heißt es weiter.

Auf Deutschlands Straßen sterben jedes Jahr mehrere tausend Menschen bei Verkehrsunfällen, berichtet die Initiative. Durch zahlreiche Maßnahmen bestehe mittlerweile ein hohes Sicherheitsniveau in allen Fahrzeugklassen, die Zahl der zu beklagenden Todesopfer sei jedoch nach wie vor hoch. Die Sicherheit könnte deutlich erhöht werden, falls eine Unfallgefahr von den Fahrzeugen vorzeitig erkannt werden könnte, um den Fahrer davor zu warnen oder um präventive Schutzmaßnahmen einzuleiten, wird weitergehend erläutert. Besondere Unfallgefahr bestehe an innerstädtischen Kreuzungen.

Federführend werden die Arbeiten von der Hochschule Aschaffenburg in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm, BMW Forschung und Technik und Daimler mit Unterstützung durch die Stadt Aschaffenburg geleistet. Die Koordination der Forschungsinitiative Ko-Fas liegt bei der Continental Safety Engineering International in Alzenau, die Administration bei Zentec.

Ziel der Forschungsinitiative ist, wesentliche Beiträge zur Steigerung der Verkehrssicherheit zu leisten, also die Zahl von Verkehrsunfällen zu reduzieren sowie deren Folgen soweit möglich zu mindern, wird erläutert. Die Forschungsinitiative entwickelt dazu neuartige Technologien, Komponenten und Systeme, die den Verkehrsteilnehmern mittels kooperativer Sensorik und Perzeption ein umfassendes Bild der Verkehrsumgebung bereitstellen.

Auf dieser Basis soll es möglich sein, kritische Verkehrssituationen frühzeitig zu erkennen, sodass mit vorbeugenden Maßnahmen Unfallsituationen vermieden oder Unfallfolgen wesentlich vermindert werden können. Die genannten Technologien basieren auf dem Zusammenwirken von Sensoren der verschiedenen Verkehrspartner und verwenden neueste Verfahren der Kommunikationstechnologie zum Austausch dieser Informationen, heißt es.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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