08.08.2011

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Formula Student Germany 2011: Ravensburg und Delft holen sich den Sieg

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Das Team Global Formula Student Racing der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Ravensburg hat sich den Gesamtsieg der Formula Student Combustion (FSC) gesichert. Die Ravensburger verwiesen in der FSC, dem traditionellen Wettbewerb mit Verbrennungsmotoren, die Teams der Technischen Universität (TU) München und der Universität Stuttgart auf den zweiten und dritten Platz. In der Klasse der Formelrennwagen mit reinem Elektroantrieb, Formula Student Electric (FSE), siegte das DUT Racing Team der TU Delft. Zweiter wurde die ETH Zürich vor der DHBW Ravensburg auf Rang drei. Nach fünf Tagen, in denen sich Studenten-Teams mit ihren Rennwagen in drei statischen und fünf dynamischen Disziplinen behaupten mussten, endete am vergangenen Wochenende die diesjährige Formula Student Germany am Hockenheimring. Diesjährige Neuerung war, dass die Disziplin Skid Pad, bei dem die Fahrzeuge einen Parcours in Form einer Acht absolvieren müssen, auf einer kontinuierlich bewässerten Oberfläche (Wet Pad) gefahren wurde. So sollte sichergestellt werden, dass die Bedingungen für alle Teams die gleichen sind.

Als Höhepunkt der Endurance-Disziplin, bei dem die Fahrzeuge zwei mal elf Kilometer am Stück bewältigen müssen, fuhren die vier schnellsten Fahrzeuge aus dem Autocross, dem Zeittraining für die Endurance, gegeneinander. Hier konnte das Ravensburger Team mit konstanten Rundenzeiten punkten und sich den Sieg in dieser Disziplin sichern. Der zweite Platz im Ausdauerrennen ging an die TU München, gefolgt vom Rochester Institute of Technology. Die Oxford Brooks University schied leider vorzeitig aus und konnte das Langstreckenrennen nicht beenden.

Neben der Formula Student Combustion hat dieses Jahr zum zweiten Mal die Formula Student Electric stattgefunden. In der Klasse der Elektrofahrzeug sind 31 Teams gestartet - doppelt so viele wie bei der Premiere im Jahr 2010. Sie treten dabei in den gleichen Wettbewerbsdisziplinen wie die Rennwagen mit Verbrennungsmotor an. Höhepunkt war hier die so genannte Endurance bei Nacht. Der anhaltende Regen sorgte im Laufe des Ausdauerrennens für zahlreiche Dreher. Das Team der TU München konnte hier mit guten Rundenzeiten und sehr guter Fahrleistung punkten und sich so den Sieg in der Ausdauerdisziplin bei den Elektrofahrzeugen sichern. Mit letztem Schwung rollte das Fahrzeug der Bayern über die Zielgerade, da kurz zuvor der Motor versagt hatte.

Am Sonntag gab es für Teams und Zuschauer noch ein besonderes Ereignis zu sehen: Ein Schaurennen - ausgetragen zwischen den E-Fahrzeugen der TU München und der Universität Stuttgart aus der aktuellen Saison, dem Siegerauto der TU Delft, das die FSC im vergangenen Jahr gewonnen hatte, sowie dem Rennwagen mit Verbrennungsmotor der TU Darmstadt aus dem Jahr 2008 - sorgte für einen spannenden Abschluss der Formula Student Germany. Das Rennen konnte das Münchner Team für sich entscheiden und so demonstrieren, dass Elektrofahrzeuge durchaus konkurrenzfähig gegenüber den Rennwagen mit Ottomotor sind.

In diesem Jahr nahmen an dem internationalen Konstruktionswettbewerb, den der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) bereits zum sechsten Mal ausrichtete, 109 Teams aus 25 Nationen wie Indien, Ecuador und Südafrika teil. Damit steigt die Anzahl der Teams, die am Wettbewerb teilnehmen, weiter an: Im Vergleich mit dem Vorjahr sind 19 weitere Mannschaften dazugekommen. Rund 6000 Zuschauer kamen trotz teilweiser heftiger Regenfälle und bejubelten die insgesamt 2700 Studenten.

Die Nachwuchsingenieure konstruierten ein Jahr lang einen Rennwagen und traten am Hockenheimring in acht Disziplinen gegeneinander an. Bei der Formula Student Germany gewinnt aber grundsätzlich nicht das Team mit dem schnellsten Rennwagen, sondern jenes mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennleistung sowie Geschäfts- und Finanzplanung. Bewertet werden die Konzepte von Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft.

Auch in diesem Jahr begleitet die ATZ wieder den Konstruktionswettbewerb mit einer Sonderausgabe. Sie wird zum Jahresende erscheinen. Darin werden die technischen Höhepunkte der aktuellen Fahrzeuge und ein Rückblick auf die Formula Student Germany 2011 in Hockenheim zu lesen sein.
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Autor(en): Christiane Brünglinghaus
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