19.08.2011

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Weltpremiere des neues Lexus GS

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Mit einem neu entwickelten Chassis, sportlich präzisen Handlingeigenschaften aber auch mit großzügigeren Platzverhältnissen im Innenraum kommt der neue GS von Lexus daher. Beim Concours d'Elegance im kalifornischen Pebble Beach hat die zu Toyota gehörige Marke nun das neue Modell präsentiert. Die vorgestellte Version GS 350 verfügt über einen 3,5-l-V6-Motor mit 228 Kilowatt Leistung, beschleunigt in zirka 3,7 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und kombiniert Saugrohr- und Direkteinspritzung. Das Modell wird ebenfalls bei der bevorstehenden Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt zu sehen sein.

Das vorrangige Entwicklungsziel habe darin bestanden, eine agile, kraftvolle Limousine zu entwerfen, berichtet der Automobilhersteller. Maßnahmen wie die aerodynamisch optimierte Karosserie, die von Grund auf neu entwickelte Plattform mit steiferer Struktur und verbreiterter Spur, das Automatikgetriebe mit verkürzten Schaltzeiten und der markante Motorsound sollen dazu ebenso beitragen wie die optimierten Sitze mit ausgezeichnetem Seitenhalt. Die neue Plattform soll im Vergleich zum Vorgänger wesentlich verwindungssteifer ausgelegt sein. Als Merkmale nennt der Hersteller die deutlich höhere Zahl an Schweißpunkten sowie die Anwendung von Laserschweißverfahren in speziellen Bereichen. Die vorne um 40 und hinten um 50 Millimeter verbreiterte Spur sowie das neue Fahrwerk sollen der Limousine eine satte Straßenlage und eine gute Kurvenstabilität verleihen.

Eine neue Radaufhängung soll dem GS zu einem präzisen Lenkverhalten verhelfen. An der Vorderachse sind die oberen und unteren Lenker aus Leichtmetall gefertigt und mit größer dimensionierten Lagern versehen, wird berichtet. Auch der hintere Hilfsrahmen sei komplett überarbeitet und auf die neue Mehrlenker-Hinterachse abgestimmt worden. Die optimierte Achsgeometrie unterstütze die Seitenführungskräfte der Reifen und erhöhe die Spurstabilität der Hinterachse. Aufgrund der steiferen Plattform und der leichten Fahrwerkskomponenten sei es möglich geworden, die Stoßdämpfer mit einem Dämpferöl geringerer Viskosität zu befüllen. Im Ergebnis sollen sie ein sehr präzises Ansprechverhalten zeigen und schnell und feinfühlig selbst auf leichte Fahrbahnstöße reagieren. Die Verwendung von Leichtmetall-Lenkern an Vorder- und Hinterachse reduziere zudem die ungefederten Massen und wirke damit positiv auf Agilität, Fahrkomfort, Lenkpräzision und Fahrstabilität. Das leichtere und dennoch robuste Fahrwerk reagiert auf den Input des Fahrers sensibel und arbeitet dabei äußerst reibungs- und geräuscharm, erläutert das Unternehmen. Innenbelüftete Scheibenbremsen mit Leichtmetall-Vierkolben-Bremszangen an der Vorderachse und elektronische Assistenzsysteme der jüngsten Generation sollen für optimale Bremsbalance und Stabilität sorgen.

Das neue Fahrzeug wird in der präsentierten Version - in Westeuropa kommt der Lexus GS mit anderen Motoren auf den Markt. Dazu wird das Unternehmen bei der Internationalen Automobil-Ausstellung weitere Informationen liefern - von einem 3,5-l-V6-Triebwerk angetrieben, das mit vier Nockenwellen, vier Ventilen je Zylinder und der dualen variablen Ventilsteuerung VVT-i arbeitet. Die Spitzenleistung benennt der Hersteller mit 228 Kilowatt 6.400 1/min, das maximale Drehmoment mit 375 Newtonmeter bei 4.800 1/min und ergänzt, dass das Aggregat mit kombinierter Saugrohr- und Direkteinspritzung ausgestattet ist. Derart gerüstet soll der GS den Sprint von 0 auf etwa 100 km/h (60 mph) in 5,7 Sekunden absolvieren. Dabei verbrauche er weniger Benzin als sein Vorgänger.

Die elektronisch gesteuerte Sechsstufen-Automatik (ECT-i) mit sequenziellem Schaltmodus verfügt schon in der Serienausstattung über Schaltwippen am Lenkrad und ein Sportprogramm, berichtet der Hersteller. Das optimierte Getriebe soll sich durch kürzere Schaltzeiten, eine frühere Wandlerüberbrückung und automatisches Zwischengas beim Zurückschalten auszeichnen. Dem Fahrer stehen vier Fahrprogramme zur Verfügung, die über den neuen Fahrmodus-Wahlschalter auf dem Getriebetunnel aktivieren werden können. Neben dem Normal-Modus sollen folgende Einstellungen wählbar sein: Im Eco-Modus sollen eine geänderte Gaspedal-Kennlinie sowie die energiesparende Steuerung von Sitzheizung und Klimaanlage eine verbrauchsoptimierte Fahrweise unterstützen. In diesem Modus wechselt die Farbe der Instrumentenbeleuchtung auf Blau. Im so genannten Sport-S-Modus lasse sich durch die sportliche Gaspedal-Kennlinie sowie ein entsprechendes Schaltprogramm das Leistungspotenzial des Antriebs voll ausschöpfen werden. Die Farbe der Instrumentenbeleuchtung wechsele auf Rot. Im Sport-S+-Modus, der wiederum nur für bestimmte Modellvarianten erhältlich ist, sollen neben der sportlichen Abstimmung des Antriebs auch die adaptive variable Dämpfung, das Lenksystem und das Fahrzeugstabilitätsprogramm VSC entsprechend angepasst werden und für maximale Fahrdynamik sorgen.

Im neuen GS kommt die jüngste Interpretation der Design-Philosophie des Herstellers L-finesse zum Ausdruck, wird berichtet. Diese Formensprache werde für alle künftigen Automobile der Marke richtungsweisend sein. Den Designern sei es darauf angekommen, die Umströmung der Karosserie durch den Fahrtwind zu visualisieren und so eine ausgefeilte Aerodynamik mit reduziertem cw-Wert zu realisieren. Neben der strömungsgünstigen Gestaltung des Unterbodens sorgt die Heckschürze mit markantem Diffusor für optimierte aerodynamische Verhältnisse. Das neue Modell soll zudem mehr Raum für die Passagiere und gesteigerten Reisekomfort auf allen Plätzen bieten. In besonderem Maße profitiere der Arbeitsplatz des Fahrers. Die Dimensionen des neuen Modells benennt das Unternehmen mit einer Länge von 4850 Millimeter, einer Breite von 1840 Millimeter und einer Höhe von 1455 Millimeter. Der neu gestaltete Sitzrahmen und der modifizierte Aufbau der Lenksäule ermöglichen eine optimale und komfortable Sitzposition, wie es heißt. Auch die Passagiere im Fond sollen von Platzverhältnissen profitieren , denn auch in Sachen Kopf- und Beinfreiheit sowie Knie- und Fußraum hat das neue Modell im Vergleich zum Vorgänger hinzugewonnen. Geänderte Türausschnitte sollen das Ein- und Aussteigen erleichtern. Das um etwa 25 Prozent größere Gepäckabteil, die abgesenkte Ladekante und die weit öffnende Kofferraumhaube erhöhen die Reisetauglichkeit.

Zahlreiche Upgrades sollen zur Serienausstattung der neuen Limousine zählen, darunter eine neue energiesparende Klimatisierungsautomatik, die mit einer Belegungskennung auf den vorderen und hinteren Sitzen arbeitet. Diese Technologie klimatisiere nur jene Plätze im Fahrzeug, die tatsächlich von einem Passagier besetzt seien. Ebenfalls serienmäßig an Bord ist das weiterentwickelte Remote-Touch-Bedienelement mit optimierter Enter-Funktion. Damit sollen sich unter anderem die Klimatisierungsautomatik, das Audiosystem, die Telefonfunktionen und das optionale Navigationssystem steuern lassen. Dabei würden die Bildschirmmenüs über den Controller angewählt und per Tastendruck bestätigt. Der Vorteil dieses Konzepts bestehe in seiner schnellen, intuitiven Bedienbarkeit.

Neben der optimierten Bremsanlage und einer modernen Sicherheits-Fahrgastzelle ist das neue Fahrzeug serienmäßig mit verschiedenen passiven und aktiven Sicherheitseinrichtungen ausgerüstet. Zum Serienumfang zählen zwölf Airbags, darunter Knieairbags für Fahrer und Beifahrer. Die hinteren Plätze sind mit in die Sitze integrierten Seitenairbags ausgerüstet, seitliche Kopfairbags für alle äußeren Plätze sind ebenfalls an Bord. Ein neues Schleudertrauma-Schutzsystem (WIL) auf den vorderen Plätzen bringt die Passagiere bei einem Aufprall in eine möglichst sichere Position und optimiert zudem die Schutzwirkung der Sicherheitsgurte, erklärt der Hersteller. Zusätzlichen Insassenschutz soll das auf Wunsch lieferbare Pre-Crash-Safety-System bieten, das die Radar-Technik der dynamischen, adaptiven Geschwindigkeitsregelanlage nutzt, um bereits früh vor drohenden Kollisionen zu warnen. Erstmals werde das System im GS von einem Driver-Monitoring-System mit Infrarot-Kamera unterstützt. Drehe der Fahrer den Kopf zur Seite, während das System eine Kollisionsgefahr feststelle, erfolge die Warnung entsprechend früher. Bleibe die erforderliche Reaktion des Fahrers aus, leite das System bis zwei Sekunden vor dem Aufprall automatisch ein Bremsmanöver ein, um die Folgen der Kollision zu mindern. Daneben ist der neue GS mit weiteren Fahrassistenzsystemen orderbar. Dazu gehören ein Night Vision System, das die Sicht bei Dunkelheit verbessert, ein Head-Up-Display (HUD) sowie ein Blind Spot Monitor, der den toten Winkel seitlich und hinter dem Fahrzeug erfasst, zählt das Unternehmen auf. Auch der Spurhalte-Assistent LKA und der Spurwechselwarner LDW kommen im neuen GS zum Einsatz. Zudem werde im neue Modell die Spurhaltefunktion mit einem automatischen Lenkimpuls kombiniert und so den Fahrer bei Lenkkorrekturen proaktiv unterstützt. LDW warnt den Fahrer optisch und akustisch vor unbeabsichtigtem Verlassen der Fahrbahn.

In Europa wird der GS 350 ausschließlich in den Ländern Russland, Ukraine und Kasachstan angeboten und zwar als Allradversion. Sein elektronisch gesteuerter Allradantrieb verbessert die Traktion bei wechselnden Fahrbedingungen. Das System variiert die Antriebskraftverteilung auf Vorder- und Hinterachse je nach Situation zwischen 50/50 und 30/70 und gewährleistet auf diese Weise stets maximale Fahrstabilität. Ab Frühjahr 2012 führt das Unternehmen den neuen GS auch in Westeuropa ein. Zu den dann erhältlichen Modellvarianten sollen auch eine Hybrid-Version und eine F-Sport Ausführung zählen. Erste Informationen zu diesen neuen Modellen sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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