23.08.2011

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Fuso: Der neue Canter mit vollautomatisiertem Doppelkupplungsgetriebe

Der Fuso Canter geht rundum überarbeitet in die nächste Runde. Zudem erhält der Lkw ein Doppelkupplungsgetriebe. Zusammen mit verlängerten Service-Intervallen, vergrößerter Nutzlast und einer aufbaufreundlicheren Chassis-Konstruktion soll der Lkw in dieser nächsten Generation wirtschaftlicher als bisher sein. Das Fahrwerk soll bei der 3,5-t-Variante von einer Einzelradaufhängung vorn und dem optionalen Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP, bei den Typen 6S und 7C) profitieren. Die Serienproduktion des neuen Canter für Europa im Werk Tramagal/Portugal beginnt im September, berichtet das Unternehmen.

Das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe Duonic ist eine der technischen Neuheiten des Fuso Canter. Als erster Hersteller bringt Fuso nach eigenen Angaben somit ein Doppelkupplungsgetriebe für Lkw auf den Markt. Neben einem geringeren Kraftstoffverbrauch schont das vom Pkw bekannte Direktschaltgetriebe (DSG) die Aggregate, entlastet den Fahrer und verbindet die Komfortvorteile eines Automatikgetriebes mit der Wirtschaftlichkeit eines Schaltgetriebes, wie der Hersteller erklärt. Das Doppelkupplungsgetriebe mit verschleißfreier Kupplung wechsele die Gänge ruckfrei nahezu ohne Unterbrechung des Kraftschlusses und ohne Wandlerverluste. Manuelles Schalten sei bei Bedarf jederzeit möglich. Vergleichsmessungen ergaben, dass das neue Getriebe so sparsam ist wie das manuelle Canter-Getriebe, betont das Unternehmen. Das vollautomatisierte Getriebe wird alternativ zum serienmäßigen Fünfgangschaltgetriebe angeboten.

Das Getriebe ist mit einem Vierzylinder-Turbodieselmotor verbunden, der serienmäßig die Euro-5-Abgasnorm erfüllt. Das Triebwerk mit 3,0 Liter Hubraum steht in drei Leistungsstufen von 96 Kilowatt über 110 Kilowatt bis 129 Kilowatt zur Verfügung, gibt das Unternehmen an. Es sei nun auf Wunsch mit einer Start-Stopp-Funktion für Duonic und Schaltgetriebe erhältlich. Diese Technik soll den Kraftstoffverbrauch des Canter im Kurzstreckenverkehr nochmals um bis zu drei Prozent senken. Eine Verlängerung des Wartungsintervalls von 30.000 auf 40.000 km wiederum diene dazu die Wirtschaftlichkeit des Lkw verbessern.

Die Vorderachse des Modells der neuen Generation soll sich nun durch eine Einzelradaufhängung bei der 3,5-t-Variante auszeichnen. Alle Canter verfügen über ein elektronisches Bremssystem, heißt es. In den beiden oberen Gewichtsklassen ist der Lkw auf Wunsch mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP) zu bekommen. Ebenfalls wird er optional mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag ausgeliefert.

Das Frontlenker-Fahrerhaus hat ein neues Cockpit erhalten. Neue Instrumente mit einem Multifunktionsdisplay, neue Sitze - optional auch gefedert - mit verstellbarer Lordosenstütze, die neue Heizung und Klimaautomatik, ein verbesserter Durchgang von links nach rechts im Fahrerhaus sowie neue Ablagen wurden in die Kabine eingebaut.

Das Programm des Fuso Canter wird im Rahmen des Modellwechsels neu abgestimmt. Es deckt mit 3,5 t, 6,0 t (neu) und 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht alle wesentlichen Segmente des Leicht-Lkw ab, erläutert der Hersteller. Neben den Gesamtgewichtsklassen wurden auch die zulässigen Achslasten und die Rahmenlayouts des Modells neu definiert. Damit einher gehen je nach Modell Nutzlastgewinne zwischen 85 und 500 Kilogramm. Neu im Programm ist ein extralanger Radstand von 4750 Millimeter für Aufbauten bis zu 7000 Millimeter Länge, ein 3,5-t-Canter mit 129 Kilowatt sowie ein 3S mit nur 1700 Millimeter Gesamtbreite.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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