25.08.2011

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Solardach treibt Hybrid-Sportwagen Fisker Karma an

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Ein Solardach, das hilft, die Antriebsbatterie zu laden, und welches das Klimamanagement eines Plug-in-Hybrids unterstützt: Das ist im Hybrid-Sportwagen Fisker Karma möglich. Asola, Entwickler und Hersteller von Standard-Solarmodulen, Dachintegrationssystemen und Automotiven Solarsystemen wird das Dach des Sportwagens im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt präsentieren.

Mit einer Fläche von 1,1 auf 1,4 Meter sowie einer Leistung von 120 Watt ist das Dach das derzeit größte und leistungsstärkste sphärisch gewölbte Solardach seiner Art, wie der Entwickler erläutert. Um die Sonnenenergie effizient nutzen zu können, sei das Solardach in die Bordelektronik eingebunden und speise die gewonnene Energie in die Lithium-Ionen-Batterie des Plug-in-Hybrid-Sportwagens ein. Die Batterie soll bis zu 80 Kilometer Reichweite im rein elektrischen Betrieb ermöglichen. Das Dachmodul soll die strengen Qualitätssicherungstandards von General Motors, auf die sich der amerikanische Hersteller Fisker Automotive stützt, erreichen. Das Solardach erfüllt die Normen und Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie und ist nach den ECE, ANSI und CCC Standards zertifiziert.

Mit insgesamt 80 hocheffizienten monokristallinen Solarzellen soll das Dach eine solaraktive Fläche von 0,8 Quadratmeter bieten. Direkt in die Karosseriearchitektur integriert bilde das Solarmodul zugleich das Dach des Sportwagens. Außerdem setze die Solarenergie das Klimamanagement des Sportwagens auch im Stand fort. So trage das Solardach zur größeren Unabhängigkeit von fossilen Treibstoffen bei und reduziere die CO2-Emissionen. Noch dazu könne die gewonnene Solarenergie gespeichert und bei Bedarf zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgerufen werden.

Das Solardach sammelt die Energie der Sonne und speichert sie, erklärt der amerikanische Automobilhersteller. Die Energie, die durch das Dach gewonnen werde, könne im Jahr für nahezu 320 Kilometer Reichweite ohne Kosten und Emissionen sorgen.

Der Fisker Karma ist ein Elektroauto mit verlängerter Reichweite, wie der US-amerikanische Hersteller aus Kalifornien seine Entwicklung beschreibt. Die Elektro-Hybridfahrzeug-Technologie mit Verbrennungsmotor und Generator schaffe eine Gesamtreichweite von 483 Kilometer und erreiche einen Verbrauch von 2,4 Liter pro 100 Kilometer. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 83 Gramm pro Kilometer auf einer jährlichen Basis.

Mit dem proprietären, von einem Militärfahrzeug inspirierten EVer-Antrieb könne der Wagen von Null auf rund 100 km/h in 5,9 Sekunden beschleunigen. Das Fahrzeug könne rein mit elektrischer Energie, die von einer wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterie gespeist wird, bis zu 80 Kilometer weit fahren. Dann sorge ein 175-Kilowattstunden-Generator, der an einen turbogeladenen 2,0-l-Ottomotor mit Direkteinspritzung gekoppelt ist, für weitere 403 Kilometer Reichweite. Der Sportwagen soll dementsprechend bis zum erneuten Aufladen der Batterie beziehungsweise Auftanken etwa 403 Kilometer zurücklegen können.

Das Fahrzeug werde ausschließlich von elektrischen Traktionsmotoren angetrieben. Der eingebaute Benzinmotor zur Erhöhung der Reichweite treibt einen Generator an, um die Elektromotoren, wie erforderlich, mit Strom zu versorgen. Es gibt keine mechanische Verbindung zwischen dem Verbrennungsmotor und den Antriebsrädern. Das Herz des EVer-Antrieb bildet eine wiederaufladbare 20-Kilowattstunden-Lithium-Ionen-Batterie, die von A123 Systems in Watertown, Massachusetts, entwickelt wurde. Nanophosphat-Technologie (Nanophosphate) soll Energie, Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit maximieren. Die Batterie soll angeschlossen an 220 Volt in zirka sechs Stunden aufzuladen sein.

Der Hybrid-Sportwagen soll, manuell wählbar durch den Fahrer, mit elektrischem oder hybrid-elektrischem Antrieb fahren können. Der Standard-Elektromodus maximiere die Effizienz und gebe dem Auto die größte Reichweite im Akkuantrieb, bevor automatisch der mit einem Benzinmotor angetriebene Generator aktiviert werde, der wiederum den Ladezustand der Batterie erhalte. Im Elektromodus kann der Wagen laut Hersteller in 7,9 Sekunden von Null auf etwa 100 km/h beschleunigen. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 153 km/h. Zudem verfügt das Gefährt über ein Drehmoment von 1330 Newtonmeter, das augenblicklich zur Verfügung steht (von 0 1/min). Mit einem Zug an der linken Schaltwippe des Lenkrads wird der Sportmodus aktiviert. Wird dies getan, treibt der Benzinmotor den Generator an, um zusätzliche Energie zur Unterstützung der Batterie zu Verfügung zu stellen. Zudem verfügt das Auto über Bremsen mit Energierückgewinnungssystem. Bremsenergierückgewinnung sammelt kinetische Energie, die sonst als Abwärme ungenutzt bleibt und lädt damit die Batterie. Mit der Konsole auf der rechten Seite des Lenkrads kann der Fahrer den Bergabfahrtmodus bedienen und damit die regenerativen Bremsniveaus in drei Stufen einstellen; daraus ergibt sich eine Funktion, die dem Rückschalten in üblichen Autos ähnelt.

Der Karma ist das erste Auto von Fisker Automotive und soll gemäß der Unternehmensphilosophie für nachhaltiges und verantwortungsvolles Design (Sustainable and Accountable Design) gebaut worden sein.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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