30.08.2011

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Peugeot präsentiert die Dieselhybridstudie HX1

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Für die Studie des Peugeot HX1 wurde bei einer Länge von 4,93 Meter eine niedrige Van-Architektur gewählt. Diese erzielt einen Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,28. Mit einer addierten Maximalleistung von 220 Kilowatt aus dem Verbrennungsmotor 2.2-l-HDi und dem Elektroantrieb der Hinterachse bietet der Dieselhybridantrieb die Funktionalitäten der aktuellen Hybrid-4-Technologie mit Allradantrieb und reinem Elektromodus. Die Reichweite konnte mithilfe der Plug-in-Funktion auf 30 Kilometer erweitert werden, wie der Hersteller erklärt. Seine Weltpremiere wird die Studie HX1 im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt erleben.

Die Hybrid-4-Technologie, die in der Studie verwendet wird, kommt zunächst im Peugeot 3008 Hybrid4 zum Einsatz und wird mit dem 508 RXH Einzug in weitere Modelle des französischen Automobilherstellers halten. Das Hybrid-4-Prinzip funktioniert folgendermaßen: Bei gleichzeitigem Einsatz des Verbrennungsmotors vorne (Antrieb der Vorderachse) und des Elektromotors hinten (Antrieb der Hinterachse) werden alle vier Räder angetrieben. Dies erhöhe Sicherheit und Traktion in Extremsituationen. Bei geringen Geschwindigkeiten könne im so genannten Zero-Emission-Modus (ZEV) auch nur mit dem Elektromotor gefahren werden. Unter der Fronthaube der Studie sitzt ein 150 Kilowatt starker Verbrennungsmotor des Typs 2.2-l-HDi-FAP verbunden mit einem Sechsstufen-Automatikgetriebe, entsprechend der GT-Version als Spitzenversion der derzeit angebotenen Modellreihe 508. In Kombination mit einem 70 Kilowatt starken Elektromotor beträgt die addierte Gesamtleistung 220 Kilowatt.

Mithilfe der Plug-in-Funktion der Studie sollen sich die Lithium-Ionen-Batterien bequem an einer normalen 220-Volt-Haushaltssteckdose aufladen lassen. Dadurch soll sich die Reichweite im ZEV-Modus, das heißt im reinen Elektrofahrbetrieb, auf bis zu 30 Kilometer erhöhen. Der Verbrauch des HX1 im EU-Fahrzyklus beträgt laut Hersteller 3,2 l/100 km bei einem CO2-Ausstoß von 83 Gramm pro Kilometer.

Der HX1 soll ein Konzeptfahrzeug sein, das Ideen für zukunftsfähige Lösungen in vielen Bereichen wie Baukonzept, Aerodynamik, Modularität, Ausstattung, Materialien und Innenraumgestaltung sowie nicht zuletzt Motorisierung inspirieren soll. Die Konzeptionsvorschläge haben laut Unternehmen schließlich unter dem Leitmotiv "Metamorphose" zu einem Fahrzeug geführt, das sich jederzeit an Fahr- und Einsatzbedingungen sowie Umwelt anpassen kann.

Unter Berücksichtigung der Vorgaben wurde die Studie als flacher Van konzipiert: 1,373 Meter hoch, 1,990 Meter breit und 4,954 Meter lang. Dieses Design soll eine klare, elegante Linienführung mit Luftwiderstandsbeiwert von cw=0,28 zugunsten maximaler Gesamteffizienz bedingen. Vier gegenläufig schräg öffnenden Flügeltüren sollen den Einstieg erleichtern. Nach Bedarf kann das Concept-Car über ein modulares Sitzkonzept mit zwei frei verschiebbaren Sitzen in der Mittelreihe umgestaltet werden. Sechs Insassen sollen in dem Gefährt Platz finden können. Nach dem gleichen Prinzip wie beim Concept-Car HR1 (präsentiert im Rahmen des Pariser Automobilsalon 2010) sind die zusätzlichen Fondsitze hinter den Vordersitzen verstaut.

In Punkto Aerodynamik sollen bewegliche Teile den Luftstrom optimieren und die Umwelteffizienz des Autos erhöhen: Sieben Felgenflaps in Turbinenoptik klappen auf oder bilden eine flache Scheibe. Gleichzeitig sollen sich bei Geschwindigkeiten über 100 km/h ein Spoiler und zwei Seitenbleche über der Heckklappe entfalten. Während der Fahrt passe sich die Studie so den aktuellen Bedingungen an.

Auch im Cockpit soll sich das Fahrzeug den Bedürfnissen des Fahrers anpassen können. Eine parallel zur Sitzeinstellung elektrisch verstellbare Lenksäule soll das Ein- und Aussteigen erleichtern. Der Lenkradkranz bewege sich im Cruising-Modus automatisch in eine für den Fahrer bequeme Position zurück. Der zentrale Multifunktionsbildschirm neige sich, so dass nur noch die wichtigen Informationen in seinem Sichtfeld angezeigt werden. Die Cockpitinstrumente sollen den Fahrer jederzeit unterstützen und ihm Informationen zum Zustand seines Fahrzeugs geben. Über ein Head-up-Kombiinstrument würden sämtliche Informationen direkt im Blickfeld des Fahrers angezeigt, der dadurch den Blick nicht unnötig von der Straße wenden müsse.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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