31.08.2011

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Audi S-Modelle mit neuem V8-Motor

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Ob S6, S6 Avant, S7 Sportback oder S8: All diese Modelle bekommen einen neu entwickelten V8-Motor mit vier Liter Hubraum und bis zu 382 Kilowatt Leistung. Automobilhersteller Audi wird die neuen Hochleistungsvarianten in Kürze im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

Die beiden neu aufgelegten Modellen S6 und den S6 Avant nutzen den 4.0 TFSI in der Version mit 309 Kilowatt. Von 1400 1/min bis 5300 1/min stellt der doppelt aufgeladene Achtzylinder 550 Newtonmeter Drehmoment bereit. Er beschleunigt den S6 in 4,8 Sekunden von null auf 100 km/h, beim S6 Avant benötigt er 4,9 Sekunden, gibt der Hersteller an. Die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h elektronisch begrenzt. Mit dem 4.0 TFSI will der Hersteller seine Downsizing-Strategie in die Hochleistungs­klasse transportieren. So arbeitete im Vorgängermodell ein frei saugender V10-Antrieb mit 5,2 Liter Hubraum. Das neue Aggregat soll sportlichere Fahrleistungen bei einem um bis zu 25 Prozent verringerten Kraftstoffverbrauch ermöglichen. Für den S6 gibt der Hersteller einen mittleren Wert von 9,7 l/km an, für den S6 Avant 9,8 l/km.

An der Verbrauchsreduzierung beteiligt sind Technologien wir das Rekuperations- und Start-Stopp-System sowie das neue Zylindermanagement, das auch "Cylinder on Demand" genannt wird. Wenn der V8 im Teillastbetrieb vier Zylinder deaktiviere, werde das Active-Noise-Cancellation-System (ANC) aktiv: Vier im Dachhimmel integrierte Mikrofone zeichnen die Geräusche im Innenraum auf, ein Rechner analysiert sie. Falls er störende Klanganteile erkenne, schicke er einen Antischall über die Lautsprecher der Soundanlage. Diese überlagere sich mit dem Störschall und lösche ihn dadurch weitgehend aus.

Unabhängig davon sollen aktive, elektronisch geregelte Motorlager durch gezielte Gegenimpulse die niederfrequenten Schwingungen dämmen. Ein Sound-Aktuator, Klappen in der Abgasanlage, die Abdeckhaube des Motors sowie ein neu entwickeltes Zweimassenschwungrad mit Fliehkraftpendel in dem Doppelkupplungsgetriebe Siebengang S Tronic tragen ebenfalls zum Motorlauf bei. Die Motormomente strömen auf ein schnell schaltendes Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe. Der permanente Allradantrieb Quattro nutzt das selbstsperrende Mittendifferenzial und die radselektive Momentensteuerung.

An der Dynamik des S6 und S6 Avant sollen die Karosserien hohen Anteil haben - sie seien leicht, weil sie zu etwa 20 Prozent aus Aluminium bestünden. Der S6 wiegt leer 1895 Kilogramm, der S6 Avant 1950 Kilogramm. Mit 4931 Millimeter ist der S6 16 Millimeter länger als der A6, beim S6 Avant mit 4634 Millimeter beträgt der Unterschied acht Millimeter Millimeter. Der neue S6 und der S6 Avant rollen im Frühjahr 2012 zu den Händlern.

Der Audi S7 Sportback nutzt den gleichen Motor - den neuen 4.0 TFSI mit 309 Kilowatt und 550 Newtonmeter. Der Biturbo-V8 beschleunigt das fünftürige Coupé in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, gibt der Hersteller, bei 250 km/h wird abgeregelt. Auf 100 Kilometer soll der Achtzylinder, der im Teillastbetrieb ebenfalls die Zylinderabschaltung Cylinder-on-Demand-Technologie nutzt, mit durchschnittlich 9,7 Liter Kraftstoff auskommen.

Ein großer Teil der Effizienz soll bei diesem Modell auf die leichte Karosserie zurück zu führen sein. In Aluminium-Hybridbauweise gefertigt, wiege sie etwa 15 Prozent weniger als eine vergleichbare Ganzstahl-Karosserie. Zu den Leichtbaukomponenten zählt unter anderem die Heckklappe, die serienmäßig elektrisch öffnet.

Als Kraftübertragung nutzt der S7 Sportback die Siebengang S Tronic und den permanenten Allradantrieb Quattro mit einem selbstsperrenden Mittendifferenzial und radselektiver Momentensteuerung. Die Auslieferung des S7 Sportback soll im Frühling 2012 anlaufen.

Der S8, der im Frühjahr 2012 auf den Markt kommt, ist das neue Oberhaupt in der Familie der S-Modelle des Herstellers. Der neue 4.0 TFSI leistet in diesem Modell 382 Kilowatt; von 1700 1/min bis 5500 1/min stemmt er konstant 650 Newtonmeter auf die Kurbel­welle. Die Beschleunigung von von null auf 100 km/h soll das Gefährt in 4,2 Sekunden zurücklegen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei begrenzten 250 km/h. Pro 100 Kilometer verbraucht die Limousine durchschnittlich 10,2 l/100 km. Der frei saugende 5,2-l-V10 aus dem Vorgänger­modell habe im Schnitt noch 13,2 Liter pro 100 Kilometer benötigt. Der Verbrauch ging um nahezu 23 Prozent zurück, wobei die Leistung um 51 Kilowatt stieg.

Genutzt hat der Hersteller für dieses Fahrzeug Technologien aus dem modularen Effizienzbaukasten des Unternehmens, darunter das Rekuperations- und das Start-Stopp-System. Auch hier gilt es die neue Zylinderabschaltung zu nennen. Sie deaktiviert im Teillastbereich vier der acht Zylinder ab. Ein Paket akustisch wirksamer Maßnahmen unterdrückt mögliche Störgeräusche und Vibrationen, darunter ist auch das Active-Noise-Cancellation-System.

Das Doppelkupplungsgetriebe Achtstufen-Tiptronic nutze so oft wie möglich große Gänge mit niedrigen Drehzahlen, schalte jedoch schnell zurück, wenn der Fahrer es wünsche. Sie leitet die Kräfte auf den Allrad-Antriebsstrang, der ein selbstsperrendes Mittendifferenzial mit dem Sportdifferenzial an der Hinterachse kombiniert.

Der S8 wiegt 1975 Kilogramm und ist 5,15 Meter lang. Die Karosserie der Limousine entsteht in der ASF-Technologie (Audi Space Frame) fast komplett aus Aluminium; lediglich die B-Säulen sind aus ultrahochfestem Stahl gefertigt. Der Aufbau wiegt 231 Kilogramm - wäre er in konventioneller Stahlbauweise gefertigt, würde er rund 100 Kilogramm mehr wiegen.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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