05.09.2011

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Mann+Hummel: Dreistufiger Wasserabscheider und Luft-Abgas-Mischer

Der neue dreistufige Wasserabscheider von Automobilzulieferer Mann+Hummel trennt Wassertröpfchen aus dem Kraftstoff. Diese sollen lediglich ein Zehntel des Durchmessers eines menschlichen Haars ausmachen. Er ist Bestandteil des Kraftstoffsystems für moderne Common-Rail-Dieseleinspritzsysteme. Die Anforderungen an die Wasserabscheidung sind hoch, berichtet der Zulieferer. Denn je höher der Wasseranteil im Kraftstoff sei, desto schneller verschleiße der Motor. Dieser neue Wasserabscheider ist eine der Neuentwicklungen, die der Automobilzulieferer anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt präsentieren wird.

Eine weitere Neuheit ist ein Luft-Abgas-Mischer für Dieselmotoren (Bild). Er soll bereits heute dazu beitragen, dass Fahrzeuge die Abgasnorm Euro 6 erreichen. Der Luft-Abgas-Mischer ist Teil der Abgasrückführung (AGR) und arbeitet im Niederdruckbereich. Das sei ein Vorteil für Kunde und Natur, denn Niederdruck-AGR-Systeme benötigen weniger Energie und reduzieren Stickoxide über einen größeren Motorlastbereich als Hochdruck-AGR-Systeme. Das Unternehmen hat die Serienproduktion des Niederdruck-Luft-Abgas-Mischers für Renault begonnen.

Ein neues 17,5 Zentimeter großes, elektronisch gesteuertes Thermomanagementventil wiederum soll den CO2-Ausstoß um zwei bis drei Gramm pro Kilometer reduzieren. Das Ventil regele bis zu drei Wasserkreisläufe unabhängig voneinander, jederzeit bedarfsgerecht und in beliebiger Kombination, beispielsweise zwischen Kühler, Kabinenheizung und Motor.

Ein neuer Steuergehäusedeckel aus Kunststoff soll Kosten- und Umweltvorteile bringen. Kunststoff sei günstiger als Metall, leichter und lasse sich zu komplexen Formen gestalten, weshalb es dadurch möglich sei, mehrere Funktionsteile - in diesem Fall Motorlager, Ölfilter und Ölkühler - in ein System zu integrieren. Diese Funktionsintegration spare zusätzlich Material - und damit Kosten - und Gewicht. Ein geringeres Gewicht bedeutet einen geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen. Ein weiterer Vorteil sei, dass Funktionsintegration und Materialsubstitution in der Regel die Anzahl der nachgelagerten Bearbeitungsschritte reduziere.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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