08.09.2011

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Jaguar-Studie C-X16: Mit Hybridantrieb und Aluminium-Außenhaut

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Gebaut in Aluminiumleichtbauweise, versehen mit einem leistungsstarken, hybriden Antriebsstrang: Der britische Hersteller Jaguar präsentiert im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 die Studie C-X16. Der Hybridantrieb des Konzepts besteht aus einem 3,0-l-V6-Kompressor-Ottomotor mit 280 Kilowatt Leistung sowie einem als zusätzlichen Kraftspender dienenden Elektromotor. Damit soll die Neuentwicklung in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen können.

Der C-X16 bedient sich des Layouts eines Sportwagens mit Frontmotor und Heckantrieb, interpretiert das Konzept mittels eines leistungsstarken Hybrid-Antriebsstrangs und ausgeglichener Gewichtsverteilung aber neu, erläutert der Automobilhersteller. Der Antriebsverbund stützt sich primär auf einen neu entwickelten V6-Motor mit 3,0 Liter Hubraum und Direkteinspritzung. Er wird von einem Twin-Scroll-Kompressor mechanisch aufgeladen und besteht aus Leichtmetall. Mithlife dieser Auslegung mobilisiert er 280 Kilowatt Leistung und ein maximales Drehmoment von 450 Newtonmeter. Drücke der Fahrer einen so genannten Boost-Knopf am Lenkrad, aktiviere ein Elektromotor für die Dauer von maximal zehn Sekunden zusätzlich 70 Kilowatt Leistung und 235 Newtonmeter Drehmoment. Bis zu einem Tempo von 80 km/h soll die Studie mithilfe von hinter den Sitzen verstauten Lithium-Ionen-Batterien auch rein elektrisch fahren können.

In Verbindung mit einem Achtstufen-Automatikgetriebe und dem leichten Aluminium-Chassis sprintet der Jaguar C-X16 in 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h, erklärt der Hersteller an. Die Vorteile des Hybridsystems sollen sich im Verbrauch niederschlagen: Der CO2-Ausstoß liegt bei 165 g/km. Der Verbrauch im kombinierten Fahrzyklus wird mit 6,9 Liter pro 100 Kilometer angegeben. Schon heute erfülle das Triebwerk die ab 2014 in Kraft tretende Euro 6-Norm und die amerikanische Sulev 30.

Dem im XF des Modelljahrgangs 2012 neu eingeführten Start-Stopp-System bedient sich der Hersteller auch in der Studie. Es kann den Motor nach dem Stopp an einer Ampel oder Bahnschranke binnen 300 Millisekunden abschalten und wirkt so zusätzlich verbrauchsmindernd. Alle Komponenten des Hybridsystems sind nah am Schwerpunkt des 4,45 Meter langen und 1600 Kilogramm schweren Sportwagens angeordnet. So wird eine ausgewogene Gewichtsverteilung und ein niedriges Massenträgheitsmoment erreicht.

Die Aluminium-Außenhaut der Studie soll sich so hautnah wie möglich an die mechanischen Komponenten des C-X16 anschmiegen. Die wichtigsten Kraftlinien des Fahrzeugs wurden so weit wie möglich nach hinten verlängert, um den Eindruck dynamischer Spannung zu erzeugen. Um die muskulöse Durchbildung des Karosseriekörpers und die saubere Umströmung der Flanken zu erhalten, wählte der Hersteller beim C-X16 bündig anliegende Türgriffe. Auf leichte Berührung reagierende Sensoren aktivieren lautlos kleine Elektromotoren, welche die aus gefrästem Aluminium gefertigten Öffner an Fahrer- und Beifahrerseite ausfahren.

Das Interieur des C-X16 soll teils Zukunftstechnologien zur Schau stellen. Darunter multi-funktionale Drehregler mit integrierten und miniaturisierten organischen Leuchtdioden(OLED)-Displays, deren Anzeigen sich je nach angewählter Funktion neu konfigurieren sollen. Als fortschrittlich wird auch die nahtlose Smartphone-Integration via des zusammen mit Blackberry entwickelten Connect-und-View-Systems bezeichnet. Dabei bilde der zentrale Touch-Screen die Bedienoberfläche eines Tablet-PCs exakt ab. Das zentrale Display selbst verfügt über eine Bedienoberfläche der zweiten Generation, bei dem die Eingabemöglichkeiten per Fingerdruck um Schnelltasten ergänzt werden. Via Tastaturkurzbefehlen (Shortcuts) sollen sich alle Hauptmenüs direkt anwählen lassen.

Das Prinzip, gewisse Funktionen nur bei Bedarf sichtbar zu machen, führte Jaguar bereits in den Baureihen XF und XJ ein. Im C-X16 fährt eine an die Triebwerke eines Typhoon-Kampf-Jets erinnernde Doppeldüse ebenfalls erst dann aus ihrer Versenkung heraus, wenn schnell kalte oder warme Luft in den Innenraum geführt werden soll. Ist die vorgewählte Temperatur erreicht, ziehen sich die Düsen genauso diskret wieder in ihre Ruheposition zurück. Nach der gleichen Philosophie setzt das Drücken des Starter-Knopfes eine regelrecht inszenierte Startprozedur in Gang. Denn dann leuchten in der Mittelkonsole zuvor unsichtbare Displays wie bei einem Wasserfall von oben nach unten auf.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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