09.09.2011

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Fiat Freemont: Siebensitzer für das kommode Gleiten

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Der Freemont ist der erste Fiat-Spross aus der italo-amerikanischen Ehe zwischen Chrysler und Fiat. Er basiert auf dem - seit dem Jahr 2008 erhältlichen - Dodge Journey, mit dem er sich im mexikanischen Toluca das Montageband teilt. Zwar versucht der Italiener seine amerikanischen Gene möglichst zu verbergen, doch das gelingt das nicht ganz.

Dem europäischen Geschmack folgend, verdrängt Fiat den im Dodge vorherrschenden Hartplastik-Charme im Bauklotz-Design durch geschwungene Soft-Touch-Oberflächen. Die aufgeräumte Instrumententafel mit Chromelementen und mittigem Touchscreen wirkt dabei durchaus hochwertig. Bereits in der Basisversion lassen sich neben Audioanlage und Navigation auch die Drei-Zonen-Klimaautomatik und die Sitzheizung über den Touchscreen steuern. Tempomat und Alarmanlage sind ebenfalls Serie.

Die höherwertige Ausstattungsvariante genannt Urban bietet unter anderem eine Bluetooth-Freisprechanlage, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz, abgedunkelte hintere Scheiben und Parksensoren. Wem das noch nicht ausreicht, der bekommt gegen Aufpreis unter anderem ein Navigations- und Entertainment-System mit 8,4-Zoll-Display, Teilledersitze und 19-Zoll-Leichtmetallräder (Serie sind 17 Zoll).

Äußerlich drückt sich die amerikanische Herkunft des Freemont in seiner schieren Größe und dem markanten Design aus: Bereits im Stand beeindruckt er mit einer Länge von 4,89 Meter und einer Breite von 1,88 Meter. Damit überragt er einen VW Tiguan in der Länge um mehr als 40 Zentimeter. Nutzt man die verfügbaren sieben Sitzplätze, verbleiben 178 Liter Raum für das Gepäck.

In Bewegung verleitet der Freemont eher zum kommoden Gleiten, denn zum flinken Wieseln. Zwar hat Fiat Fahrwerk und Lenkung an europäische Verhältnisse anpasst, doch allen Bemühungen zum Trotz ist das Gewicht von fast zwei Tonnen deutlich spürbar, und die Lenkung wirkt synthetisch.

Während Chrysler im US-Markt einen 3,5-l-V6-Ottomotor in den Crossover einsetzt, werkeln im Italo-Amerikaner zwei 2-l-16V-Multijet-Diesel aus dem Fiat-Baukasten, die sich mit 103 Kilowatt und 125 Kilowatt in der Leistung unterscheiden. Beide Triebwerke liefern ein Drehmoment von 350 Nm über eine Sechsgangschaltung an die Vorderräder. Damit beschleunigt die Großraumlimousine laut Herstellerangaben in elf beziehungsweise 12,3 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen bei 185 km/h respektive bei 197 km/h. Für beide Motorisierungen nennt Fiat einen Durchschnittsverbrauch (EU-Mix) von 6,4 l/100 km und einen CO2-Ausstoß von 169 g/km. Geplant ist eine Allrad-Variante, die der Hersteller mit einem Automatikgetriebe kombinieren möchte.

Der Freemont ist als gut ausgestattete, ansehnliche Familienlimousine mit einem variablen Innenraum zu einem günstigen Preis zu haben. Dabei ist der Verbrauch für ein Auto seiner Größe akzeptabel. Vollbesetzt ist der Kofferraum zu klein und große Erwartungen an die Fahrdynamik sollte man nicht haben.

Der großfamilientaugliche Crossover mit viel Platz für sieben Personen ist ab dem 10. September 2011 zu einem Grundpreis von 25.990 Euro zu haben.
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Autor(en): Roland Schedel
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