16.09.2011

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Generation 4: CDC mit in das Steuergerät integrierte Sensoren

Die nun vierte Generation des elektronischen Dämpferprogramms von ZF verfügt über in das Steuergerät integrierte Sensoren. Dieses so genannte Sensorcluster soll den Komponenten- und Montageaufwand verringern und zur gleichen Zeit Bauraum freigeben. Zulieferer ZF präsentiert diese vierte Generation der Continuous Damping Control (CDC) anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 2011 in Frankfurt am Main. Für die Anforderungen im Kleinwagensegment und bei Vans wiederum hat das Unternehmen ein reines Hinterachs-CDC-System mit der Bezeichnung CDC 1XL (Bild) - was "One Axle" ausgesprochen werden soll - entwickelt.

Bei der vierten Generation sammeln Sensoren Daten zu Fahrbahnzustand, Fahrzeuggeschwindigkeit und Fahreraktionen, die dann an die Steuereinheit weitergegeben werden, erläutert der Zulieferer. Die erforderliche Dämpfkraft wird daraus in Bruchteilen von Sekunden von der Elektronik berechnet. Ein Proportionalventil im Dämpfer stellt diese Dämpfung individuell an jedem Rad ein. Auch der Fahrer selbst kann zwischen komfortabler und sportlicher Fahrwerkabstimmung wählen.

Durch die Dämpfung mit der CDC soll das Fahren komfortabler, dynamischer und auch sicherer werden. In vierten Generation wurde das Programm konstruktiv weiter optimiert: Die Aufbau-Bewegung, die vorher durch extern am Fahrzeug angebrachte Beschleunigungssensoren ermittelt wurde, wird nun durch ins Steuergerät integrierte Sensoren erkannt. Durch diese vereinfachte Systemarchitektur verringern sich Teileanzahl, Gewicht, Montageaufwand und Bauraumbedarf des CDC-Systems. Vor allem der Verkabelungsaufwand für den OEM ist kleiner.

Bislang kommt das Dämpferprogramm vor allem in den oberen Fahrzeugklassen zum Einsatz. Dabei sei auch eine aktive Dämpfung gerade bei Kleinwagen und Vans sinnvoll: Pkw in diesem Segment haben einen kurzen Radstand und eine im Vergleich zum Leergewicht hohe Nutzlast. Dadurch kommt es zu extremen Schwankungen der Hinterachslast. Ist nur der Fahrer an Bord, ist die Vorderachse deutlich stärker belastet als die Hinterachse. Ist ein Kleinwagen jedoch voll beladen, verschiebt sich die Lastverteilung. Nun trägt die Hinterachse bis zu zwei Drittel der Last. Passive Dämpfer an der Hinterachse können hier stets nur einen Kompromiss darstellen, der immer in Richtung Fahrsicherheit ausgelegt wird (harte Dämpfung) und damit den Fahrkomfort beeinträchtigt. An dieser Stelle setzte die Entwicklung CDC 1XL der Division Fahrwerktechnik des Zulieferers an: Als aktives Dämpfersystem könne es auf die Auswirkungen dieser starken Schwankungen bei der Hinterachslast reagieren und verbessere zusätzlich noch Fahrdynamik und Komfort. Es verwendet die bekannte Dämpfertechnologie und greift dabei auf die beschriebene Systemarchitektur des integrierten Sensorclusters zurück.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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