19.09.2011

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Technologieführerschaft als Zukunftsstrategie

Die weltweite Werkzeugmaschinenindustrie boomt. Vor allem dank der starken Nachfrage aus den Schwellenländern wird das Marktvolumen in Westeuropa, den USA und den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) im Jahr 2015 voraussichtlich rund 68 Milliarden Euro erreichen und sich damit gegenüber 2010 mehr als verdoppeln. Dies geht aus einer gemeinsamen Studie des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hervor, die heute anlässlich der Eröffnungspressekonferenz zur EMO Hannover 2011 vorgestellt wurde.

Über die Hälfte des prognostizierten Wachstums entfällt der Studie zufolge auf den chinesischen Markt, dessen Volumen von 3,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 auf voraussichtlich über zehn Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen wird. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller. Allein im Hightech-Segment werden die Umsatzerlöse voraussichtlich von derzeit knapp einer Milliarde Euro auf 2,6 Milliarden Euro im Jahr 2015 zulegen. 2010 erzielte die deutsche Werkzeugmaschinenbranche in China insgesamt einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Damit war das Land für die Branche der zweitwichtigste Markt nach Deutschland (2,1 Milliarden Euro).

"Die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller sind bereits heute Technologieführer und haben eine entsprechend gute Wettbewerbsposition. Um sie zu halten, muss die Internationalisierung jedoch weiter vorangetrieben werden. Mit dem Export von Produkten allein werden sich die Wachstumschancen in den Schwellenländern nicht optimal ausschöpfen lassen", kommentiert Martin Kapp, Vorsitzender des VDW. Dies hätten auch die im Rahmen der Studie befragten Branchenunternehmen erkannt. So halte gut ein Drittel der Befragten die Internationalisierung des Geschäfts für die wichtigste Herausforderung der kommenden Jahre. Mit deutlichem Abstand folgten die Themen Innovation und Technologie (16 Prozent), Kosten (13 Prozent) und Fachkräftemangel (11 Prozent). Diese Ergebnisse stützen sich auf Tiefeninterviews, Expertengespräche und Workshops mit 30 Werkzeugmaschinenherstellern, die vornehmlich im High-Tech-Segment aktiv sind.

Die EMO Hannover 2011 belegt in 16 Hallen 176.000 Quadratmeter Nettoausstellungsfläche. Noch bis zum 24. September zeigen 2037 Hersteller aus 41 Ländern unter dem Motto "Werkzeugmaschinen und mehr" ihre neuen Lösungen und Dienstleistungen für die Industrieproduktion.
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Autor(en): Stefan Schlott
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