12.10.2011

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E-Vectoorc-Projekt: TU Ilmenau entwickelt Bremsregelung für Elektroautos

Die Technische Universität Ilmenau beteiligt sich an einem Konsortium von elf europäischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft, das integrierende Bauteile für Elektrofahrzeuge entwickeln oder optimieren wird. Das Projekt "E-Vectoorc" (Electric-Vehicle Control of Individual Wheel Torque for On- and Off-Road Conditions) wird Fahrzeugregelsysteme bearbeiten wie das Antiblockiersystem für Bremsen (ABS), die Fahrdynamikregelung (ESP), die Traktionskontrolle, die Verteilung der Drehmomente auf einzelne Räder (Torque Vectoring) und sogenannte Advanced Driver Assistance Systems (ADAS), also hochentwickelte Fahrerassistenzsysteme. Die entwickelten Technologien sollen einer breiten Palette an Elektrofahrzeugen zur Verfügung gestellt werden - von kleinen Stadtfahrzeugen bis hin zu Geländewagen.

Die TU Ilmenau ist innerhalb des Projektes für die Entwicklung der Bremsregelung zuständig. Die Wissenschaftler des Fachgebietes Kraftfahrzeugtechnik werden beispielsweise Regelalgorithmen zur effektiven Bremsung aufstellen, um das Zusammenspiel von Radnabenmotor und Reibbremsen zu verbessern. Zur Entwicklung des neuartigen Bremssystems werden die Forscher einen Hardware-in-the-loop-Prüfstand aufbauen, bei dem lediglich ein Hardwareteil real vorhanden ist, der Rest des Autos jedoch virtuell am Computer aufgebaut wird. Anhand der gewonnenen Ergebnisse werden anschließend Fahrdynamiksimulationen durchführen. Herzstück für alle experimentellen Untersuchungen, die innerhalb des E-Vectoorc-Projektes durchgeführt werden, ist ein Fahrzeugdemonstrator, der die Architektur von Antriebsträngen mit zwei, drei oder vier Elektromotoren simuliert.

Das öffentlich-private E-Vectoorc-Konsortium wird von der britischen University of Surrey koordiniert. Die TU Ilmenau ist neben der Erforschung von Bremssystemen für die gesamte Verwertung und Verbreitung der Forschungsergebnisse verantwortlich, also für die Öffentlichkeitsarbeit, für wissenschaftliche Veröffentlichungen, Kongresse und Patentanmeldungen. Weitere Projektpartner sind Jaguar Cars und Land Rover (beide Großbritannien), Flanders' Drive und Inverto (beide Belgien), Fundacion CIDAUT und Aragon Technology Centre (beide Spanien), Skoda Auto (Tschechien), Virtual Vehicle Competence Centre (Österreich) und TRW Automotive Lucas Varity (Deutschland). Das Projekt wird für drei Jahre durch das 7. Europäische Rahmenprogramm im Rahmen der European Green Cars Initiative gefördert.
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Autor(en): Caterina Schröder
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