Volkswagen hat auf der internationalen Fahrpräsentation in Rom den VW Up präsentiert. Der Kleinstwagen soll ab dem 2. Dezember 2011 ausgeliefert werden, vorerst jedoch nur als Dreitürer. Doch schon bald sollen weitere Varianten des Fahrzeugs folgen: Zu erwarten ist der viertürige Cross Up, der um 15 mm höher gelegt sein wird - zudem eine Buggy-Version sowie der GT Up, der unter 900 Kilogramm wiegen und rund 73 kW leisten soll.
Der Up überzeugte uns vor allem mit seinem gelungenen Raumnutzungskonzept. Der kleine Wagen bietet in dieser Fahrzeugklasse gute Raumverhältnisse für vier Insassen. Allerdings sollten die Passagiere im Fond nicht größer als 180 cm sein. Die Sitze sind bequem und bieten einen guten Seitenhalt. Der Vordersitz gleitet schnell zurück und ermöglicht ein komfortables Einsteigen für die Fond-Passagiere. Das Bedienkonzept ist schlüssig. Der Innenraum ist insgesamt gut verarbeitet und wirkt für das Segment sehr hochwertig. Die Schalter und Tasten sind übersichtlich angeordnet und gut erreichbar. Der Radstand von 2420 mm sorgt zusammen mit den weit vorn angeordneten Motoren für eine gute Raumausnutzung. Kurzum: Der Up besticht durch sein angenehmes Raumgefühl. Einige kleine Wermutstropfen bleiben dennoch: So lässt sich das Beifahrerfenster vom Fahrersitz aus nicht bedienen. Der Fahrer findet nur für sein eigenes Fenster einen Kippschalter. Leider fehlt auch ein Gurthöhenverstellung. Ebenso ist das Lenkrad nicht längs verstellbar. Man spürt, dass bei der Ausstattung um jeden Cent gerungen wurde.
Positiv hervorzuheben ist der Geräuschkomfort, den das kleine Fahrzeug bietet. Der Up ist angenehm gedämpft, sodass kaum Motorengeräusche in den Innenraum dringen. Sowohl der kleine 1,0-l-Dreizylinder-Ottomotor mit 44 kW als auch der größere Ottomotor mit 55 kW Leistung drehen flott hoch. Besonders im hektischen Straßenverkehr Roms kommt das Fahrzeug schnell vom Fleck. Zur guten Fahrdynamik trägt auch das geringe Leergewicht des Up von 854 kg bei. Seine fünf Gänge lassen sich gut durchschalten, allerdings spürt man ein leichtes Hakeln in den ersten beiden Gängen, was aber auch dem Umstand geschuldet sein mag, dass es sich bei der Präsentation um Vorserienfahrzeuge handelte. Der Up überzeugt auch in punkto Kraftstoffverbrauch. Laut Bordcomputer kam der Kleinstwagen mit großen Ottomotor auf einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 5,1 Litern – bei einer Kombination aus Stadtverkehr und Überlandfahrt an die Mittelmeerküste. Der von VW angegebene kombinierte Normverbrauch liegt bei 4,7 Litern pro 100 Kilometer.
Der Up bewegt sich insgesamt agil durch die Straßen und Gassen Roms. Holprige Streckenabschnitte werden sanft abgefedert. Für eine gute Rundumsicht sorgt unter anderen die geschickte Anordnung der A-Säulen. Die kurzen Überhänge an Front und Heck ermöglichen ein leichtes Einparken auch in kleine Parklücken.
Insgesamt hat der Up nach unserer Einschätzung gute Chancen, sich als kleines, wendiges Stadtfahrzeug erfolgreich zu positionieren. Konkurrenz "droht" bekanntlich aus eigenem Hause mit dem Skoda Citygo und den Seat Mii. Die Entscheidung zwischen den Dreien kann man wohl nach dem Preisschild und persönlichen Vorlieben treffen.
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