31.10.2011

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Mini Roadster: Das sechste Modell der Baureihe ist ein offener Zweisitzer

Der erste Mini unter der Federführung von BMW war ein noch echtes Retro-Modell, obwohl er trotz des gelungenen gestalterischen Zitats ein hochmodernes Auto war, das technisch alles andere als ein Blender war. Doch mittlerweile hat die Marke Mini eine sehr eigene, moderne Identität gefunden. In manchen Bereichen, etwa den Infotainment-Lösungen, gehört Mini zu den Vorreitern in Automobilmarkt - die Produktplaner verstehen es, die Technik zielgruppengerecht einzusetzen. Unter dem Dach von "Mini Connected" hat BMW Facebook ins Auto geholt, analysiert mit "Minimalism" den Fahrstil, gibt mit "Mission Control" jugendlich formulierte Fahrhinweise oder bietet per "Dynamic Music" ein Auswahl von Musikstücken an, deren Rhythmus sich mit dem Fahrstil ändert.

Diese Funktionen gibt es natürlich auch in der nun sechsten Variante des Mini, die zudem der erste offene Zweisitzer der Marke ist - der Mini Roadster. Mit seiner Außenlänge von 3734 Millimetern (Mini Cooper Roadster: 3728 Millimeter, Mini John Cooper Works Roadster: 3758 Millimeter), seinem Radstand von 2467 Millimetern und seiner Breite von 1683 Millimetern hat der Mini Roadster Abmessungen, die weitgehend mit den Werten des Cabrio übereinstimmen. Die Fahrzeughöhe fällt um mehr als 20 Millimeter geringer aus. Der Windschutzscheibenrahmen ist um 13 Grad stärker geneigt, was die Stirnfläche reduziert und somit für einen etwas geringeren Luftwiderstand sorgt. Eine weitere aerodynamische Maßnahme ist der aktive Heckspoiler, der bei 80 km/h automatisch ausfährt, um den Abtrieb zu erhöhen. Wenn die Geschwindigkeit unter 60 km/h fällt, wird der Spoiler wieder eingefahren.

Einige Verstärkungen an der Karosserie tragen den besonderen Anforderungen an Sicherheit und Steifigkeit Rechnung. Gemeinsam mit dem verstärkten Windschutzscheibenrahmen sorgen vorne gepolsterte Überrollbügel im Falle eines Überschlags für gesteigerten Insassenschutz. Rohbauversteifungen im Heckbereich erhöhen die Torsionssteifigkeit der Karosserie und sollen zusammen mit besonders kräftigen Seitenschwellern die Stabilität der Fahrgastzelle erhöhen. Zudem gibt es "spezifische Versteifungen" im vorderen Bereich des Fahrzeugs, die aber auch eine leicht erhöhte Vorderachslast zur Folge haben. BMW sieht darin einen Vorteil - es erhöhe die Traktion an den Vorderrädern.

Andererseits führe die Wahl eines vergleichsweise leichten Textilverdecks mit manueller Betätigung zu einem fahrdynamisch günstigen, niedrigeren Schwerpunkt. Man öffnet das Verdeck, indem man den Entriegelungshebel an Windschutzscheibenrahmen um 130 Grad dreht und es manuell nach hinten schwenkt, wo es hinter den Sitzen einrastet und sich flach zusammenfaltet. Zum Schließen drückt man eine zwischen den Überrollbügeln platzierte Taste. Gasdruckfedern heben das Verdeck daraufhin aus seiner Verankerung, worauf man es am Verriegelungshebel wieder nach vorne zieht und mit umgekehrter 130-Grad-Drehung wieder fest am Windlauf arretiert. Der Gepäckraum des Mini Roadster ist mit 240 Liter nicht riesig, die fehlende Rücksitzbank schafft aber immerhin etwas mehr Raum. Zudem gibt es eine Durchladeöffnung zum Bereich hinter den Vordersitzen, der seinersetis ebefalls für etwas Gepäck gut ist.

Bei Fahrwerk und Motoren bleibt es im Wesentlichen beim Gewohnten. Die "spezifische" Fahrwerksabstimmung in Verbindung mit dem niedrigen Schwerpunkt wird die agilen und stabilen Fahreigenschaften des Mini wohl noch etwas akzentuieren. Mini wird zunächst drei Ottomotoren und einen Diesel anbieten. Die Einstiegsvariante Mini Cooper Roadster erhält den 1,6-Liter-Saugmotor mit 90 kW, der Mini Cooper S Roadster den mit Twin-Scroll-Turbolader aufgeladenen 1,6-Liter-Benziner mit 135 kW. Auf dessen Grundlage gibt es schließlich den Mini John Cooper Works Roadster, bei dem unter anderem "zahlreiche aus dem Motorsport abgeleitete Technologiedetails" in 155 kW Leistung resultieren. Im Mini Cooper SD Roadster schließlich kommt der stärkste 2,0-Liter-Dieselmotor der Mini-Baureihe mit 105 kW zum Einsatz.
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Autor(en): Gernot Goppelt
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