01.11.2011

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Antriebsstrang-Softwareentwicklung: Prozesse und Projekte effektiver gestalten

Die Technische Universität (TU) Clausthal und Volkswagen wollen gemeinsam Prozesse und Projekte der Antriebsstrang-Softwareentwicklung effektiver gestalten. Im Rahmen der neuen strategischen Partnerschaft zwischen der Universität und dem Wolfsburger Automobilhersteller gründet die Hochschule das "Institut for Applied Software Systems Engineering" (IPSSE) als Forschungsverbund mit der Volkswagen-Aggregateentwicklung. Das teilte die Hochschule nun mit.

In den kommenden fünf Jahren werde der Wolfsburger Automobilhersteller rund fünf Millionen Euro in Forschungs- und Entwicklungsprojekte an dem neuen Institut investieren. Für die Universität sei dies eines der größten Drittmittelprojekte mit der Industrie überhaupt. Seitens der Universität sollen an dem neuen Institut mindestens acht wissenschaftliche Mitarbeiter sowie bis zu fünfzehn studentische Hilfskräfte forschen. Standorte des Forschungsverbundes werden in Clausthal-Zellerfeld und Goslar sein. Der Schwerpunkt der Tätigkeit soll zunächst in der Softwareentwicklung von für Volkswagen spezifizierte Motorsteuerungsmodulen liegen. Geleitet wird das IPSSE von Professor Andreas Rausch (Bild: Zweiter von links). Der Informatiker fungiert an der TU zugleich als Vizepräsident für Informationsmanagement und Infrastruktur.

"Dass ein Automobilkonzern sich so intensiv im Bereich Software Engineering engagiert, unterstreicht, welche Bedeutung die Informatik inzwischen auch in den klassischen Ingenieursbereichen hat", betont Professor Rausch. In den heutigen technischen Systemen - gleich ob Fahrzeug, Flugzeug, Energieversorgung oder Bahn - laufe nichts mehr ohne die Informatik. Dr. Stefanie Jauns-Seyfried (rechts im Bild), Leiterin Funktions- und Softwareentwicklung der Antriebselektronik bei Volkswagen, erläutert, dass für Innovationen in der Antriebsstrangentwicklung Hardwarekomponenten und Software perfekt zusammenspielen müssten. "Die Kooperation mit der TU Clausthal erlaubt uns, wissenschaftliche Erkenntnisse für den Entwickungsprozess der Software schnellstmöglich in die Praxis zu integrieren", fügt sie hinzu. Universitätspräsident Professor Thomas Hanschke (links im Bild) ergänzt: "Die Partnerschaft ist ein hervorragendes Beispiel für die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis". Zugleich würdige sie die industrienahe Ausbildung an der TU Clausthal.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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