09.11.2011

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Helmholtz-Zentrum und Posco: Gemeinsam Forschen für neue Bauteile

Wirtschaftliche Leichtbauwerkstoffe für Autos oder Flugzeuge, neue Technologien für regenerative Energiesysteme - die Herausforderungen für Industrie und Wissenschaft sind derzeit sehr hoch. Um Forschung und Praxis besser zu verknüpfen, wollen das Helmholtz-Zentrum Geesthacht und die südkoreanische Company Posco enger miteinander kooperieren und gemeinsam Werkstoffe und deren Verarbeitung optimieren.

Als Basis für die Zusammenarbeit wurde jetzt ein Memorandum of Understanding von Dr. Ohjoon Kwon, Technischer Geschäftsführer der Posco AG, und Prof. Wolfgang Kaysser, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz-Zentrums, auf dem Geesthachter Forschungsgelände unterzeichnet. Darin wurden neben der Kooperation im Bereich Leichtbaustoffe aus Magnesium, Titan oder Aluminium innovative Schweißverfahren und Membrantechnologien als mögliche Kooperationsfelder identifiziert.

"Unsere Wissenschaft mit den Erfahrungen des weltweit drittgrößten Stahlproduzenten zu verbinden, halte ich für sehr bedeutend", sagt Karl Ulrich Kainer, Leiter des Magnesium Innovation Centre am Helmholtz-Zentrum Geesthacht. "Mit der Zusammenarbeit soll unter anderem der Herstellungsprozess von Magnesiumblechen optimiert werden, um sie leistungsfähiger und universeller einsetzbar zu machen." So entwickeln die Forscher Legierungen, aus denen Bleche mit optimierten Eigenschaften hergestellt werden können. Zudem werden spezielle Korrosionsschutzschichten erforscht, die die Oberflächen der Magnesiumbauteile für verschiedenste Anforderungen schützen.

Die optimalen Voraussetzungen dafür haben beide Partner: So kann Posco als Stahlerzeuger und Lieferant von Magnesium-Feinblechen seine langjährige Erfahrungen im Bereich der Gießwalz-Produktion mit einbringen, während den Wissenschaftlern im Forschungszentrum seit etwa einem Jahr eine hochmoderne Gießwalzanlage zur Verfügung steht.

Magnesium wird bereits in vielen Bereichen der Automobiltechnik eingesetzt. In der Regel werden diese Teile als Gussteile hergestellt. Bei größeren Komponenten, wie Türen oder Sitzen, ist es vorteilhafter, gewalzte Magnesiumbleche zu verwenden, aus denen die Formteile hergestellt werden.

(Foto: Flüssiges Magnesium wird in die Gießwalzanlage gegossen)
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Autor(en): Caterina Schröder
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