17.11.2011

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Neues Forschungszentrum für Adaptive Robotik an der Universität Würzburg

An der Universität Würzburg wurde kürzlich das interdisziplinäre Forschungszentrum für Adaptive Robotik gegründet. Dort soll daran gearbeitet werden, Roboter künftig noch intelligenter und anpassungsfähiger zu machen, damit sie den Menschen besser unterstützen können, erläutert die Universität. Anwendungen, die den Menschen in vielerlei Gebieten unterstützen, haben Wissenschaftler der Universität bereits in der Vorlaufphase zur Einrichtung des Zentrums seit dem Jahr 2009 in unterschiedlichen Projekten weiterentwickelt.

So wurde beispielsweise im Projekt namens Fit-4-Work eine Technik zur Entlastung älterer Industriearbeiter entwickelt. Solche Arbeiter verfügen einerseits über große Erfahrung, jedoch lassen andererseits ihre Reaktionszeiten ebenso nach wie ihre Fähigkeit, schwere Lasten zu tragen. Ihnen soll die Robotertechnik im Prinzip eine dritte Hand zur Seite stellen. "Eine fortgeschrittene Sensortechnik garantiert dabei höchste Sicherheit, trotz der räumlichen Nähe zwischen Roboter und Mensch", erklärt Professor Klaus Schilling, Robotik-Experte von der Universität Würzburg. Diese Entwicklungsarbeit lief im Rahmen des Projekts Fit-4-Age, das von zwölf Forschungsinstituten und 32 Industriebetrieben getragen wurde.

Unter anderem solche Entwicklungsergebnisse der Robotik haben die Leitung der Universität Würzburg dazu veranlasst, den Startschuss für die dauerhafte Etablierung eines Zentrums für Adaptive Robotik zu geben. Angestrebt werden innovative Anwendungen für die industrielle Produktion oder auch die Raumfahrt. "Dazu müssen technische Systeme mit Ansätzen aus Sensorik, Regelungstechnik und Informatik kombiniert werden", erläutert Schilling. Komplexe Aufgaben lassen sich laut Schilling auch in der Zukunft nur im Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine durchführen. Darum sollen im neuen Robotik-Zentrum intuitive, interaktive Mensch-Maschine-Schnittstellen eine wichtige Rolle spielen.

Der Schwerpunkt des neuen Zentrums liegt auf der Informatik. Angesiedelt ist es daher an der Fakultät für Mathematik und Informatik. Es sollen aber auch Biologen, Neurologen, Psychologen und Mathematiker mit einbezogen werden, um die Grundlagenforschung interdisziplinär weiterzubringen. Im Bereich der Anwendung bestehen zudem Kooperationen mit Medizin, Raumfahrt, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften. Auf diese Weise sollen die verschiedenen Aspekte des Robotereinsatzes ganzheitlich betrachtet werden. Initiiert wurde das Zentrum von Klaus Schilling. Im Rahmen der Gründungsversammlung am 15. November 2011 wurde er einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Zu Schillings Stellvertreter ist der Biologe Professor Jürgen Tautz ernannt worden. An der Gründungsversammlung im Institut für Informatik nahmen 30 Wissenschaftler aus acht Fakultäten teil.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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