25.11.2011

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Dresdner Landtechniker forschen an zukünftigen Landmaschinen

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Forscher der TU Dresden forschen an sparsamen Antrieben für die Agrartechnik. Denn um den weltweit gestiegenen Nahrungsmittelbedarf langfristig zu decken, sei eine Effizienzsteigerung der mobilen Landmaschinen notwendig. Auf der "Agritechnica" in Hannover präsentierten die Landtechniker der TU Dresden Mitte November ihre Forschungsergebnisse.

Erstmalig vorgestellt wurde der Traktor "Rigitrac EWD 120" mit elektrischem Antriebssystem. Das Besondere des Traktors besteht in einem modular aufgebauten Fahrzeugkonzept, das neben einem vollelektrifizierten Einzelradantrieb eine zusätzliche Schnittstelle für die elektrische Versorgung von Anbaugeräten hat. Den Strom dafür liefert ein direkt am Dieselmotor angebrachter Generator mit einer Leistung von 85 kW. Zudem ist in jeder Felge ein Nabenantrieb integriert, so dass die Räder individuell gesteuert werden können. "Damit wird die vormals schwere Technik kinderleicht", so Herlitzius. "Gerade die Kombination aus Elektromobilität und Allradantrieb gibt der Landtechnik genügend Flexibilität, um auch unebenes Gelände klimaschonend zu bearbeiten."

Hannes Wittig, Absolvent der Fakultät Maschinenwesen im Bereich "Technisches Design", führte in Zusammenarbeit mit den Landtechnikern seine Diplomstudie zu neuen Konzepten in der Getreideernte durch. Dabei widmete er sich der Fragestellung, wie Mähdrescher in 20 Jahren aussehen könnten, wenn ein weiteres Größenwachstum der Maschinen aus ökonomischen und ökologischen Gründen nicht mehr möglich ist. Die Lösung liegt in einer gesteigerten Anzahl bei verringerter Größe. Der Entwurf sieht kleine Erntemaschinen vor, die als Schwarm zu je drei Stück eingesetzt werden können. Das Besondere daran ist, dass jeder Mähdrescher über eine GPS-Steuerung verfügt, also selbständig fährt. Der Fahrer der Zukunft steuert dann nicht mehr eine große Maschine, sondern überwacht mehrere kleine von einem fixen Punkt aus. Damit die zukünftigen Mähdrescher effizient transportiert werden können, faltet sich jede Maschine automatisch zu einem 3 x 3 x 4 Meter-Würfel zusammen.
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Autor(en): Gernot Goppelt
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