12.12.2011

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Vorstoß in ein neues Segment: BMW präsentiert viertüriges 6er Grand Coupé

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Es ist das erste dieser Art in der Geschichte der Marke, wie BMW erklärt: das neue Modell namens 6er Grand Coupé. Damit wagt sich der Münchner Automobilhersteller in das Fahrzeugsegment der viertürigen Coupés vor. Im Karosseriedesign wird die Formensprache der 6er-Reihe auf die Charakteristik eines viertürigen Automobils übertragen. Zudem präsentiert das bayerische Unternehmen im Topmodell der neuen Reihe erstmals die neue Generation des 4,4-l-V8-Motors mit Twin-Power-Turboaufladung.

Mit 5007 mm in der Länge und mit 2968 mm im Radstand überragt das neue Fahrzeug das 6er Coupé um jeweils 113 Millimeter. Dieses Plus kommt dem Sitzkomfort im Fond zugute. Die Fahrzeugbreite beträgt 1894, die Höhe 1392 Millimeter. Das 6er Gran Coupé bietet serienmäßig 4+1 Sitzplätze.

Neuer V8-Motor

Reihensechszylinder- und V8-Motoren mit Twin-Power-Turboladern treiben die einzelnen Modellvarianten des 6er Gran Coupé an: Der Sechszylinder-Ottomotor mit Twin-Scroll-Turbolader, Direkteinspritzung und die variable Ventilsteuerung Valvetronic leistet im 640i Gran Coupé 235 kW. Der Sechszylinder-Dieselmotor mit variabler Stufenaufladung und Common-Rail-Direkteinspritzung leistet im 640d Gran Coupé 230 kW und verbraucht im NEFZ 5,6 bis 5,7 l/100 km (abhängig vom gewählten Reifenformat). Ergänzt wird das Modellangebot um das 650i Gran Coupé. In diesem Topmodell wird erstmals die neue Generation des 4,4 Liter großen V8-Motors mit Twin-Power-Turboaufladung vorgestellt. Die beiden im V-Raum zwischen den Zylinderbänken angeordneten Turbolader und die Direkteinspritzung werden um die variable Ventilsteuerung Valvetronic ergänzt, die sowohl den Wirkungsgrad als auch das Ansprechverhalten optimieren soll. Die stufenlose Regelung des Hubs der Einlassventile reduziert die Drosselverluste im Ladungswechsel auf ein Minimum. So wird die im Kraftstoff enthaltene Energie besonders effizient genutzt.

Im Vergleich zum Vorgängermotor weist der neue V8 eine um zehn Prozent auf 330 kW gesteigerte Höchstleistung auf. Das maximale Drehmoment erhöht sich um 50 auf 650 Nm. Über die höhere Leistung und das verbesserte Ansprechverhalten erlaubt die variable Ventilsteuerung eine Senkung der Verbrauchs- und Emissionswerte. Die Leistung von 330 kW liegt zwischen 5500 und 6000/min an, das maximale Drehmoment von 650 Nm steht von 2000 bis 4500/min zur Verfügung. Das 650i Gran Coupé beschleunigt in 4,6 s von null auf 100 km/h. Sein Durchschnittsverbrauch beträgt 8,6 bis 8,8 l/100 km, der CO2-Wert liegt bei 199 bis 206 g/km.

Noch intensiver lässt sich die Schubkraft des V8-Motors in Verbindung mit dem Allradantrieb xDrive für dynamische Beschleunigungsvorgänge nutzen. Die elektronisch gesteuerte Kraftverteilung zwischen den Vorder- und Hinterrädern optimiert bei allen Witterungs- und Fahrbahnverhältnissen außer der Traktion und der Fahrstabilität auch die Agilität des 650i xDrive Gran Coupé, das für den Spurt aus dem Stand auf 100 km/h 4,5 s benötigt. Sein durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch liegt zwischen 9,2 und 9,4 l/100 km, die CO2-Emissionen betragen 215 bis 219 g/km.

Achtgang-Sport-Automatikgetriebe

Die Kraftübertragung erfolgt bei allen Modellvarianten serienmäßig über eine Achtgang-Sport-Automatik. Diese fördert das sportliche Fahrverhalten durch schnelle Gangwechsel, bietet Schaltkomfort und erhöht die Effizienz. Die Bedienung erfolgt mithilfe des elektronischen Gangwahlschalters auf der Mittelkonsole. Für die manuelle Gangwahl stehen Schaltwippen am Lenkrad zur Verfügung. Die Achtgang-Sport-Automatik leistet mit ihrem neuartigen Radsatzaufbau, ihrem geringen Gewicht und ihrem hohen inneren Wirkungsgrad Beiträge zur Effizienzsteigerung. Minimaler Wandlerschlupf, geringe Reibwertverluste durch jeweils zwei geöffnete Kupplungen, längere Übersetzung der höheren Gänge und die Getriebesteuerung, die das Fahren bei niedrigen Drehzahlen begünstigt, führen zu Verbrauchsvorteilen.

Das 6er Gran Coupé hat eine Doppelquerlenker-Vorderachse und einer Integral-Hinterachse, die beide größtenteils aus Aluminium gefertigt sind. Serienmäßig ist das Gran Coupé mit der Dynamischen Dämpfer Control ausgestattet. Ihre elektronisch geregelten Dämpfer passen sich adaptiv sowohl der Fahrbahnbeschaffenheit als auch dem Fahrstil an. Noch weiter werden die Fahreigenschaften durch das optional verfügbare System Adaptive Drive optimiert, das auch eine aktive Wankstabilisierung umfasst. Mit elektronisch gesteuerten Stabilisatoren wird unter anderem die Seitenneigung des Fahrzeugs in schnell durchfahrenen Kurven und bei plötzlichen Richtungswechseln reduziert.

Die elektromechanische Servolenkung des neuen Modells bietet serienmäßig eine Servotronic-Funktion, die für eine geschwindigkeitsabhängige Lenkkraftunterstützung sorgt. Zudem kann das neue Modell optional mit einer Integral-Aktivlenkung ausgestattet werden. Neben der geschwindigkeitsabhängigen Regelung der Lenkunterstützung und des Lenkwinkels der Vorderräder steuert sie auch den Lenkwinkel der Hinterräder. Die aufeinander abgestimmten Radeinschläge sorgen für Agilität in dynamischen Fahrsituationen, für komfortable und souveräne Reaktionen des Fahrzeugs bei Spurwechseln und in Kurven sowie für optimierte Wendigkeit in engen Kehren und im Stadtverkehr.

Ein Fahrerlebnisschalter auf der Mittelkonsole dient zur Auswahl der Fahrzeugabstimmungen "Comfort+", "Comfort", "Sport" und "Sport+". Außerdem kann der Fahrer den Eco-Pro-Modus wählen. Mit dem Fahrerlebnisschalter werden die Gaspedalprogression, das Ansprechverhalten des Motors, die Kennlinie der Lenkkraftunterstützung, die Einstellungen der Dynamischen Stabilitätskontrolle (Dynamic Stability Control; DSC, das Kennfeld der Dämpfer und die Schaltdynamik des Automatikgetriebes sowie in Verbindung mit dem System Adaptive Drive auch die Wankstabilisierung beeinflusst. Dabei aktiviert der Fahrer jeweils ein vorkonfiguriertes Gesamtsetup.

Eine weitere Taste dient zur separaten Auswahl der DSC-Einstellungen. Mit ihr lässt sich der Traktionsmodus DTC (Dynamische Traktions Control) aktivieren, der beispielsweise das Anfahren und Fahren auf Sand oder im tiefen Schnee erleichtert. Auch die elektromechanische Parkbremse des Fahrzeugs wird mit einer Taste auf der Mittelkonsole bedient.

Platz für bis zu fünf Personen

Das erste viertürige Coupé der Marke bietet Platz für bis zu fünf Insassen. Der Fond des 4+1 Sitzers wartet mit Reisekomfort für zwei Passagiere auf, zusätzlich kann auf kurzen Strecken ein dritter Sitzplatz genutzt werden. Zur Kopf-, Bein- und Schulterfreiheit im Fond gesellt sich ein geräumiges und bei Bedarf variabel erweiterbares Gepäckabteil. Die Karosserie weist darüber hinaus eine hohe Steifigkeit und ein optimiertes Gewicht auf.

Die im Bereich des Fußraums schlank gestaltete B-Säulen-Verkleidung und die weit nach hinten reichende Türöffnung ermöglichen den Fond-Passagieren bequemeres Ein- und Aussteigen. Die trotz der flachen Coupé-Dachlinie großen Seitenfensterflächen und eine im Vergleich zum 6er Coupé leicht erhöhte Sitzposition optimieren die Sicht nach draußen. Der Gepäckraum bietet ein Stauvolumen von 460 l und ermöglicht den Transport von bis zu drei 46 Zoll-Golftaschen. Durch das Umklappen der im Verhältnis 40:60 teilbaren Fondsitzlehne lässt sich das Fassungsvermögen auf 1265 l erweitern. Das Entriegeln und Umklappen der beiden Lehnenelemente kann mithilfe zweier Bedienhebel an den Innenseiten des Gepäckraums ausgelöst werden. Außerdem steht eine Durchlade zur Verfügung, die unter anderem den optional erhältlichen Skisack aufnimmt.

Die vier Türen mit rahmenlosen Seitenscheiben sind wie die Motorhaube aus Aluminium gefertigt. Auch bei den Achskonstruktionen und den Motoren wird ein hoher Anteil des Leichtmetalls eingesetzt. Die vorderen Federstützen bestehen aus Aluminiumdruckguss, die vorderen Seitenwände aus Kunststoff und die Gepäckraumklappe aus Glasfaser-Verbundstoff. Der Einsatz von höherfesten Mehrphasenstählen und warm umgeformten, höchstfesten Stählen verhilft der Sicherheitsfahrgastzelle zu Festigkeit bei optimiertem Gewicht.
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Autor(en): Katrin Pudenz
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