15.12.2011

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Zwischenstand im Flottentest: 80 Golf Blue-E-Motion fahren über 500.000 Kilometer

Volkswagen zieht Zwischenbilanz im Flottentest: Testfahrer des Golf Blue-E-Motion nutzen rege die App zur Vorkonditionierung, der Wagen wird als ideales Zweitfahrzeug für den innerstädtischen und regionalen Verkehr hinsichtlich Fahrdynamik und Komfort gesehen. Das besagen unter anderem die bislang erhobenen, ersten Ergebnisse. Seit Juni dieses Jahres werden rund 80 dieser Fahrzeuge in Berlin, Hannover und Wolfsburg erprobt. Gefahren werden sie von Privatpersonen, klein- und mittelständischen Unternehmen, Großkonzernen und Behörden im Alltag.

"Die Flottenerprobung in Deutschland ist positiv verlaufen", berichtet Dr. Rudolf Krebs, Leiter Elektro-Traktion des Volkswagen Konzerns. "Durch den engen Dialog mit unseren Testfahrern haben wir wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Kundenerwartungen und Alltagstauglichkeit der Fahrzeugtechnik gewonnen, die nun in den weiteren Konzernentwicklungsprozess eingesteuert werden. Unsere Testfahrer haben in den letzten Monaten in Summe weit über eine halbe Million Kilometer zurückgelegt. Anhand der Rückmeldungen können wir sagen, dass wir mit unseren Entwicklungsaktivitäten gut auf Kurs liegen. Die identifizierten Verbesserungspotenziale sind bereits von uns bewertet worden und werden im weiteren Verlauf entweder alleine oder in Zusammenarbeit mit Partnern aus anderen Industriebereichen gelöst", erklärt Krebs weiter.

So habe die Flottenerprobung mit diversen Kundenbefragungen unter anderem gezeigt, dass private Haushalte den Golf Blue-E-Motion als ideales Zweitfahrzeug für den innerstädtischen und regionalen Verkehr hinsichtlich Fahrdynamik und Komfort schätzen. Weiterhin hätten die Probanden die unterschiedlichen Rekuperationsstufen des Elektrofahrzeuges positiv gesehen. Auch hätten die Erprobungsfahrer die Fernsteuerung über eine spezielle iPhone-App zur Fahrzeugvorkonditionierung für das Laden der Batterie und die Temperaturvorwahl zur gewünschten Abfahrtszeit rege genutzt. Zudem habe sich herauskristallisiert, dass die Reichweite des Elektrofahrzeugs von insgesamt 150 Kilometer für die Mehrzahl aller täglichen Fahrten ausreichend sei. Denn durchschnittlich seien täglich lediglich rund 30 Kilometer zurück gelegt worden. Für gewerbliche Nutzer liegt das Haupteinsatzgebiet eines reinen Elektrofahrzeugs im städtischen Dienstverkehr. Bei dieser Zielgruppe seien das eigene Unternehmensimage hinsichtlich Nachhaltigkeit sowie die Gesamtkostenbetrachtung (Total Cost of Ownership) Argumente für die zukünftige Integration von Elektrofahrzeugen in den Unternehmensfuhrpark.

Eine weitere Rückmeldung aus der Flottenerprobung habe gezeigt, dass die Geräuschlosigkeit des Elektroautos im Stand als ungewohnt empfunden werde. Hier sei eine Rückmeldung für den Fahrer wichtig, folgert das Unternehmen, um ihm die Fahrbereitschaft des Autos anzuzeigen. Der Akustik von Elektrofahrzeugen komme im städtischen Umfeld generell große Bedeutung zu. Um von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen zu werden, habe sich gezeigt, dass ein Geräusch bis zu Geschwindigkeiten von 30 km/h ratsam sei. Als weiterer Aspekt habe sich herausgestellt, dass der Fahrer eine detaillierte Anzeige über die Restreichweite sowie eine Empfehlung zur Verbrauchsoptimierung seiner Fahrweise wünsche. Im öffentlichen Raum sei der simple Zugang und Wechsel zwischen Ladepunkten unterschiedlicher Energieversorger sowie ein schnelles Aufladen der Batterie wichtig. Das Themenfeld "Laden und Infrastruktur" mit sämtlichen Facetten wird auch von Volkswagen als wichtiger Baustein für die Elektromobilität gesehen. Daher engagiert sich der Konzern an dieser Stelle in Gremien und Netzwerken mit entsprechenden Partnern.

"Die Ergebnisse sind für die Optimierung unserer Elektrofahrzeuge aller engagierten Konzernmarken sehr wichtig", betont Krebs. "Aktuell bereiten wir für Anfang 2012 die internationalen Flottenerprobungen in Österreich, Belgien, Frankreich und USA mit dem Golf Blue-e-Motion vor, um unsere Erfahrungen hinsichtlich anderer Geländetopografien, Klimabedingungen und regional unterschiedlichen Kundenerwartungen zu ergänzen."
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Autor(en): Katrin Pudenz
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