23.12.2011

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Neue DFG-Forschergruppe "Ferroische Funktionsmaterialien" an der UDE

An der Universität Duisburg-Essen (UDE) wird eine neue Forschergruppe namens "Ferroische Funktionsmaterialien" eingerichtet. Geleitet wird sie von Professor Dr.-Ing. Jörg Schröder (Mechanik), befassen wird sie sich mit Funktionsmaterialien, deren Struktur und Eigenschaften zielgerichtet für eine bestimmte Anwendung eingestellt werden. Bei der Forschergruppe handelt es sich um eine von sieben, die die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einrichtet, berichtet die UDE. Dies habe der Hauptausschuss von Deutschlands zentraler Forschungsförderorganisation im Rahmen seiner Dezember-Sitzung in Bonn beschlossen.

Die Funktionalität eines Materials kann vielfältig sein, etwa im Bereich seiner magnetischen oder elektrischen Eigenschaften. Ferroika sind Materialien, deren Eigenschaften, beispielsweise durch elektrische und magnetische Felder oder durch mechanische Spannungen, so bleibend verändert werden können, dass sie einem bestimmten Zweck dienen. Permanentmagnete sind ein Beispiel aus dieser allgemeinen Materialklasse. Sie müssen erst einer bestimmten Herstellungsprozedur und gewissen Feldern ausgesetzt sein, um ihre Eigenschaften voll zu entfalten. Die in der Forschergruppe untersuchten Werkstoffe koppeln elektrische, mechanische und magnetische Eigenschaften aneinander und sind somit komplexer als reine Magnetwerkstoffe. Ein Großteil der Arbeiten beschäftigt sich mit der Werkstoffmodellierung.

"Wir wollen eine neue Qualität bei der Simulation unterschiedlicher Feldgrößen in Materialien mit magnetischen und elektrischen Eigenschaften erreichen", erklärt Professor Schröder. Mit den Ergebnissen könne der simulationsbasierte Entwurf von neuen Materialien und Hightech-Bauteilen mit multifunktionellen Eigenschaften auf eine neue Grundlage gestellt werden. "Hierfür werden in der Forschergruppe Kompetenzen aus dem Bereich der Thermodynamik, der computerorientierten Mechanik und der Materialwissenschaft gebündelt."

DFG-Forschungsverbünde bieten Wissenschaftlern die Möglichkeit, sich aktuellen und drängenden Fragen in ihren Fächern zu widmen und innovative Arbeitsrichtungen zu etablieren. Sie arbeiten orts- und fächerübergreifend. Die UDE ist zurzeit Sprecherhochschule für zwei DFG-Forschergruppen. An weiteren drei sind UDE-Wissenschaftler beteiligt.

(Bild: UDE)
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Autor(en): Katrin Pudenz
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