23.12.2011

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Energieeffizientes Fahren 2014: Das Auto lernt, mit seiner Energie zu haushalten

Elf Partner aus der deutschen Automobilindustrie haben in den vergangenen zwei Jahren neue Technologien und Konzepte zur Reduzierung des Energieverbrauchs und damit der CO2-Emissionen erforscht. Die entwickelten Maßnahmen des Verbundprojekts "Energieeffizientes Fahren 2014" könnten den Energieverbrauch in Summe um gut zehn Prozent senken. Die Initiative wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung mit rund neun Millionen Euro gefördert.

Das Ziel eines zehn Prozent niedrigeren CO2-Ausstoßes konnte mithilfe von zwei zentralen Ansätzen erreicht werden:

Im ersten Ansatz wurden "intelligente" Algorithmen entwickelt, mit denen das Fahrzeug in der Lage ist, Wissen über sein Fahrumfeld zu sammeln. Dieses Wissen erlaubt dem Fahrzeug eine Prognose der jeweils bevorstehenden Fahrsituationen, auf die das Energiemanagement bereits im Voraus optimal eingestellt werden kann. Für diese Zwecke wurden im Projekt unter anderem Daten aus Kameras, Radarsensoren und Navigationskarten gekoppelt. Das Ergebnis dieser Sensorkopplung reicht von der Vorhersage von Ortseinfahrten oder Stopp-Phasen an Abbiegungen bis hin zur Abschätzung des Verhaltens von Fußgängern, um dadurch Rückschlüsse auf Verkehrseinflüsse ziehen zu können. Aus dieser Vorausschau wurden neben effizienten Betriebsstrategien der Fahrzeugsysteme auch Tipps für eine besonders effiziente Fahrweise abgeleitet, die dem Fahrer mittels neuartiger Anzeigesysteme vermittelt werden können.

Aus dem zweiten Ansatz des Projekts entstand ein neuartiges Energiebordnetz, das die Vorausschau von Fahrsituationen berücksichtigt und diese optimal zur Energierückgewinnung nutzt. Neben den heute üblichen 12-Volt-Aggregaten sieht dieses Energiebordnetz eine Bordspannung von 48 Volt, eine zusätzliche Batterie sowie einen neuartigen Generator vor, mit denen deutlich mehr Bremsenergie zurückgewonnen werden kann. Der entwickelte Vorschlag für diesen neuen 48-Volt-Standard birgt große Kostenvorteile gegenüber alternativen Konzepten mit höheren Spannungen, erreicht dabei aber mit einer Reduzierung um zehn Prozent einen Großteil der Kraftstoffverbrauchseinsparung.

Die Projektergebnisse sollen nun in die Serienentwicklung der beteiligten Partnerfirmen einfließen und könnten ab dem Jahr 2015 zum Einsatz kommen.
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Autor(en): Gernot Goppelt
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