10.01.2012

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KIT koordiniert neuen Technologie-Cluster Composites für den Fahrzeugleichtbau

Vergangene Woche startete unter der Koordination des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) ein neues Verbundprojekt zur Entwicklung großserienfähige Leichtbaustrukturen für Fahrzeuge aus neuen Faserverbundwerkstoffen. Gefördert wird das "Technologie-Cluster Composites" (TC2) in den kommenden drei Jahren durch das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro. Das Land greift dazu auf Mittel unter anderem aus der Landesinitiative Elektromobilität und dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) zu. Weitere rund 7,2 Millionen Euro soll die Wirtschaft beisteuern.

"Der Energieverbrauch eines Fahrzeugs hängt unmittelbar von dessen Gewicht ab", erklärt TC2-Projektkoordinator Timo Müller vom Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) des KIT. Besonders Elektroautos seien auf leichte Karosserien angewiesen, so dass für den Forscher Leichtbau eine Schlüsselrolle für die Verbreitung der Elektromobilität spielt. Um das Fahrzeuggewicht deutlich zu senken, sollen Bauteile aus Glas- und Carbonfaserlaminaten, die sich in der Luft- und Raumfahrt sowie im Rennsport bereits bewährt haben, Stahl in den höchst belasteten Fahrzeugstrukturen ersetzen. Während die Forscher im TC2 fahrzeugrelevante Demonstrationsbauteile entwickeln, bauen und untersuchen, sollen auf der Grundlage dieser Ergebnisse in weiteren Projekten gemeinsam mit Industriepartnern Fahrzeuge für den urbanen und regionalen Verkehr entstehen.

Das KIT wurde aufgrund seiner Vernetzung in der Forschungslandschaft Süddeutschlands, wie sie im Kompetenzzentrum für Fahrzeugleichtbau (KFL) und dem Innovationscluster für hybriden Leichtbau (KITe hyLITE) etabliert ist, mit der Koordination des Gesamtprojekts beauftragt. Vom KIT sind die Institute für Fahrzeugsystemtechnik, Produktionstechnik, Angewandte Materialien - Werkstoffkunde Produktentwicklung und Technische Mechanik an dem neuen Cluster beteiligt. Forschungspartner sind die Universität Stuttgart, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf, die Hochschulen Ravensburg-Weingarten, Esslingen und Konstanz sowie das Automotive Simulation Center Stuttgart. Zu den Industriepartnern gehören die Daimler AG, Porsche AG, BASF, Sika, DSM Resins, Menzolit und Dieffenbacher.

(Foto: Mercedes-Benz)
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Autor(en): Caterina Schröder
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