11.01.2012

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Continental setzt auf Bedienoberflächen mit haptischer Rückmeldung

Continental zeigt auf der Consumer Electronics Show 2012 (CES) in Las Vegas seine aktuellen Entwicklungen für Bedienkonzepte im Auto. Neueste Entwicklung ist dabei die Integration haptischer Rückmeldungen in berührungslose Oberflächen. Die Technik, von Smartphones und Tablets prinzipiell bekannt, gibt dem Fahrer eine Rückmeldung, ob eine Funktion tatsächlich aktiviert wurde.

Laut Conti schätzen auch Autofahrer Bedienkonzepte, wie sie diese von Touchscreen-Smartphones gewohnt sind. Produkte wie Sekundär-Displays und großflächige Displays in der Mittelkonsole sowie Touchpads eignen sich demnach ideal, um dem Fahrer über angepasste und kontextbezogene Informationsdarstellungen eine Interaktion zu erleichtern. Conti geht davon aus, dass um 2014 jeder sechste neu zugelassene Pkw in West-Europa, USA und Japan mit Touchscreens ausgestattet sein wird.

Für Mobilgeräte und Autos gelten jedoch unterschiedliche Anforderungen, sagt HMI-Experte Guido Meier-Arendt. "Wo bei klassischen Bedienelementen wie Drehreglern oder Schaltern und Knöpfen Auge, Ohr und vor allen Dingen die bedienende Hand eine direkte Rückmeldung bekam, waren berührungsempfindliche Anzeigen im Auto bislang auf diesem wichtigen Rückkanal stumm geblieben." Continental setzte daher auf eine haptische Rückmeldung berührungsempfindlicher Oberflächen, damit der Fahrer sich auf den Verkehr konzentrieren kann.

Für die haptische Rückmeldung ermittelt Conti die exakte Fingerposition während der Bedienung. Diese Aufgabe übernehmen Sensoren auf rein elektrisch (kapazitiv), elektromechanisch (resistiv) oder optisch messender (über einen Infrarot-Sensor) Basis. Sie lokalisieren die Fingerposition zuverlässig auf weniger als einen Millimeter genau. Mit der Positionserkennung fällt die Entscheidung, in welcher Form eine haptische Rückmeldung erfolgen soll. Ob tatsächlich ein Touch-Element ausgelöst wird, ist darüber hinaus von der Betätigungskraft abhängig, die über weitere Sensoren oder durch Signalverarbeitungsschritte auf Basis bestehender Daten ermittelt werden. Die für die Ausführung der mechanischen Bewegung erforderlichen Aktuatoren können in einem Frequenzbereich von bis zu 200 Hertz und mehr unterschiedliche haptische Informationen erzeugen. Abhängig vom jeweiligen Bedienkonzept kann die Rückmeldung in Form eines leichten Gegendrucks erfolgen, bis hin zu einer Vibration.

Laut Continental haben Versuchsreihen gezeigt, dass haptische Rückmeldungen deutlich besser angenommen werden als visuelle oder akustische Signale. Dieses Prinzip macht sich der Zulieferer auch bei seinem Accelerator Force Feedback Pedal (AFFP) zunutze. Das macht es zum Beispiel möglich, den Autofahrer "direkt am Fuß" Warnungen über drohende Gefahren zu signalisieren. Continental hat die Vorentwicklung der haptischen Rückmeldung von Bedienoberflächen abgeschlossen und ist nun so weit, mit OEMs an spezifischen Umsetzungen zu arbeiten.
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Autor(en): Gernot Goppelt
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